Casemodding-Potpourri von Ali Abbas: Krokodil-Gehäuse für Raspberry Pi, Galgenstrick als Startknopf und mehr

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Repto-Am-Pi-Bicus
Quelle: Ali Abbas

Bei Casemodding trifft Computertechnik auf Kunst. In einer Sonderausstellung im Stadtmuseum Schwabach gab es Casemods und Casecons von Ali Abbas zu sehen, der in den vergangenen Jahren zahlreiche Preise für seine Kreationen gewonnen hat. PC Games Hardware hat die sehenswerte Ausstellung besucht und eine fünfteilige Videoreihe erstellt. Teil 4 dreht sich unter anderem um einen gemoddeten Sky-Receiver und ein Holzgehäuse, das an eine Festplatte erinnert.

Repto-Am-Pi-Bicus ist ein Gehäuse für ein Raspberry Pi. Der Einplatinencomputer wird standardmäßig ohne Gehäuse ausgeliefert. Ali Abbas hat dafür ein Gehäuse und Zubehör in Reptilienoptik gebastelt. Für die Casecon hat der Casemodder rund 70 bis 80 Stunden Zeit aufgewendet, womit es sich um ein relativ kleines Projekt handelt. So blieb noch Zeit genug für Extras wie einen Kugelschreiber samt Halter mit Schlangenauge im Standfuß und einen USB-Stick. Getragen werden kann der Datenspeicher an einer Kette mit aus Holz geformten und lackierten Tierzähnen.

Valhalla, the Viking Sky ist ein Gehäuse für einen Sky-Receiver. Es handelt sich um eine Holzkiste, die so lackiert ist, dass manche Elemente wie Metallbeschläge aussehen. Die Idee für das Projekt erhielt Ali Abbas beim Besuch des Wikinger-Museums in York. Das Gehäuse wurde auf der Deutschen Casemod Meisterschaft 2014 mit dem dritten Platz in der Kategorie CE-Mods ausgezeichnet. Auf die kommende DCMM wird der Casemodder das Gehäuse Buccaneer Bay mitnehmen, . Dabei handelt es sich um eine Truhe, die auf einem MS-Tech-Festplattengehäuse basiert. Da die Stromversorgung reichlich Reserven aufwies, hat Ali Abbas neben 18 LEDs zur Beleuchtung einen DVD-Brenner und ein Kartenlesegerät verbaut. Den Standfuß des HDD-Gehäuses hat der Casemodder in einen Kugelschreiberhalter verwandelt, ein nicht benötigtes Aluminiumstück ist nun das Gehäuse für einen USB-Hub.

Den zweiten Platz bei der 24-Stunden-Challenge im Rahmen der DCMM 2012 hat Ali Abbas zusammen mit Johannes Loew (als Team Modding Maniacs) für das Gehäuse Western Digital Hotcase Critical erhalten. Es handelt sich um eine Mischung aus Saloon und einer Festplatte. Die beiden Casemodder haben alle wesentlichen Elemente einer Festplatte nachgebildet, angefangen vom Schreib-/Lese-Kopf, den Platten, dem Anschlussfeld und der Controller-Platine auf der Rückseite. Die Oberläche haben die Casemodder mit Kaffee gebeizt und mit einem Bunsenbrenner bearbeitet. Der PC selbst nimmt wie bei vielen 24-Stunden-Projekten nur einen kleinen Teil des Gehäuses ein und ist auf der Rückseite zu sehen. Makaber, aber passend zur Western-Thematik: Das System wird durch das Ziehen an einem Galgenstrick ein- und ausgeschaltet.

Teil 1 bis 3 der Reihe "Casemodding im Museum":
- Videoreportage: Casemodding im Museum - Teil 1: So kam es zur Sonderausstellung
- The Samurai Sacrilegium: Preisgekrönte Casecon mit Holzschwert und Sushi-Rollmatte
- Batman-Casemod The Dark Knight: DCMM-Sieger 2014 im Detail erklärt

Bildergalerie

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