Cities Skylines 2 im Tech-Test: Hardware-Sprenger mit Performance-Problemen [Update]
Aktualisiert: Am 24. Oktober ist es so weit: Cities Skylines 2 erscheint für den PC. Doch zu Beginn hat der Titel mit heftigen Performance-Problemen zu kämpfen, wie PCGH im ausführlichen Test einer Review-Version zu spüren bekam. Begrüßen Sie das vermutlich Hardware-hungrigste Spiel bis dato! Stimmt der Gegenwert oder wird die Hardware umsonst gegrillt?
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Aktualisierung vom 21.10.2023: Auf vielfachen Wunsch haben wir nun auch ein Video zum Thema Performance in Cities Skylines 2 veröffentlicht. In der Beschreibung dazu heißt es: "Fans von Aufbau-Spielen blicken sehnsüchtig auf den Release am 24.10. von Cities: Skylines 2. Allerdings gibt es bereits vom Hersteller selbst schon eine Perfomance-Warnung und die Anforderungen sind doch noch gestiegen. Wie sich das in unseren ersten Benchmarks widerspiegelt, sehen Sie in diesem Video!".
Originalartikel vom 19.10.2023: Für Fans von Aufbau-Spielen ist es wohl der Release des Jahres, ungeachtet der Performance-Warnungen durch den Entwickler: Colossal Order und Publisher Paradox Interactive schicken mit Cities: Skylines 2 den Nachfolger des Städtebau-Simulators ins Rennen. Am 24. Oktober erscheint der Titel für den PC, Konsolen-Spieler müssen sich noch etwas gedulden. Die Fußstapfen, in die der Nachfolger tritt, sind groß, galt der Vorgänger als durchweg gelungen und Bezwinger des Platzhirsches Sim City.
Die Entwickler von Colossal Order waren sich dieses Umstands bewusst. In einem Interview gaben erst kürzlich zwei Game-Designer an, man habe sich lange darüber den Kopf zerbrochen, wie man dem City-Builder einen würdigen Nachfolger verpassen könnte. Die Implementierung einiger Community-Wünsche stand dabei zentral im Fokus. Bereits in den vergangenen Wochen sind einige Tutorials des Entwicklers erschienen, welche die neuen Mechaniken vorstellen. Wie sich Cities: Skylines 2 tatsächlich schlägt, erfahren Sie nun im Test. Dabei soll vor allem die Technik im Vordergrund stehen.
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Cities: Skylines 2: Diese Neuerungen erwarten Sie
Das Rezept scheint vielversprechend: Man nehme eine erfolgreiche Simulation, würze sie mit neuer Technik sowie besserer Grafik und füge Features hinzu, die dem Vorgänger fehlten. Auf den ersten Blick macht der Nachfolger von Cities: Skylines alles richtig. Dass die Spieler-Interessen bei der Entwicklung im Vordergrund standen, ist durchaus glaubhaft. So unterrichtete das finnische Entwicklerstudio seine Fans regelmäßig mit Updates, ging auf Fragen und Kritik ein. Doch reicht das alleine aus, um die ultimative Aufbau-Simulation zu entwickeln?
Wir blicken zunächst auf das Gameplay. Obwohl der zweite Teil deutlich komplexer ist als sein Vorgänger, fällt es nicht allzu schwer, sich in die neuen Mechaniken einzuarbeiten. Grundlegend spielt sich Cities: Skylines 2 wie sein Vorgänger, auch der Aufbau des Menüs ist sehr ähnlich. Die größten Änderungen finden sich im Wirtschafts-System, im Straßenbau-Tool und in zusätzlichen Gameplay-Features. Während der Straßenbau leicht von der Hand geht, benötigt man für die neuen Gameplay-Inhalte etwas Einarbeitungszeit. Insgesamt lässt sich das Spiel jedoch einsteigerfreundlich spielen. Eine zusätzliche Hilfe ist, dass wir für jedes Spiel-Feature ausreichend Informationen erhalten. Generell wirkt Cities: Skylines 2 wie eine Weiterentwicklung des Vorgängers. Mehr braucht es allerdings auch nicht, bot der Vorgänger bereits eine hervorragende Simulation.
Das Verkehrs-System war ein großer Kritikpunkt am Vorgänger. Wuchs die Stadt auf eine gewisse Größe an, wurde man den Blechmassen auf den Straßen kaum noch Herr. Dabei gab es durchaus einige Funktionen, um dies zu verhindern: So konnten Bahnstrecken, Straßenbahnen und U-Bahnen platziert oder das Verkehrsnetz mit Tunneln, Brücken und Umgehungsstraßen aufwendig umgebaut werden. Einer der größten Stau-Verursacher waren dabei Kreuzungen. Dies ändert Teil Zwei nun, mit einem praktischen Kreisverkehr-Tool. Zunächst kann man die Größe des Kreisverkehrs wählen und ihn anschließend mit einem einfachen Klick auf die bestehende Kreuzung platzieren. Eine weitere Neuerung ist, dass Straßen nachträglich verändert werden können. Sollen am Wegesrand Bäume oder Lärmschutzwände stehen, so muss die Straße dafür nicht mehr komplett abgerissen und neu errichtet werden. Das entsprechende Feature wird einfach zum bestehenden Weg hinzugefügt. Auch ein Upgrade zu einer größeren Straße gelingt leicht, indem man diese einfach über die bestehende Fahrbahn zieht. Die Bauzonen werden dann entsprechend angepasst. Dies spart dem Spieler immer wieder viel Zeit und Nerven. Neu hinzugekommen sind Parkplätze, welche besonders bei hoher Dichte unverzichtbar sind. All diese Features fanden ihren Ursprung als Modifikationen im vorherigen Serienteil. Eine Herausforderung bleibt das Verkehrsaufkommen nach wie vor. Mithilfe des neuen Bau-Menüs kann man dieser jedoch nun angemessen entgegnen.
Quelle: PC Games Hardware
Die Versorgungs-Netze in Cities Skylines 2 sind komplexer als im Vorgänger. Das stellt nicht nur Neulinge vor eine Herausforderung. Zum Glück gibt es für jedes Bau-Menü genügend Infos.
Neue Features aus Modifikationen
Aber auch an anderer Stelle lassen sich die Auswirkungen des Community-Feedbacks erkennen. So ist Cities: Skylines 2 deutlich umfangreicher, indem neue Features Einzug in das Spiel hielten. Unter dem Reiter "Kommunikation" muss der Spieler seine Bürger nun mit einem Post-System und Breitbandausbau versorgen. Sind diese Kriterien nicht erfüllt, steht das der Zufriedenheit der Bürger im Wege. Öffentliche Einrichtungen wie Schulen oder Krankenhäuser können jetzt stärker erweitert werden. Das Feature, welches wir schon von Sim City (2013) kennen, sorgt dafür, dass aufgerüstete Gebäude effizienter arbeiten.
Weiterhin müssen Straßennetze jetzt instandgehalten werden, die Strom- und Wassernetze sind umfangreicher und auch das Schulsystem bietet mehr Möglichkeiten. Letzteres lief in unserem Test allerdings bisher nicht perfekt. So haben Grundschulen wie bisher eine bestimmte Reichweite, in der Sie von den Bürgern erreicht werden können. Ist eine entsprechende Schule in der Nähe, ist das Bildungsbegehren der Bewohner gestillt. Bei höheren Schulen funktioniert dies allerdings noch nicht. Zwar gibt es eine Nachfrage, die mit dem Bau von Schulen befriedigt werden kann, allerdings wird dabei keine Reichweite angezeigt. Ist eine entsprechende Schule zu weit weg, sind die Bürger jedoch unzufrieden. Das lässt darauf schließen, dass alle Schul-Typen auf dasselbe System setzen, welches in unserer Testversion allerdings bis jetzt nicht richtig funktioniert.
Der neue Aufbau der Versorgungsgebäude sorgt auch bei Kennern von Cities: Skylines für eine gewisse Einarbeitungszeit. Stromwerke liefern ihren Strom so etwa nicht mehr automatisch in das Netz, sondern benötigen ein Umspannwerk. Auch die Wasserversorgung ist aufwendiger. Setzt man auf nachhaltige Quellen bei der Stromversorgung, wie Solar oder Windkraft, muss die Netzabdeckung während der erzeugungsschwachen Zeit mittels Energiespeichern sichergestellt werden.
Eine weitere Neuerung ist der Wechsel der Jahreszeiten. Zwar wirkt sich dieser nicht direkt auf das Spielgeschehen aus, ist aber konsequent umgesetzt und daher schön anzusehen. Neben dem Farbwechsel der Bäume erhalten wir so eine verschneite Stadt im Winter.
Kapitalismus pur
Das Wirtschafts-System funktioniert grundlegend ähnlich wie das des Vorgängers. Allerdings ist der Erfolg der Produktions-Betriebe nun von mehr Faktoren abhängig. Vor allem der Zugang zu Arbeitnehmern, Abnehmern und Ressourcen spielen eine größere Rolle als bisher. Es gilt deshalb, eine ausgewogene Stadt zu bauen. Zwar sollten die einzelnen Viertel aufgrund von Lärmbelastung und Umweltverschmutzung nach wie vor getrennt bleiben, jedoch ist es ratsam, diese nicht völlig in einer Ecke der Karte zu platzieren. Auch die Ressourcen nehmen eine bedeutendere Stellung ein. Zwar gab es schon im Vorgänger die Möglichkeit, spezielle Zonen zu errichten, um bestimmte Rohstoffe zu fördern, dieses Feature wurde aber komplett geändert.
So werden nun keine Bereiche mehr erstellt, in denen sich Unternehmen ansiedeln, welche sich auf den Rohstoff-Abbau spezialisieren. Stattdessen muss ein Spezialgebäude über der entsprechenden Ressource platziert werden. Dieses versorgt dann die gesamte Stadt mit dem jeweiligen Rohstoff. Die Fördermenge ist dabei abhängig von der Größe der Rohstoff-Quelle und dem zugeteilten Abbau-Gebiet. Die Unternehmen in Cities: Skylines 2 sind außerdem stärker von den Ressourcen abhängig als bisher. Ist ein bestimmtes Gut nicht lokal erhältlich, muss es importiert werden, was durchaus teuer sein kann. Zwar gibt Colossal Order an, dass man die Ressourcen-Erschließung nicht unbedingt für eine erfolgreiche Wirtschaft benötigt, wir empfehlen es allerdings trotzdem. Vor allem bei einer eng geschnürten Stadtkasse sorgt die heimische Ressourcen-Förderung für zusätzliche Einnahmen.
| Cities: Skylines 2 | Mindestanforderungen (ALT) | Mindestanforderungen (NEU) | Empfohlen (ALT) | Empfohlen (NEU) |
|---|---|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10 Home 64 Bit | Windows 10 Home 64 Bit | Windows 10 Home 64 Bit, Windows 11 | Windows 10 Home 64 Bit, Windows 11 |
| Prozessor | Intel Core i7-4790K | Core i7-6700K | Intel Core i7-9700K | Core i5-12600K |
| AMD Ryzen 5 1600X | Ryzen 5 2600X | AMD Ryzen 5 5600X | Ryzen 7 5800X | |
| Arbeitsspeicher | 8 GiB RAM | 8 GiB RAM | 16 GiB RAM | 16 GiB RAM |
| Grafik | Geforce GTX 780 (3 GiB) | Geforce GTX 970 | Geforce RTX 2080 Ti (11 GiB) | RTX 3080 (10 GiB) |
| Radeon RX 470 (4 GiB) | AMD-Äquivalent | Radeon RX 6800 XT (16 GiB) | AMD-Äquivalent |
Positiv hervorzuheben ist, dass sich die Ressourcen, im Gegensatz zum Vorgänger, regelmäßig erneuern. Somit gerät man auch nach stundenlanger Spielzeit nicht in eine wirtschaftliche Sackgasse. All dies herauszufinden, ist für Neulinge durchaus nicht offensichtlich. Hat man einmal den Dreh raus und beachtet alle Anzeigen, gedeiht die eigene Stadt jedoch ziemlich einfach.
Bekannte Steuerung mit Fehlern
Wer Cities: Skylines kennt, wird sich schnell mit der Bedienung zurechtfinden. Lediglich das neue Straßen-Tool steuert sich mitunter umständlich. Wer beim Anlegen von Straßennetzen perfektionistisch veranlagt ist, der kann im neuen Teil zeitweise Kopfschmerzen bekommen. Denn das Einrasten von neuen Wegen an bereits bestehende fällt sehr filigran aus, sodass auch beim Werkzeugmodus "Gerade" schnell krumme Raster entstehen. Das Bauen von Straßen und Tunneln im Gelände funktioniert bisweilen noch nicht ganz rund. Immer wieder lassen sich Straßen aufgrund von unverhältnismäßigen Kollisionen mit dem Gelände nicht platzieren. Dies könnte aber durch kommende Patches verbessert werden. Die üppigen Werkzeug-Funktionen können für Anfänger abschreckend wirken, müssen aber nicht benutzt werden. Sie richten sich an Aufbauspiel-Experten.

Dagegen läuft das erste Skylines richtig schlecht.
Ein Massiver Bug ist das es gerne mal crasht daher Autosave alle 5 Minuten ein.
Und dann die Performance?
Danke nein.