Danke, Ubisoft, für Spiele mit Herz - Ein Kommentar von Philipp Reuther
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne berichtet ein Redakteur über ein IT-Thema, das ihn in der vergangenen Woche bewegt hat. Zum Abschluss dieser Woche äußert sich Philipp Reuther über Spiele mit Herz.
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne berichtet ein Redakteur über ein IT-Thema, das ihn in der vergangenen Woche bewegt hat: Heute bemerkt Philipp Reuther, dass es abseits vom Triple-A-Mainstream einige Spiele gibt, die Emotionen wecken.
Ubisoft hat sich in der letzten Zeit nicht unbedingt beliebt bei uns Spielern gemacht. Watch Dogs ist zwar ein gelungenes Spiel geworden, doch der Hardware-Hunger des Hacker-Abenteuers ist für die gebotene Optik einfach viel zu hoch. Ein nachgeschobener Patch sollte diese Problematik lösen, doch offenbar erbrachte dieser nicht das Erhoffte. Trotzdem möchte ich Ubisoft meinen Dank aussprechen. Bevor Sie mir jetzt an die Gurgel gehen: Nein, nicht für Watch Dogs. Mir gefällt das Spiel zwar ganz gut, doch wirklich mitreißen kann mich der Titel nicht. Woran liegt das? Nun, ich bin schon seit vielen Jahren (mehr oder weniger) begeisterter PC-Spieler. Das Problem ist, dass ich als solcher in den virtuellen Welten schon vieles gesehen und erlebt habe. Damit mich ein Spiel wirklich beeindrucken kann, benötige ich frische Impulse. Und genau hier hat Ubisoft geliefert.
Ich meine damit zwei spezielle Titel, die durch ihr - im wahrsten Sinne des Wortes - malerisches Gamedesign einen Teil von mir ansprechen konnten, der von den meisten anderen Titeln völlig unberührt bleibt. Ich meine damit die Emotionen. Diese beiden Titel sind das jüngst erschienene Rollenspiel Child of Light und das in Bälde nachfolgende Valiant Hearts: The Great War. Beide sind von technischer und spielerischer Seite eher simpel. Die Spiele sind in 2D gehalten, Child of Light orientiert sich an japanischen Rollenspielen der 16-Bit-Ära, Valiant Hearts ist ein relativ einfach gehaltenes Puzzle-Spiel. Die gestalterische Kraft, die mitreißende Erzählstruktur und die tief bewegende, melancholische Stimmung ist dagegen meisterhaft umgesetzt. Schauen Sie sich die beiden Trailer an und fragen Sie sich selbst, wann Sie ein Computerspiel das letzte Mal so tief im Inneren treffen konnte.
Es ist wirklich lobenswert, dass Ubisoft den Mut aufbringt, diese Spiele auf den Markt zu bringen. Auch wenn die Produktionskosten bei so einem Titel wohl sehr überschaubar sind. Die Engine ist in beiden Fällen dieselbe, wurde schon in Rayman Legends verwendet und trägt den sehr treffenden Namen Ubi-Art. Auch das Produktionsteam dürfte kaum mehr als eine Handvoll kreativer Köpfe umfassen, im Falle von Valiant Hearts entstammt etwa die kunstvolle Grafik größtenteils aus der Feder eines einzelnen Mitarbeiters.
Auch wenn ich mich über beide Titel freue und sie beide gekauft habe (dabei habe ich im Falle von Valiant Hearts sogar eine meiner Prinzipien gebrochen und vorbestellt), ist es ein wenig schade, dass sich so viel kreativer Geist nur in Nischenspielen ausdrücken darf. Warum wagt Ubisoft mit so talentierten Entwicklern nicht mal etwas und stellt ihnen die Ressourcen eines Triple-A-Titels und genügend Zeit für die Entwicklung zur Verfügung? Ich könnte mir gut vorstellen, das solch ein Spiel einen großen Eindruck auf die Spielerschaft machen und sich einen Platz in den Herzen und Köpfen erobern könnte. Und wer weiß: Vielleicht brächte solch ein emotionales und mitreißendes Spiel die ganze Industrie voran. Filme dieser qualitativen Güte können schließlich auch oft die ewigen Hitparaden auf Jahrzehnte anführen.
Redaktions-Kolumne
In der allwöchentlichen Redaktions-Kolumne textet ein PCGH-Redakteur über Hardware- oder Software-Themen, die ihn in der vergangenen Woche bewegt haben. Hierbei handelt es sich nicht zwingend um die Meinung der Redaktion, sondern um die Meinung des jeweiligen Redakteurs.

Ich fand Child of Light auch gut. War mal etwas zum entspannen.
Mit professionellen Sprechern wäre das ganze aber noch besser gewesen.
Von der spielerischen Seite fand ich es eher mau. Der Coop war ein Witz, manche Chars waren nutzlos (wie die Maus), wenig Anpassungsmöglichkeiten (bis auf das Oculi-System)und kein wirklicher Wiederspielwert, da Gegner ab New Game++ nicht mehr skalierten und einfach nur noch überannt wurden (Lvl 91). Nunja, der gute Gesamt-Eindruck wurde durch die DLC Politik nach unten gezogen (sinnlose und viel zu teure DLC`s).
Für 15€ trotzdem ein faires Angebot gewesen. Wurde 51 Std. unterhalten, also Preis-Leistung Super^^.
Mir kommt UbiSoft zur Zeit eher auch wie Dr. Jekyll and Mr. Hyde vor - auf der einen Seite die im Artikel angesprochenen Kreationen und auf der anderen eben eher uninspirierte 7/10 Grafikblender (UbiSoft Game - The Review
...was mir besonders leid tut! Tja, selbst Schuld Ubi-Führungsetage!
Ich würde auch echt gerne was zu Ubisoft schreiben können bzw zu deren Spielen, kann ich aber nicht, da ich ebenfalls uplay verweigere (Origin ebenso). In meinen Augen super unnötige Gängelei.
Ansonsten scheint mir Ubisoft aber - wie schon gesagt - meist solide Spiele zu produzieren/publishen. Im Gegensatz zur Konkurrenz
Und ich verzichte sicher nicht auf soviele gute Spiele wegen uPlay.
Vor Allem weil ich noch nie Probleme gehabt habe.
finde ubisoft schafft es eigtl fast immer die erwartungen zu erfüllen. positive überraschungen gibt es so selten wie negative. die qualität der spiele stimmt, traurig genug das dies ein unternehmen mit einer investitionsmasse dieser größe auszeichnet. mit uplay und dessen eula sind die geschäftsbedingungen trotzdem traurig.
die auszeichnung: die besten der frechsten, super!
p.s.
irgendwie widersinnig für pop und ein paar andere serien bin ich ihnen trotzdem dankbar. naja als pc´ler kann man ja auf gog versionen warten oder auf den grabbeltisch.