Ryzen 7 2700X vs. Core i7 8700K und mehr: Cities Skylines im CPU-Limit

Die mit Sim City groß gewordenen Aufbausimulationen erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit bei einer nach wie vor großen Fangemeinde. Derzeit gilt das besonders für Cities: Skylines von Colossal Order Ltd., das im Gegensatz zu Cities XL auch bei den User-Wertungen auf Steam "sehr positiv" abschneidet. Wir prüfen anhand der Map "Manhatten New York" aus dem Steam Workshop, wie sich aktuelle Prozessoren bei der Städtebausimulation schlagen.

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Ryzen 7 2700X vs. Core i7 8700K und mehr: Cities Skylines im CPU-Limit
Quelle: PC Games Hardware

Aufmerksame und regelmäßige PCGH-Leser speziell Plus-Leser und der Printausgabe #211 werden es sicherlich bemerkt haben: Der CPU-Parcours ist kürzlich umgestellt und aktualisiert worden. Im Zuge dessen haben wir die auch bei PCGH-Lesern äußerst beliebte Städteplanungs-Simulation Cities: Skylines inklusive eines Add-ons aus dem Steam Workshop zur Performance-Beurteilung aktueller Prozessoren herangezogen. Hier eine Zusammenfassung zur Technik und zum verwendeten Benchmark:

  • Engine von Cities Skylines: Unity, ein vielseitiger und verbreiteter DirectX-11-Unterbau
  • Besonderheiten von Cities Skylines: Aufwendige Simulation einer lebendigen Stadt
  • Einstellungen von Cities Skylines: Max. außer AA/AF/DoF; max. Simulationsgeschwindigkeit
  • Benchmarkszene von Cities Skylines: New-York-Map aus Steam-Workshop; sehr CPU-lastig

Cities Skylines - Steamworks-Map Manhattan

Das 2015 erschienene Cities: Skylines ist zwar nicht mehr taufrisch, jedoch ein viel gespielter Dauerbrenner - 4,5 Millionen Käufer laut steamspy.com können nicht irren. Diesen Erfolg hat das Spiel vor allem dem umfangreichen Workshop-Support zu verdanken, denn hier finden sich unzählige von Nutzern erstellte Karten, Mods und Objekte. Für unseren Benchmark bedienen wir uns ebenfalls im Steam Workshop, und zwar bei der großen Map "Manhattan New York" vom Steam-User sMario91, welche wir inklusive ihrer automatischen Abhängigkeiten zusätzlich zum Hauptspiel installieren.

Cities Skylines PCGH Benchmark 00 Quelle: PC Games Hardware Cities Skylines PCGH Benchmark 00 Wir testen einen Durchflug durch Manhattan bei nächtlicher Beleuchtung. Wir fliegen vom Rand der Map durch die Thompson Avenue, einen Kreisverkehr und dann den Vermont Boulevard hinauf, bis dieser an der Foggy Avenue endet. Das Ganze dauert circa 20 Sekunden und führt uns am kompletten Central Park und später dem Madison Square Park vorbei. Wir nutzen dabei die Höhenstufe 10 (von unten gezählt), da sie eine noch hübsche Detailfülle bei gleichzeitig annehmbarer Geschwindigkeit bietet - beides ist wichtig, um die Streaming-Last nicht zu gering ausfallen zu lassen. Zusätzlich belasten wir das System mit maximaler Simulationsgeschwindigkeit (Stufe 3 statt 1).
Wir verzichten bei den Grafikoptionen auf Effekte, die vornehmlich oder nur die Grafikkarte anstelle der zu testenden CPU belasten und testen in 1.280 × 720 ohne VSync und im "Fullscreen"-Mode, der bei Unity-Engine-Spielen meistens ein Borderless-Window-Mode ist. Bei den "Preferences" schalten wir alle Optionen ab: Color Correction Override, Depth of Field Type und Amount sowie Film Grain Amount. Die "Quality Settings" bleiben mit Ausnahme von Anisotropic Filtering und Anti-Aliasing auf höchster Stufe. Beim Gameplay verzichten wir, reproduzierbaren Werten zuliebe, auf die Nutzung dynamischen Wetters. Zusätzlich blenden wir entfernte Icons sowie In-Game-Guide popups aus. Der Tag-Nacht-Zyklus bleibt an.

Mit knapp 279.000 Einwohnern handelt es sich bei der Manhattan-Map noch nicht um einen Worstcase, der CPU-Hunger ist dennoch enorm.

Cities Skylines "Manhattan New York": CPU-Performance

Für diesen Benchmark haben wir zwölf brandaktuelle, beliebte oder verbreitete Modelle aus Intels Core- und AMDs Ryzen-Riege vermessen. Von besonders hohen Kernzahlen profitiert Cities: Skylines auch im CPU-Limit nicht. Der Quadcore i7-7700K hält noch sehr gut mit, ebenso der ältere i7-4790K. Ganz im Gegensatz dazu schneiden die Kernmonster Ryzen Threadripper TR-1950X und Core i9-7980XE ehr schwach ab - selbst ein günstiger Sechskerner wie der Ryzen 5-1600 ist flotter. Auch vierkanaliger Speicher beflügelt die Fps-Rate offensichtlich nicht, denn sonst könnte sich der i7-7820X sicherlich besser von i7-6700K und -7700K absetzen, die zudem sogar über weniger Kerne verfügen - durch intelligente Turbo-Funktionen sind die realen Taktunterschiede nicht so ausgeprägt, wie die Angabe der Basis-Taktraten im Benchmark glauben macht.

Sogar Simultaneous Multithreading, bei Intel unter dem Marketingnamen Hyperthreading laufend, wirkt sich leicht kontraproduktiv auf die Ergebnisse aus, wie der Vergleich zwischen Core i7-8700K (SMT) und i5-8600K (kein SMT) mit jeweils sechs Kernen zeigt. Denn trotz leicht geringerer Taktrate ist der i5 etwas flotter unterwegs als sein größeres Schwestermodell. Spielen Sie viel und lange Cities Skylines, kann es sich also lohnen, im UEFI SMT zu deaktivieren.

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    • Kommentare (81)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von fire2002de Software-Overclocker(in)
        Ist das nicht der Teil gewesen wo man online sein muss ?
      • Von fire2002de Software-Overclocker(in)
        Ist das nicht der Teil gewesen wo man online sein muss ?
      • Von Rolk Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von interessierterUser
        Manche Spiele sind aber so gut, dass man sich dafür einen neuen Rechner anschafft. Massstäbe zu setzen kann sich lohnen. Hast Du schonmal Star Citizen näher angeschaut und dessen Skalierung?
        Für X4 würde ich das machen, wenn es so wird wie ich mir ein X vorstelle.
      • Von derneuemann Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Berkeley
        Dann kauf sie dir und denk am besten garnicht darüber nach, dass diese CPU ohne die starke Konkurrenz von AMD weiterhin 200€ kosten würde anstatt mittlerweile nur ca. 160€... Geiz ist geil, langfristiges und globales Denken zu kompliziert. Den eigenen Nutzen kurzfristig maximieren, aber gleichzeitig langfristig minimieren, in dem ein Monopol in Kauf genommen wird... Der "beste" Preis für diese CPU bei Intel ist nicht rein zufällig vom Himmel gefallen... Falls aber Zukunft kein Druck von AMD kommt, werden die Preise bei Intel wieder genau dorthin steigen.

        Für mich persönlich ist keine Intel CPU die beste, solange AMD konkurrenzfähige CPUs anbietet. Ob ich jetzt bei Intel 20€ sparen oder 5% mehr Leistung in Spielen erzielen kann (um damit irgendwelche Zwangsneurose zu befriedigen), ist mir egal. Kurzfristig sicher ganz ganz toll... Nur um langfristig wieder 7 Jahre "Intel only" in Kauf zu nehmen. Nein danke.
        Mein Gott, man kann es nicht mehr hören. Dann seid ihr doch mal froh, denn ohne Intel hätte AMD nie einen Grund gehabt, sich mal nach Jahren der hoffnungslosen Unterlegenheit wieder zu berappeln und wieder ernsthaft mitzuspielen.

        Zitat von HardlineAMD
        Nur hat AMD nie mehr als 30% Marktanteil gehabt, wenn überhaupt. Also spar dir dein lächerliches Gesülze. Es wird niemals passieren, das irgendwann nur noch AMD gekauft wird, weil es solche Leute wie dich in rauen Mengen gibt.
        Einfach mal die Preise vor und nach dem RyZEN-Release betrachten.
        Deine Argumentation ist für mich schlicht lächerlich.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von interessierterUser
        Manche Spiele sind aber so gut, dass man sich dafür einen neuen Rechner anschafft. Massstäbe zu setzen kann sich lohnen. Hast Du schonmal Star Citizen näher angeschaut und dessen Skalierung?
        Nein, als Mainboard- und Kühler-Teste gucke ich mir beruflich nur selten Spiele an und privat habe ich ehrlich gesagt aufgehört, meine Zeit mit Alpha- und Beta-Versionen zu verschwenden. Ich meide selbst Release-Versionen zugunsten fertig ausgepatchter Spiele – das Leben ist zu kurz für Bugs, unvollständige Inhalte und reine Tech-Demos. Ganz abgesehen davon, dass ich mit einem Vierteljahrhundert Gaming-Geschichte im Rücken mehr als genug gute Titel auf Halde liegen habe und in EGA schon mehr Spaß hatte als mit manch aktuellem Grafikfeuerwerk.

        Hochwertige Spielinhalte und neue Ideen sind dagegen immer gern gesehen und können definitiv den Verkauf eines Spiels (sowie von Hardware) ankurbeln – sogar an mich. Das ist aber eben nicht die Baustelle "Performance Optimierung". Im Gegenteil: Im Streit um Entwickler-Ressourcen und Budget müssen sogar entweder-oder-Entscheidungen getroffen werden. (Wenn man nicht Chris Roberts heißt und irgendwann fertig werden will. )
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Noch nicht gespielt. Viel positives von gelesen und gehört. Irgendwann hole ich mir das auch mal.
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