CPU-Marktanteile: AMD holt im ersten Quartal 2023 wieder auf
Die Analysten von Mercury Research haben die Marktanteile der Hersteller AMD und Intel im ersten Quartal 2023 veröffentlicht - trotz der turbulenten Zeiten kann AMD einen Zuwachs verzeichnen.
Die schlechten Geschäftszahlen der beiden Prozessor-Giganten haben es bereits angedeutet: Während Intel für das erste Quartal 2023 einen horrenden Finanzbericht vorlegen musste, konnte AMD letzte Woche zumindest vermelden, dass das erste Vierteljahr nicht ganz so katastrophal verlief. Die Zahlen spiegeln sich nun auch in der Analyse der Marktforscher Mercury Research wieder, die die x86-CPU-Marktanteile für diesen Zeitraum ausgewertet hat.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte AMD von einem Marktanteil von 27,7 auf 34,6 Prozent zulegen und Intel auf einen Anteil von "nur" noch knapp zwei Drittel zurückdrängen. Allerdings betont der Bericht, dass es sich hierbei um alle x86-Prozessoren handelt, also auch den in Konsolen wie der Playstation 5, Xbox Series X oder Steam Deck zu findenden CPUs mit in die Rechnung einbezieht. Grundsätzlich wurden allerdings so wenige Prozessoren verkauft wie zuletzt vor 30 Jahren.
In einzelnen Sparten kann AMD dem Mercury-Research-Bericht zufolge neue Höchststände feiern: Bei reinen Desktop-CPUs stieg der Anteil auf 19,2 Prozent, in Servern stammen wiederum 18 Prozent aller Prozessoren von AMD - beides bedeute neue Marktanteilrekorde. Jedoch ging das Mobil-Segment dafür zurück: Hier kann das Unternehmen nur noch auf einen Wert von 16,2 Prozent für das erste Quartal 2023 kommen; im Vorjahr waren es hier noch 22,5 Prozent.
Eine Anmerkung zu dem Bericht gibt es seitens Mercury Research dennoch: Aufgrund der hohen Lagerbestände beider Hersteller können die ausgewerteten Zahlen etwas verzerrt sein, da sowohl AMD als auch Intel Verkäufe in den Zwischenhandel ebenfalls einrechnen. Erst im zweiten Halbjahr soll dieser Faktor wieder zu vernachlässigen sein, da man bis dahin eine Entspannung des Marktes erwarte.
Quelle: Mercury Research via Tom's Hardware

Zum Glück folgten eine Runde später nicht nur Bulldozer, sondern auch die HD3000 und HD4000. So konnte die Veräußerung nahezu allen anderen Tafelsilbers AMD retten. Ohne diesen Erfolg oder wenn Intel damals tatsächlich auf GMA-Basis in die GPU-Markt gegangen wäre (anstatt mit Larrabee zu spielen)...
Intel könnte schon seit 2015 GPU Hersteller sein
Auch mag es sein, dass man da jetzt aufholt, aber wie man an Intel und deren GPU Treiber sieht sind heir Vorsprünge fot nur langsam aufzuholen.
Also gut: mag sein, dass man jetzt mehr Geld hat für QS, aber das kommt noch lange nicht an, es kommt noch nichtmal bei den QS Partnern an, wie oben beschrieben: wir haben hier unterschiedliche Verträge
Wenn AMD soviel verkauft hätte, wie sie produzieren konnten, wären etwaige Qualitätsprobleme und Rabattaktionen egal gewesen. Erstere waren es auch tatsächlich, allerdings aus anderen Gründen – die Qualität mag nicht perfekt gewesen sein (ich hatte nichts zu meckern), aber sie war dennoch ein Fortschritt gegenüber der Sockel-A-Zeit. AMD mag deswegen Probleme gehabt haben, weitere Marktanteile zu gewinnen, aber die bereits gewonnen stammten aus einer Zeit noch größerer Probleme. Einzig das Intel sich im zeitlichen Umfeld der ATI-Übernahme auf einen Preiskampf einließ, also die eigenen Preise parallel zu AMDs senkte und den Preisabstand nicht größer werden ließ, kann man gelten lassen.
Für Heimanwender war das wurst: in der Zeit mag es instabile Boards gegeben haben, das hat man aber nach Win98 eh ein paar Jahre so hingenommen, man war froh wenn der PC 2h durch funktioniert hat.
AMDs Athlon-64-High war schlichtweg nur zu einem (kleinen) Teil erkämpft, der (größere) Rest war geschenkt. Und das endete im Juli 2006, bekannt sowohl als "Monat der ATI-Übernahme" aber auch "des Conroe-Launches". Der Athlon 64 war gut gewesen (vor allem als X2), aber geglänzt hat er nur im direkten Vergleich mit den Netburst-Prozessoren, die vor allem in der 2004/2005er 90-nm-Generation so mies waren, wie ihr Ruf.
Und auch wenn es momentan anders ist/sein sollte (wir haben immer noch ganz andere Vorgaben von AMD wie Intel), bis die Änderungen eine Parität bringen dauert das noch einige Zeit.
Abgesehen davon ist es natürlich schwieriger eine neue Plattform (die nach oben offen sein soll) wie AM5 von Anfang an stabiler/sicherer zu machen, wie Intels alle 2 Jahre neu eingeführter Sockel mit minimalen Änderungen, die aber auch weniger auf Kompatibilität gedrillt sind.
Ich bin also durchaus Verständnisvoll, dass AMD hier noch nicht die Zuverlässigkeit haben kann wie Intel und mir ist deren Kundenfreundlicherer Ansatz auch prinzipiell lieber.
Richtig wäre, dass sie da aus deiner Sicht noch aufholbedarf bzw. einen Rückstand haben. Wobei ich das Softwareseitig auch nur bedingt sagen würde, da man mit Xilinx schon sehr viel Expertise hinzugewohnen hat. In manchen Punkten ist Nvidia voraus und AMD muss nachziehen aufholen, aber gilt auch andersrum für Nvidia und was die SW Qualität angeht muss ich als langjähriger Nvidianutzer, der erst seit "kurzem" eine AMD Grafikkarte nutzt sagen, dass sich beide hier wenig schenken.
Hinsichtlich dem professionellem Umfeld haben sie ja auch gut aufgeholt, da wurde die lezten Jahre schon einiges investiert.
Seitdem bin ich bei solchen Geschichten ziemlich vorsichtig und kaufe auch nie die neuste Revision bzw warte immer etwas ab, ob sich Probleme häufen.
Kritisch bewerte ich da eher so Sachen wie Specte und Meltdown oder der TLB Bug von AMD. Klar Bugs können immer auftreten, aber wenn sie Performance kosten ist das immer nicht so toll.
Aber was die Qualität betrifft ist man bei allen 3 Firmen aufjedenfall deutlich weiter im Vergleich zu vor 20 Jahren
- der wichtigste Faktor: AMD hatte gar nicht mehr Produktion: die eigenen Fabs waren voll ausgelastet, man KONNTE einfach nicht mehr herstellen. Fremdherstellung wie heute TSMC war noch 1-2 Jahre weiter hinten.
- dadurch hat man viele OEMs (hab damals selbst bei einem gearbeitet und nebenbei einem Familieninternen PC Laden ausgeholfen) auf mehrere Art und Weise verärgert: gewünschte CPUs waren lange Zeit nicht lieferbar. Demand war high, Verfügbarkeit niedrig. Oft war auch hier der Preis dann Verhandlungssache, wer mehr geboten hat, hat die CPUs vorrangig bekommen - die Preise von Intel waren damals als sogar bessser. Hinzu kam einfach, dass man Kunden verärgert hat mit langen Lieferzeiten von PCs, die Kunden scheren sich ja nicht darum (zu recht) warum der PC nicht kommt (weil die CPUs nicht da waren)
- Qualitätssicherung, speziell bei Drittherstellerboards: es gab damals eine große Auswahl an Boardherstellern, die Boards aber hatten kaum die Qualität von Intel Boards (klar, die waren ja auch auf den 10x Absatz eingestellt und testeten die viel länger/ausgiebiger). Wir hatten also oft das Problem, dass Kunden viel zurückgeschickt haben wegen Instabilitäten. Dann waren die identen Boards oft nicht lieferbar, Ersatzboards hatten andere Problemchen usw usf. Insgesamt hat eine (vom Balken her) schnellere Kombination mit AMD + Drittherstellerboards wesentlich mehr Troubles verursacht (und vor allem gekostet) als es Intel+Intel (im Paket) getan hat. Außerdem wurden bekannte Probleme (im Chipsatztreiber etc, etwa die 780G Causa) lange nicht gefixt. Die Kunden hatten Bluescreens und andere Probleme, AMD hat das gewusst, aber hatte nicht das Geld (oder den Willen) das zu lösen. Das hat dazu geführt, dass OEMs teilweise einen großen Bogen um AMD gemacht haben und "geholfen", dass Intel weiter bevorzugt wurde, hinzu kam die berühmte, aber bei den meisten kaum ausschlaggebende...
-... Intel-Rabattaktion.
Kurzum: es war komplex, lag aber hauptsächlich an den mangelnden Produktionskapazitäten von AMD.
Die Situation ist heute ähnlich, aber dann doch anders:
1) man produziert nicht mehr selbst, muss aber die Bestellung bei TSMC schon knapp 1 Jahr oder mehr im Voraus geben, wie viele Chips (eigentlich: Wafer) man haben möchte. Damit kann man nicht mal eben 50% der Chips produzieren
2) natürlich hat AMD immer noch weniger Geld für Qualitätssicherung und Softwareentwicklung zur Verfügung wie etwa Nvidia und Intel. Das sieht man auch da und dort. Dass CPUs durchbrennen oder Mainboards instabil laufen (wie etwa Linus immer mal wieder feststellt) ist aber trotzdem eher ein seltenes Problem heutzutage und mit der damaligen Zeit nicht vergleichbar. Inzwischen laufen die Systeme beider Hersteller wesentlich stabiler/zuverlässiger. Natürlich Intel mehr als AMD, das liegt einfach in der Natur der Sache, dass man bislang für unter 20 (AMD) und über 80% des Marktes entwickelt hat. Aber das wird besser und AM5 wird auch weiter reifen.
Wenn AMD soviel verkauft hätte, wie sie produzieren konnten, wären etwaige Qualitätsprobleme und Rabattaktionen egal gewesen. Erstere waren es auch tatsächlich, allerdings aus anderen Gründen – die Qualität mag nicht perfekt gewesen sein (ich hatte nichts zu meckern), aber sie war dennoch ein Fortschritt gegenüber der Sockel-A-Zeit. AMD mag deswegen Probleme gehabt haben, weitere Marktanteile zu gewinnen, aber die bereits gewonnen stammten aus einer Zeit noch größerer Probleme. Einzig das Intel sich im zeitlichen Umfeld der ATI-Übernahme auf einen Preiskampf einließ, also die eigenen Preise parallel zu AMDs senkte und den Preisabstand nicht größer werden ließ, kann man gelten lassen.
Wichtiger war im Heimanwender- und Büromarkt aber die andere Seite: Was man für sein Geld bekam.
AMDs Athlon-64-High war schlichtweg nur zu einem (kleinen) Teil erkämpft, der (größere) Rest war geschenkt. Und das endete im Juli 2006, bekannt sowohl als "Monat der ATI-Übernahme" aber auch "des Conroe-Launches". Der Athlon 64 war gut gewesen (vor allem als X2), aber geglänzt hat er nur im direkten Vergleich mit den Netburst-Prozessoren, die vor allem in der 2004/2005er 90-nm-Generation so mies waren, wie ihr Ruf. Als Intel endlich die weiterentwickelte Pentium-M-Architektur außerhalb des Mobile-Marktes anbot, war diese Freibier-Zeit für AMD vorbei. Und ausgerechnet da wurde erst die Einführung des Phenom 1 um bald ein Jahr verschoben, dann lief der wegen nicht konkurrenzfähiger AMD-Fertigung langsamer als erwartet und als i-Tüpfelchen hat man auch noch ein halbes Jahr lang versucht, den TLB-Bug tot zu schweigen, obwohl er in aller Munde war – mit dem Ergebnis das viele gar nicht betroffene Leute, insbesondere das gesamte professionelle Segment, vorsichtshalber Intel gekauft hat. Weil man sich mangels Informationen von AMD nicht sicher sein konnte, nicht betroffen zu sein.
De facto hat AMD also ein Jahr nur veraltete Produkte gehabt, dann ein Jahr unverkäufliche bis weit unterlegene und der Phenom II konnte den zeitlichen Rückstand auch nicht wieder einholen, nur ein weiteres Absacken verhindern. Das hat man den Marktanteilen natürlich angesehen. Parallel kamen die Folgen des ATI-Kaufs an sich – AMD schnitt sich selbst von der Versorgung mit High-End-Desktop-, mit Oberklasse-IGP- und vor allem mit aktuellen Workstation- und Server-Chipsätzen ab. Man erklärte sich selbst über Nacht zum größten Feind Nvidias, hatte aber insbesondere für den Nforce Pro auf Jahre hinaus gar keinen Ersatz parat.
Mit der heutigen Situation kann man die Lage somit aber gar nicht vergleichen: Weder AMD noch Intel haben Übernahmen getätigt, weder der eine noch der andere Produkte komplett vermasselt und mit Ausnahme von X3D, das aber nicht wie damals ganze Märkte bedient, gibt es auch keine sonderlich herausragende Technik. Stattdessen spielen heute das Wechselspiel zwischen stark beschleunigter Entwicklung bei TSMC und stark verlangsamter bei Intel sowie der von Corona ausgelöste Scheinzyklus im Absatz eine große Rolle; als Sonderfaktor kommen die Konsolen hinzu. (Und, wenn man sich statt x86-Marktanteilen die Bilanzen anguckt: Xilinx-FPGAs.)