Steht in Coronazeiten ein Internet-Kollaps kurz bevor? Uneinigkeit bei Experten
Homeoffice und Netflix-Nutzung setzen dem Internet in diesen Zeiten der Covid-19-Pandemie stark zu. Die Frage, die sich Experten und Nutzer stellen, ist, ob die Internetleitungen diesen Anstieg verkraften.
In Zeiten der Coronakrise verbringen die Menschen mehr Zeit im Internet, sodass sich die Frage stellt, ob das Netz diesen Ansturm überhaupt gewachsen ist. Schließlich arbeiten nicht nur jede Menge Arbeitnehmer im Homeoffice, sondern nutzen auch in ihrer Freizeit genüsslich digitale Inhalte. Die Assistenzprofessorin für Cybersecurity Policy an der Tufts University in Massachusetts, Josephine Wolff, schreibt in der Zeitung New York Times, dass die derzeitige hohe Last des Internets dauerhafte Konsequenzen für die Internetnutzer haben wird. Das Internet wird ähnlich überlastet sein wie das Gesundheitssystem in diesen Tagen, so die Wissenschaftlerin. So habe es einen Stromausfall gegeben, als ihre Universität angekündigt habe, dass alle Kurse nur noch online stattfinden. Amerika sei aber - ihrer Ansicht nach - besser gerüstet für den Anstieg der Internetnutzung als viele andere Länder.
Dieser Ansicht steht unter anderem David Belson, Senior Director für Internetforschung bei der Internet Society, kritisch gegenüber. Seiner Meinung nach sei es unwahrscheinlich, dass es zu einer Überlastung des Internets komme. Ebenso optimistisch zeigen sich die Internetprovider selbst. Fakt ist, dass es durch verstärktes Homeoffice und Nutzung von digitalen Services eine deutlich höhere Auslastung des Internets gibt. In den USA etwa ist die Auslastung der Internetleitungen seit Januar 2020 zwischen 9 und 17 Uhr um 50 Prozent angestiegen, wie Openvault mitteilt. Dieses Unternehmen misst in mehr als einer Million Haushalte in den USA die Internetverbindungen.
Netzüberlastung - Kommt es wirklich dazu?
Nach dem Blick über den Tellerrand stellt sich die Frage, wie es bei uns in Deutschland aussieht. Die Bundesnetzagentur hat in einer Erklärung den Netzbetreibern die Erlaubnis erteilt, den Internetzugang zu drosseln, wenn eine Überlastung des Internets droht. Wie der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, erklärt, seien die Internetanbieter hierzulande aber gut gerüstet und es drohe aktuell keine Netzüberlastung. Allerdings könne es sich schnell ändern. Unter anderem auch auf Bitten der EU haben manche Anbieter von Video-Streamingdiensten ihre Datenrate gedrosselt. Der größte Datenverbraucher ist das Video-Streaming, auf das rund 60 Prozent des Datenverkehrs entfallen, so der Branchenverband Bitkom.
Obwohl sie schlechtere Bildqualität als zuvor bekommen, müssen Nutzer von diversen Video-Streaming-Diensten den gleichen Preis bezahlen. Schließlich geht es bei der Bitrate darum, eine Balance zwischen Speicherplatz und Bildqualität zu finden. Die Auflösung bleibt aber identisch. So können die Anbieter wohl ihre Kosten senken und zugleich die Forderungen nach weniger Datenverbrauch genüge tragen. Der weltweit mit mehr als 170 Millionen zahlenden Nutzern größte Anbieter Netflix hat jüngst verkündet, die gedrosselte Bitrate als "geplantes Upgrade von Weihnachten nun vorzuziehen". Immerhin sei die gewählte Lösung weniger tragisch für die Kunden, als eine Reduzierung der Auflösung, so der Vizepräsident Dave Temkins. Auch andere Anbieter digitaler Services reagieren. Sony etwa verlangsamt die Geschwindigkeit von Downloads über den Playstation Store.
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Fakten zum möglicherweise drohenden Internet-Zusammenbruch:
- Zwischen Professoren rund um Internetforschung herrscht Uneinigkeit darüber, ob nun bald das Internet zusammenbricht oder nicht. In den letzten Wochen ist die Auslastung des Internets stark angestiegen.
- Grund ist das Coronavirus und die damit verbundene verstärkte Nutzung des Internets durch Homeoffice beziehungsweise in der Freizeit von digitalen Angeboten wie etwa Netflix.
- Fakt ist, dass der größte Datenverbraucher das Video-Streaming ist. Um die Auslastung zu reduzieren, senken viele Anbieter wie Netflix ihre Bitrate und sparen so Speicherplatz.
Quellen: Bitkom, Internet Society, New York Times, Openvault, Wall Street Journal, Wikipedia

nein, die meisten wissen nicht mehr, wie es ohne geht,
oder wollen schlicht nicht drauf verzichten.
noch nicht mal die paar minuten, die ein potentieller "kollaps" wohl dauern würde. offensichtlich hält das internet mehr aus, als seine nutzer.
und du scheinst das nicht als nachteil wahrzunehmen sondern positiv zu sehen?
und das ist schon wieder eine wertung, bei der du deine eigenen ansichten als selbstverständlich und bindend für alle ansiehst.
Das Thema arbeiten hast du, bestimmt nur unabsichtlich, weggelassen. Da ist heute nämlich in jedem Bereich das Internet essenziell.
Selbstredend bist du unabhängig vom Internet. Die siehst nie TV, nutzt keine Industrieprodukte, gehst zu keinem Arzt, trägst Lendenschurz (selbst hergestellt). Wahrscheinlich sitzt du gerade im Wald unter einem Baum und postest hier ohne Netzzugang durch deine reine Gedankenkraft.
Irgendwie erinnerst du mich an FFF Anhänger. Internet verursacht CO2, Autos sowieso und die ganzen Technik brauchen wir nicht......Jetzt noch schnell auf dem Handy Facebook checken, ob die Demo stattfindet und Mama anrufen damit sich mich mit dem SUV dahinfährt.....
Simpel gestrickt? Zu faul für Groß/Kleinschreibung, also ja.
Dein Geld kommt vom Amt? In gewisser Weise bist du also unabhängig, da jeden Monat Geld vom Amt kommt. Klär uns auf!
Politiker? Nein, dafür laberst du zu wenig.
Und scheiß...e ja, Disney+ liefert gutes HDR 2160p. Hab mir heute am TV den 4. Teil von The Mandalorian nochmal reinzogen. Netflix kann man sich ja leider nur noch per App am PC antun. Da wird man mit einer Art Silverlight gegängelt und kriegt nur 720p rein. Generell ist die Qualität bei Netflix "dank" scheiß Corona gesunken.
Edit: Qualitä--->Qualität
oder wollen schlicht nicht drauf verzichten.
noch nicht mal die paar minuten, die ein potentieller "kollaps" wohl dauern würde. offensichtlich hält das internet mehr aus, als seine nutzer.
und du scheinst das nicht als nachteil wahrzunehmen sondern positiv zu sehen?
Es geht nicht ums Leben, sondern um das arbeiten. Für einige ist das Internet Neuland...... Aber die meisten wissen, das es ohne kaum noch geht. Ich arbeite ständig auf Servern auf der ganzen Welt, ohne netz ist das leider kaum möglich. Und dann haben Tausende von Mitarbeitern keine Möglichkeit zu arbeiten. Du siehst am Netz hängt schon so einiges.
Im übrigen ist eine Überlastung der Infrastruktur doch eher punktuell zu sehen. Wie war das noch gleich? 60% des internettraffic sind pornos? Wenn das so wäre, ließen sich durch blockieren bestimmter Dienste schlagartig Kapazitäten freigeben....ohne an Netflix und co zu müssen.
2. selbst wenn, so what? noch nie ohne internet gelebt?