Skylake-X: Intel begründet die gesunkene Spieleleistung
Intels Skylake-X-Prozessoren sind pro Takt in Spielen durchschnittlich langsamer als die Broadwell-E-Vorgänger. In einer offiziellen Stellungnahme begründet das der Chiphersteller mit dem neuen Mesh zur internen Chipkommunikation. Eine Besserung, beispielsweise durch Spiele-Patches, ist nicht zu erwarten.
In den letzten Jahren verzeichnete Intel schon nur kleine Leistungssteigerungen pro Takt mit einer neuen Prozessorgeneration. Im High-End-Bereich wird mit Skylake-X im Spielebereich nicht einmal ein solcher erreicht, vielmehr sinkt die Leistung pro Takt, die sogenannte IPC (Instructions per Clock), sogar. Im PCGH-Benchmark-Parcours macht das im Spieleteil durchschnittlich vier Prozent weniger Fps pro Takt aus. Im Extrembeispiel Far Cry 4 sind es gar - 17 Prozent, wohingegen ein Witcher 3 immerhin um zwei Prozent zulegt.
Die Kollegen von gamestar.de haben eine Stellungnahme von Intel Deutschland zum Thema erhalten, laut der die gesunkene IPC in Spielen an dem neuen Mesh liege, das der Chiphersteller jetzt zur chipinternen Kommunikation einsetzt. Bisher verwendete Intel einen oder mehrere Ring-Busse, deren Skalierung vor allem bei den Vielkernern abnahm - die großen Skylake-X-CPUs mit 12 bis 18 Kernen könnten davon stärker profitieren als die kleinen Modelle mit bis zu zehn Kernen, mangels vergleichbarer Vorgänger wird man das aber nicht testen können.
Intels Stellungnahme im Wortlaut: "Die 'Netz'-Architektur der Skylake-X-Familie unterscheidet sich von der 'Ring'-Architektur der Broadwell-E-Familie. Was Skylake-X betrifft, haben wir in einer Handvoll Anwendungen festgestellt, dass vergleichbare Broadwell-E-Prozessoren aufgrund dieser Unterschiede etwas schneller sind. Die Entwicklung einer neuen Architektur erfordert es aber, dass man gewisse Kompromisse eingeht, um das Ziel einer generellen Verbesserung der Leistung zu erreichen. Das betrifft auch die Netz-Architektur von Skylake-X. Während diese Kompromisse eine Handvoll Anwendungen leicht negativ beeinflussen, bieten die Skylake-X-Prozessoren insgesamt dank der neuen Architektur eine exzellente Performance pro Kern und signifikante Leistungsgewinne in einer Vielzahl von Anwendungen."
Ungenannt bleibt das neue Cache-Design von Skylake-X: Der L3-Cache ist von 2,5 auf 1,375 MiByte pro Kern gesunken, arbeitet nun aber "non-inclusive" statt "inclusive", muss also die Daten des L2-Caches nicht mehr spiegeln. Letzterer steigt dafür von 256 KiByte auf 1 MiByte pro Kern. Inwiefern diese Änderung die Spiele-Performance beeinflusst, ist unklar. Insgesamt hat Intel Skylake-SP und damit den Desktop-Ableger Skylake-X stärker auf die Anwendungsleistung ausgelegt, worunter die Spieleleistung leidet. Das Defizit wird über den Takt wettgemacht, wodurch jedoch die Effizienz abnimmt.
trotz alle dem, 2066 ist nicht das geworden was viele erhofft haben, für mich ist diese Plattform für die Tonne sprich, intel und die board Partner kamen nicht zusammen, die kühl Elemente auf den brettern taugen eigentlich nur fürs überleben der mofos aber auf lange sicht seh ich ein totes brett, überhitzt..
Auch die momentane (und demnächst erscheinende) Konsolenhardware spielt nicht mal annähernd in Liga eines halbwegs modernen Desktop-4Kerners.
Die traurige Wahrheit ist, dass die Cross-Plattform-Entwicklungen den PC fast gar nicht mit einschließt, und falls doch, in 95% der Fälle Leistung entweder durch schlechten Code verschenkt wird oder die Software nicht besser als auf Konsolen aussehen darf (Dark Souls 3, Watch Dogs, Batman, etc. pp.). Optimierungen für den PC geschehen oft gar nicht oder lustlos (u.a. auch, weil es ein Kostenfaktor ist, den sich niemand wirklich leisten will). Nicht wenige Entwickler sehen im PC eh nur noch eine Geldvernichtungsmaschine, die lediglich Profit durch Raubkopierer entzieht (ob es wahr ist, sei mal dahingestellt).
Oder wo sind die ganzen Konsolenknaller für den PC hin, wenn es doch so lukrativ ist? Ich warte noch heute auf Red Dead Redemption oder Final Fantasy 15.
Es wird so schnell keinen softwarebedingten Aufrüstzwang im CPU-Bereich geben. Ich prophezeie, dass der i7- 2600k auch 2020 noch völlig ausreichen wird. Über Grafikkarten lässt sich reden, über CPUs eher nicht.
Dies führt bei Prozessoren mit weniger als 10 Kernen eben mit Skylake X zu Leistungseinbußen. Die alte Ring-Architektur war so schon die letzten Jahre ein Schwachpunkt, den man nur leidlich verdecken konnte.
Das Mesh-Netz ist durchaus ein wichtiger Schritt, der nur gerade nicht da punkten kann, wo man mit den ersten 2066CPUs hätte punkten wollen.
Hier entlang:
Intel Skylake-X and Skylake-SP Introduce Brand New Mesh Architecture
Wenn man aus dem Keller kommt, ist es nicht schwer, in ein höheres Stockwerk zu ziehen.
Wenn man eh schon im Dachgeschoss wohnt, dann...
Hat sich was das angeht die letzten gefühlt 10 Jahre was bedeutendes geändert oder ist es einfach ne Fehlinfo gewesen bei mir?
Ich habe ja auch nicht geschrieben, dass die Entwickler der Spiele nach 1000€ CPUs entwickeln. Sondern nach Konsolen.
Der einzige Grund ein Spiel zu entwickeln ist der: es zu verkaufen. Wo geht das am besten? Konsole. Deswegen bestimmt die Konsolenausstattung die Entwicklung der Spiele. Die Spiele für den PC fallen genauso darunter weil viele Spiele Cross Plattform entwickelt werden, aufgrund des maximalen Gewinns.
Spiele wie Crysis und Crysis 3 sind für die only-PC Spieler ein Segen weil sie zeigen was am PC möglich. Aber am Ende sind diese Spiele auch nur aus Profitwunsch heraus entstanden.
1: Die Spiele werden gekauft weil moderne Spiele toll sind und allein aus der Neugier nach der aktuellen Technik gekauft werden.
2. Der Entwickler damit gleichzeitig seine moderne Engineer bewirbt um sie für andere Entwickler attraktiv zu machen.