Core i9-14900KS: YouTuber bastelt den IHS der Monster-CPU zum Wasserblock um
Ein chinesischer YouTuber hat sich den Integrated Heat Spreader eines Core i9-14900KS geschnappt und diesen kurzerhand zum Wasserblock umgebastelt. Die Ergebnisse können sich aber nur unter bestimmten Bedingungen sehen lassen.
Der Core i9-14900KS war die absolute Extrem-CPU, die Intel im Rahmen des Raptor-Lake-Refreshs auf den Markt geworfen hat. Was davon geblieben ist, hat sich in unserem PCGH-Test als der "Regent der Ineffizienz" herausgestellt - immerhin kommt der Prozessor einer Machbarkeitsstudie physikalischer Grenzen gleich und würde gern mehr als die von Intel vorgegebenen 253 Watt schlucken. Wie kühlt man ein solches Monster? Ein chinesischer Hardware-Enthusiast namens "octppus" hat auf YouTube nun daran gemacht, den Heatspreader der CPU zum Wasserblock umzufunktionieren.
Anstatt den Metall-Deckel des Prozessors zu entfernen, nutzte der Bastler CNC-Frästechniken, um Kühlkanäle direkt in den IHS (Integrated Heat Spreader) zu integrieren. Diese schmalen Rillen bilden ein geschlossenes Flüssigkeitsnetzwerk, das durch eine maßgefertigte Dichtung und eine Acryl-Abdeckplatte komplettiert wird. Die Einlass- und Auslassöffnungen wurden so positioniert, dass ein gleichmäßiger Flüssigkeitsstrom über die heißesten Zonen des Chips gewährleistet ist. Mit diesem Vorgehen reduziert sich der Abstand zwischen Silizium-Die und Kühlmittel laut dem Modder auf ein Viertel der Distanz gegenüber herkömmlichen Lösungen.
Für die Leistungsbewertung diente als Test-Setup unter anderem ein herkömmlicher Eimer als primäres Kühlmittelreservoir, während die thermische Überwachung per Infrarot-Sensoren durchgeführt wurde. Als Vergleichswert hielt eine "gewöhnliche Wasserkühlung" her. Die Ergebnisse offenbarten ein paradoxes Verhalten: Bei Belastungen mit 60 Watt und im Idle-Betrieb zeigte der modifizierte IHS eine niedrigere Kerntemperatur als die Vergleichskühlung - sank die Pumpenleistung unter einen nicht näher angegebenen Wert, drehte sich der Vorteil indes zugunsten der Standardlösung. Wie Tom's Hardware spekuliert, dürfte dies an der geringeren Kontaktfläche und einem weniger optimierten Design liegen, sodass die traditionelle Kühlung "im Schnitt noch immer die Nase vorn hat".
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Quelle: Tom's Hardware, Digital Trends
