Intel Core i9-11900K, i7-11700K und i5-11600K im Test: Effizienz und Fazit
Auf Seite 3 beschäftigen wir uns mit der Effizienz von Rocket Lake S. Wie viele Fps erhalte ich pro Watt? Abschließend erfolgt die finale Beurteilung mit Note.
In diesem Artikel
- Seite 1 Intel Core i9-11900K, i7-11700K und i5-11600K im Test: Übersicht
- Seite 2 Intel Core i9-11900K, i7-11700K und i5-11600K im Test: Die neue Architektur
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- Seite 5 Bildergalerie
Die Energieeffizienz von Prozessoren sollte neben der absoluten Leistung beim Kauf eine große Rolle spielen. Hier finden Sie die gesammelten und ausgewerteten Ergebnisse unserer Prozessor-Benchmarks mit AMD- und Intel-CPUs. PC Games Hardware vergleicht hier die Leistungsaufnahme aller CPUs im CPU-Index und prüft, welcher Prozessor dabei am effizientesten bei seiner Arbeit vorgeht. Da uns leider keine (sehr kostspieligen) Testgeräte zur exakten Ermittlung der Leistungsaufnahme vorliegen, behelfen wir uns mit einem hochwertigen Messgerät direkt an der Steckdose. Angegeben ist also jeweils der Wert für den gesamten PC.
Bitte beachten Sie, dass der Löwenanteil der Leistungsaufnahme trotz der geringen Auflösung in den Benchmarks zur Grafikkarte gehört, immerhin nutzen wir ein Exemplar der RTX 3090, welches ab Werk mit einem Powertarget von 390 Watt arbeitet. Eine CPU, die mehr Bilder pro Sekunde berechnen kann, wird dafür sorgen, dass auch die Grafikkarte mehr arbeiten muss. Spannend wird der Vergleich dann insbesondere bei Prozessoren, die auf einem ähnlichen Leistungslevel sind, also beispielsweise Core i7-10700K und Core i5-11600K. Auch der Vergleich mit einem Core i9-11900K und AMD Ryzen 9 5950X ist aufregend. Das Ablesen erfolgt nach dem Aufheizen einer CPU an der immer gleichen Stelle innerhalb des Benchmarks. Die Werte spiegeln also jenen Verbrauch wider, welchen Sie im Alltag erwarten können.
Quelle: Intel
Intel Core i9-11900K, i7-11700K und i5-11600K im Test: Auf dem Thron ist nur Platz für einen Prozessor (1)
Intel Core i9-11900K, i7-11700K und i5-11600K im Test: Effizienz
Wichtig: Wir geben jetzt den durchschnittlichen Verbrauch aus 20 Spielen an, es folgt darauf der prozentuale Effizienz-Wert, der sich aus den erreichten Bildraten, geteilt durch den Durchschnittsverbrauch errechnet. Der finale Wert ist normiert. Hier kommt nun die PCGH-Effizienz-Übersicht für Intel- und AMD-Prozessoren: Hier geht es rein um die erzielte CPU-Effizienz in 20 aktuellen Spielen - je sparsamer eine CPU ist, und je mehr Leistung sie bereitstellt, desto höher fällt der Wert aus.
Die Leistung hat buchstäblich ihren Preis, die Leistungsaufnahme der neuen Intel-Prozessoren ist die höchste bisher gemessene im PCGH-Testlabor, was den neuen CPU-Index angeht. Nicht nur der Vorgänger, sondern auch die Konkurrenz in Form von Zen 3 (und sogar Zen 2) arbeitet effizienter als Rocket Lake. Möglicherweise gibt es durch weitere Anpassungen am Microcode der CPUs noch weitere Verbesserungen - wir werden sehen.
Auf den Effizienz-Index umgemünzt bedeuten das folgende Werte:
Zur Erinnerung: Rocket Lake setzt maximal auf acht Kerne. Der im Schnitt elf Prozent langsamere Core i5-11600K sorgt gegenüber dem Ryzen 9 5950X trotzdem für einen höheren Energieumsatz. Gegenüber ihren direkten Vorgängern ist die durchschnittliche Leistungsaufnahme grundsätzlich höher, die Prozessoren leisten natürlich auch etwas mehr. Dem Konkurrenten AMD ist es hingegen gelungen, Leistung und Effizienz ihrer CPUs gleichermaßen zu steigern, bei Intel hingegen klappt es "nur" mit der Leistung. Nutzt das Topmodell zusätzlich den Adaptive-Boost, wird eines klar: Intel möchte mit Rocket Lake S an die Spitze der Benchmarks, koste es, was es wolle. Nun wird auch klar, warum Intel den K-Modellen der 11. Generation den Zugang zur 250-Watt-Spitze freigibt, gleich ob es sich um einen i5 oder i9 handelt. Die CPUs mit Cypress-Cove-Cores benötigen diese Energie.
Intel Core i9-11900K, i7-11700K und i5-11600K im Test: Fazit und Wertung
Fassen wir unsere Erfahrungen noch einmal zusammen: Rocket Lake bietet mit den drei Topmodellen durchweg mehr Leistung gegenüber Comet Lake und konkurriert grundsätzlich mit Zen 3, alias Ryzen 5000. Je nach verwendeter Grafikengine liegt mal die eine, mal die andere Architektur vorn, mit deutlicher Tendenz auf moderne, jüngere Engines. Intel hat den See gerockt, die 11. Generation der Core-i-CPUs liefert sehr viel Leistung, neue Features, PCI-Express 4.0, mehr Freiraum beim Speicher-OC und wertet die Sockel-1200-Plattform damit gehörig auf. An der Effizienz könnte Intel aber schrauben, Rocket Lake ist ziemlich stromdurstig, vor allem im Vergleich mit der Konkurrenz.
| Prozessor | Intel Core i9-11900K | Intel Core i7-11700K | Intel Core i5-11600K |
|---|---|---|---|
| PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/2484160 | www.pcgh.de/preis/2484266 | www.pcgh.de/preis/2484489 |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | Ca. 550 €/mangelhaft | Ca. 400 €/ausreichend | Ca. 260 €/befriedigend |
| Für Mainboards mit | Sockel 1200 | Sockel 1200 | Sockel 1200 |
| Codename | Rocket Lake-S | Rocket Lake-S | Rocket Lake-S |
| Anzahl Kerne/Threads | 8c/16t | 8c/16t | 6c/12t |
| Basistakt (Turbo für alle und einen Kern) | 3,5 GHz (4,8-5,3 GHz) | 3,6 GHz (4,6-5 GHz) | 3,9 GHz (4,6-4,9 GHz) |
| L1-Cache (Daten/Befehle, je Kern) | 48 KiByte / 32 KiByte | 48 KiByte / 32 KiByte | 48 KiByte / 32 KiByte |
| L2-Cache (je Kern)/LLC (gesamt) | 512 KiByte / 16 MiByte | 512 KiByte / 16 MiByte | 512 KiByte / 12 MiByte |
| Heatspreader, Fertigung | Metall (verlötet), 14 nm | Metall (verlötet), 14 nm | Metall (verlötet), 14 nm |
| Ausstattung (20 % der Endnote) | 1,23 | 1,23 | 1,23 |
| Grafikeinheit | UHD 750 | UHD 750 | UHD 750 |
| Befehlssätze und Erweiterungen (Auswahl) | SSE bis 4.2, AVX bis 512, AMD-V, FMA3, AES | SSE bis 4.2, AVX bis 512, AMD-V, FMA3, AES | SSE bis 4.2, AVX bis 512, AMD-V, FMA3, AES |
| Integrierte PCI-Express-Lanes | 20× PCI-Express 4.0 | 20× PCI-Express 4.0 | 20× PCI-Express 4.0 |
| Eigenschaften (20 % der Endnote) | 1,99 | 2,00 | 1,98 |
| Speicherkanäle (maximale Geschwindigkeit) | 2× DDR4-3200 (G1) | 2× DDR4-2933 (G1) / DDR4-3200 (G2) | 2× DDR4-2933 (G1) / DDR4-3200 (G2) |
| TDP (Herstellerangabe) | 125 Watt | 125 Watt | 125 Watt |
| TDP (maximaler Boost) | 250 Watt | 250 Watt | 250 Watt |
| Leistungsaufnahme (Doom/Horizon/BF5) | 462/411/400 Watt | 429/401/369 Watt | 399/376/345 Watt |
| Leistungsaufnahme Spiele (Durchschnitt) | 398 Watt | 376 Watt | 352 Watt |
| Leistung (60 % der Endnote) | 1,09 | 1,47 | 1,76 |
| Spieleindex Avg (20 % der Leistungsnote) | 98,4 % | 92,5 % | 87,8 % |
| Spieleindex P1 (80 % der Leistungsnote) | 98,7 % | 92,2 % | 87,4 % |
| Endnote | Wertung: 1,30 | Wertung: 1,53 | Wertung: 1,70 |
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Einerseits ne ansehnliche Leistung da noch hinzukommen in 14nm, andererseits natürlich auch ein bisschen peinlich für so einen Konzern nicht mehr draufzuhaben.
Wirklich spannend dürfte sowieso erst das Duell Alderlake gegen ZEN4 werden. Bis dahin ist nüchtern betrachtet wohl nur der Preis entscheidend für den Normalnutzer.
Im Moment muss Alderlake nur mit den bisher unveränderten Zen3 kämpfen und steht im Bereich bis 8 Kerne da auch ganz gut da.
Vielleicht sehen wir noch Zen3 refresh (mit oder ohne IF cache) gegen Alderlake, aber Zen4 wird sich dann schon mit intel next gen vergelichen müssen.
Was ich hier allerdings als Problem sehe: Die "kleinen" CPUs von Rocket Lake kommen nicht in den Genuss von UHD 7x0, sondern nur die größeren Modelle. Diese landen aber nicht unbedingt in Rechnern, in denen nicht ohnehin ein dedizierte Grafikkarte zum Einsatz kommt. Wer auf einen Office-Rechner oder einen Multimedia-PC schielt, der in ein paar Jahren noch zeitgemäße Grafikausgabe bietet, kann die komplette i3, Pentium- und Celeron-Riege von Rocket Lake vergessen, denn die hat weiterhin nur UHD 630.
Das ist ja das, was ich bemängelt habe. Entweder man testet und empfiehlt eine Grafikkarte auf die Spieletrauglichkeit oder im Gesamten. Hier hat man Dinge mit bewertet, die pro Intel sprechen und Dinge weggelassen, die pro AMD sprechen. Kann man machen, ist aber nicht seriös.
i9-10900K (Intel® UHD-Grafik 630)
HDMI 1.4b (4096x2160@30Hz), DisplayPort 1.2 (4096x2304@60Hz), eDP 1.4 (4096x2304@60Hz)
DirectX 12, OpenGL 4.5, Vulkan 1.0, Quick Sync Video, InTru 3D, Clear Video HD, 3x Display Support, H.265 encode/decode, VP9 encode/decode, HDCP 2.2
i9-11900K (Intel® UHD Graphics 750)
HDMI 2.0b (4096x2160@60Hz), DisplayPort 1.4a (5120x3200@60Hz), eDP (5120x3200@60Hz)
DirectX 12.1, OpenGL 4.5, OpenCL 3.0, Vulkan 1.0, Quick Sync Video, InTru 3D, Clear Video HD, 3x Display Support, H.265 encode/decode, VP9 encode/decode, AV1 decode, HDCP 2.3
Und ja, sowas zählt für mich zur Leistung der Grafikkarte/des Grafikchips. Wenn ich kein UHD@60Hz nutzen kann, mag die IGP in ein paar Jahren wirklich nur noch als Notfall-Ausgabe nutzbar sein.
Alles kein Grund, einne i9-11900K anstatt einen R9 5950X zu kaufen aber, je nach Anwendung (NICHT Spielen) eine Intel-Desktop-CPU anstatt einer AMD CPU zu kaufen. Nur weil Intel etwas als Gaming-CPU bewirbt ist die Nutzung abseits vom Gaming zum Glück noch nicht verboten.