CPUs und GPUs: Das erste Quartal lief gut, widersprüchliche Signale für die Zukunft
Im ersten Quartal 2024 wurden deutlich mehr Prozessoren und Grafikkarten ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum. Wie es mit den CPU- und GPU-Stückzahlen danach weitergeht, ist aber unklar.
Das Marktforschungsunternehmen Jon Peddie Research hat die Daten der gesammelten CPU- und GPU-Verkaufszahlen für das erste Quartal 2024 veröffentlicht. Verglichen mit demselben Quartal aus dem Vorjahr liefen die ersten drei Monate dieses Mal sehr gut. Der CPU-Markt ist um 33 Prozent gewachsen, bei den GPUs ging es um 28 Prozent nach oben.
Notebooks werden wichtiger
Jon Peddie Research zählt integrierte Grafikeinheiten dabei auch als GPU, sodass die meisten heutzutage ausgelieferten Prozessoren ebenso in die Statistik eingehen. Passend dazu ist Intel laut der Analyse auch weiterhin der GPU-Marktführer - mit einem Marktanteil von 66 Prozent. Darauf folgt Nvidia mit 18 Prozent und AMD mit 16 Prozent. Das Wachstum bei GPUs kommt dabei ausschließlich durch das starke Notebook-Segment zustande, in dem es 38 Prozent nach oben ging. Die Auslieferungen im Desktop-Markt gaben hingegen um sieben Prozent nach.
| Zeitraum | Intel | Nvidia | AMD |
|---|---|---|---|
| Q1 2023 | 68 % | 19 % | 13 % |
| Q4 2023 | 65 % | 18 % | 17 % |
| Q1 2024 | 66 % | 18 % | 16 % |
Passend dazu hat das Notebook auch bei den Prozessor-Stückzahlen an Bedeutung gewonnen. Im ersten Quartal 2024 waren 73 Prozent der ausgelieferten Chips für dieses Segment gedacht. Vor einem Jahr waren es hingegen "nur" 68 Prozent. Der Desktop-Markt verliert damit zunehmend an Bedeutung.
| Zeitraum | Notebook | Desktop |
|---|---|---|
| Q1 2023 | 68 % | 32 % |
| Q4 2023 | 69 % | 31 % |
| Q1 2024 | 73 % | 27 % |
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Mit Blick auf die kommenden Quartale gibt es laut Jon Peddie Research widersprüchliche Signale. Einerseits soll das von Microsoft, AMD und Intel angetriebene Marketing rund um KI-PCs die Verkaufszahlen spürbar positiv beeinflussen. Andererseits erwarten die Halbleiterfertiger angeblich eine niedrigere Liefermenge. Ob das Q2 2024 am Ende wieder ein Wachstum vorweisen kann, bleibt daher abzuwarten. Mit Blick auf einen längeren Zeitraum soll es aber zumindest bei GPUs durchaus nach oben geben: Bis 2026 erwartet Jon Peddie Research pro Jahr durchschnittlich um 3,6 Prozent höhere Stückzahlen.
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Quelle: Jon Peddie Research via Techpowerup

Die Festplattenpreise dürften gerne mal wieder bisle runter.^^