Intel Core i3-10300 und i3-10100: Laut Benchmarks langsamer als Ryzen 3 3300X
Bereits vor einigen Tagen wurden neue Einstiegsprozessoren von AMD gesichtet. Der Ryzen 3 3100 und der Ryzen 3 3300X sollen die Matisse-Serie als Vierkerner nach unten hin abrunden - vermutlich als Antwort auf Comet Lake-S. Benchmarks zufolge halten sie Intels nächste 14-nm-Generation in Schach. Der Vergleich gilt dem Core i3-10300 und Core i3-10100.
Es tut sich was an der CPU-Front. Leaks und Spekulationen schießen ins Kraut, was untermauert, dass Intel in nächster Zeit Comet Lake-S präsentiert, so die Coronakrise keine weiteren Verzögerungen bedingt. Dazu passt, dass vor wenigen Tagen zwei neue Ryzen-Prozessoren die Runde machten. Der Ryzen 3 3100 und der Ryzen 3 3300X sollen offenkundig ältere Vierkerner ersetzen. In diesem Segment hatte AMD Matisse bisher nicht in Stellung gebracht, sondern weiterhin ältere Architekturen im Sortiment. Comet Lake-S setzte die Amerikaner um Lisa Su wohl unter Zugzwang und wie es scheint, tat man gut daran, sich im Einstiegssegment neu zu positionieren. Benchmarks nach kann AMD den Core i3-10300 und den Core i3-10100 ganz gut in Schach halten.
Alle Werte sind natürlich nur eine Momentaufnahme. Offizielle Tests liegen nicht vor und der Cinebench ist auch nur eines von vielen möglichen Szenarien. Aber zumindest da behaupten sich die kleinen Ryzens ganz gut gegen Comet Lake-S, wenn man denn der Datenbank von CPU-Monkey Glauben schenkt. Der Ryzen 3 3300X hält beide Intel-Chips sogar leicht auf Distanz. So erreicht der Ryzen 3 3300X im CB20 (Singlecore) einen Wert von 491, der ähnlich aufgebaute Core i3-10300 aber nur einen von 457. Auch beim Multi-Threading geht AMD in Führung, wenngleich sich der Unterschied mit 2.341 zu 2.330 Punkten doch recht gering ausnimmt. Beide CPUs sind sich in ihren Spezifikationen nicht unähnlich. Vier echte Kerne und doppelt so viele Threads beschleunigt AMD mit 3,8 beziehungsweise 4,3 GHz. Ebenso viele echte und virtuelle Rechenherzen taktet Intel mit 3,7 und 4,4 GHz. Die TDP soll in beiden Fällen bei 65 Watt liegen.
Klarer Vorteil gegenüber Zen 1
Der Core i3-10100 und der Ryzen 3 3100 unterscheiden sich laut den hinterlegten Spezifikationen von den beiden höherrangigen Chips nur bei den Taktraten. Bei AMD beträgt die Frequenz 3,6 und 3,9 GHz, bei Intel sollen es 3,6 und 4,3 GHz sein. Durch den deutlich höheren Turbotakt schlägt der Core i3-10100 laut CPU-Monkey den Ryzen 3 3100 dann tatsächlich auch im Singlecore-Test. 448 und 444 Punkte entsprechen effektiv aber eher einer Pattsituation als einem klaren Sieg. Auch der beim Multi-Threading erreichte Score von 2.284 dürfte AMD - der Ryzen 3 3100 kommt auf 2.154 Punkte - nicht unbedingt vor Neid erblassen lassen. Aber dieser Sieg ist zumindest eindeutig.
Mehr zum Thema: AMD Ryzen 3000: Zwei neue Vierkerner gegen Comet Lake S? [Update: Preise]
Die Kollegen vom 3D-Center haben sich an der Stelle noch die Mühe gemacht, einen Vergleichswert für den Ryzen 5 1500X herauszusuchen, einem Ableger der ersten Zen-Generation. Der Vierkerner, den AMD auf 3,5 beziehungsweise 3,7 GHz spezifiziert, lässt mit 341 und 1.811 Punkten dann doch einiges an Federn. Zen 2 ist deutlich flotter unterwegs und das braucht es anscheinend auch, damit man Comet Lake-S im unteren Preissegment die Stirn bietet.
Ich selbst würde mit begrenztem Budget die 60€ mehr eher in den 3600 stecken
und irgendwann später ne dickere GPU nachrüsten.
Allerdings sind die 60€ auch der Sprung von z.B. einer 1660 non Super (210-220€) zur 5600xt (280€).
Dadurch hat man halt fürs gaming auch spürbar mehr leistung als durch die schnellere CPU.
Wenn man am System lange nichts verändern will, ist das vermutlich die bessere Variante.
IPC ist schwierig, das hängt zu sehr an den Anwendungen. Ob jetzt Spiele, oder produktive ist egal. Auch bei Tomshardware gab es einen Tests der zeigte, das der 9900k auch produktiv nicht immer die schlechtere Wahl ist, als das ZEN 2 Angebot.
Ich weiß auch das AMD mit ZEN in manchen bereichen schneller ist, auch absolut, nicht nur pro Takt.
Ich gehe immer erstmal von Stock aus, jetzt bezogen auf deine Ausführungen zum 1600 und 2600. Ansonsten muss man auch erwähnen, wenn es um Spiele geht, das auch der Intel , sogar ein öder 6700K massiv von RAM OC profitiert. Ein Beispiel, gerade noch einen Tests der PCGH in der Hand gehabt, The Wichter 3 von Stock zu 3600MHz Ram knapp 30% mehr min Fps im CPU Limit. In Far Cry (Teil ?) sind es noch fast 25%. Timings waren auch je Takt angepasst. Als 2133 CL14, was ein übliches Speicherkit damals auch hatte und 3600 waren glaube ich CL16, was zum Beispiel mein Kit auch schafft bis knapp 3700MHz.
Für einen Neukauf lohnen sich für mich halt die 60 Euro Aufpreis zum 3600, im Vergleich zum 1600. Der 3600 ist im Testschnitt 31% schneller, als der 1600 (12nm)
Ich hänge auch nicht an einem Spiel.
Es geht mir doch garnicht um 1600/2600 gegen Intel. Sondern der 3600 ist einfach so viel schneller. Das sich 20 Euro sparen nicht lohnen.
Einer meinte auch gerade schon schlau, auf ein Update fürs Spiel warten... Das machen die User schon seit knapp über zwei Jahren und es wurde jetzt erst für in über einem Jahr in Aussicht gestellt.
Außerdem ist hier auch kein anderer Intel empfehlenswert. Meinen 6700k schafft 4,85ghz und damit ist auch mit einem 9700k nicht mehr so viel takt Potential.
Es ging eben nicht um AMD vs Intel.
Habe mir den test des 1600 12nm und der bestätigt meine Aussagen perfekt.
Gerade deine Aussagen zur IPC noch gesehen.
Ich habe die IPC von ZEN nicht wirklich angesprochen, nur das es in Spielen auch anders ist, ganz besonders in meinem Beispiel. In diesem Beispiel, genau wie ich schrieb ist ein ZEN 2 pro Takt nicht schneller, als ein Skylake. Damit schreibe ich nicht, das Skylake eine gleiche IPC hat.
Wobei mir generell neu wäre, das AMD die grundsätzlich höhere IPC hat. Hierzu gab es mal Tests, mit einem Taktreduzierten 9900k, der dennoch minimla schneller war, als ein gleich taktender 9900k.
Auch gibt es zwischen 9900KS und 6700k keine wirkliche Steigerung der IPC.
4GHz CPU Battle: Ryzen 3900X vs. 3700X vs. Core i9-9900K - TechSpot
Auch immer interessant. In Cinebench und einigen Anwendungen ist der 9900k etwas langsamer, als die ZEN2 . In Games nicht. BEI GLEICHEM TAKT IN DEM TEST. Das aber nur am Rande, da es nicht um AMD vs Intel ging.
2.) zwischen 1600 (12nm) und 3600 liegen aber de facto nicht 20 EUR, sondern 60 EUR. Ausgehend vom 1600 sind das 60% Mehrpreis, der 3600 ist aber gar nicht viel schneller, viele der Benches beim 3600 sind ja bereits mit 3200er RAM ausgeführt, wenn du dem 1600er die gleiche Basis gibst, beschleunigt er auch noch mal gut durch, denn auch Zen+ profitiert massiv von schnellem RAM.
3.) Es ist aber aktuell ziemlicher Fakt, dass AMD die (über die gesamte Basis gesehen) höhere IPC hat, Intel kann mit 14nm derzeit einfach viel mehr Takt, dennoch kommen sie ja in Anwendungen nicht mit. Die IPC auf den Bereich Games bezogen mag da ganz anders aussehen, werde mir deinen Link mal zur Gemüte führen. Aber tendenziell hat Intel hier eigentlich immer einen Vorsrpung, weil sie mehr Takt liefern. Die IPC ist für mich aber mehr als die Leistung pro Takt in Games, daher liegen wir hier in der Definition auseinander. IPC ist halt ein gefährliches Wort und eigentlich in Games nicht sinnvoll meßbar. Leistung je Takt in Games ist aber auch eher so, dass beide gleichauf liegen.
P.S.
Gerade den Link mal verfolgt. Zeigt recht deutlich was ich unter 3.) versucht habe auszuführen. Gemessen wird hier Leistung pro Takt und das auch noch relativ oberflächig. Wenn ich bedenke, dass man einige Spiele mit Vulkan getestet wurden und spätestens (selbst bei DX11 werden ja schon Aufgaben der CPU durch die GPU erledigt) dadurch ist eigentlich gar nicht mehr die IPC der CPU abzubilden. Ansonsten ist der Vorsprung in Anwendungen (glaube nur Corona lag der Intel vorne) schon sehr deutlich und für mich eher der Begriff IPC als das in Games, inbesondere wenn Vulkan und DX12 zum Einsatz kommen. Aber wenn wir in dem Bereich andere Definitionen haben, dann soll das so sein.