Call of Duty: Black Ops: So spielt sich der Kalte Krieg - Hands-On-Test auf der E3

14
Test Roland Austinat (US-Korrespondent) Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Mit dem nächsten Call of Duty: Black Ops will Entwickler Treyarch beweisen: Der Kalte Krieg weit weniger kühl als allgemein angenommen. Roland Austinat war für PC Games Hardware auf der E3 und hat den Shooter angespielt.

Wer die E3-Pressekonferenzen der großen Konsolenhersteller beziehungsweise Software-Publisher besucht, bekommt den Großteil aller Neuheiten ausführlich und oft mehrfach zu Gesicht - gerade, wenn es sich um einen Titel wie Call of Duty: Black Ops handelt, der für mehrere Systeme erscheint. Dennoch schlichen wir uns in einer Vorführung hinter verschlossenen Türen - und bekamen einen neuen Level zu Gesicht.

Call of Duty: Black Ops: 20.000 Meter über der Erde
Derrick Rocca, Producer bei Activision Blizzard, ist kein Mann vieler Worte: "In Call of Duty: Black Ops besucht ihr actionreiche Schauplätze des Kalten Krieges. Dabei wollen wir euch viel Abwechslung haben - den einen Schleich- oder Schießbuden-Level wollen wir nicht mehr sehen, stattdessen mischen wir Elemente wie diese in jedem Level zusammen." Nach dieser Mini-Ansprache gab Rocca den Blick auf die Leinwand frei, wo wir an einem Start des SR-71-Höhenaufklärers teilnehmen - und das tatsächlich im Cockpit: Wir dürfen sogar die Schnauze des 1998 offiziell in Rente geschickten Blackbirds hochziehen. Etwas später finden wir uns über dem Ural-Gebirge wieder, wo unsere Bodentruppen eine russische Geheimfabrik beziehungsweise -funkstation infiltrieren. In einem sehr coolen Abschnitt beobachten wir unsere Kollegen 24 Kilometer über dem Erdboden und leiten sie aus der Vogelperspektive durch die russische Basis. Dabei erkennen wir dank einer Wärmebildkamera sogar Wachposten, vor denen unsere Jungs besser flugs Reißaus nehmen sollten. Etwas später wechselt die Perspektive: Wir sitzen nicht mehr im sicheren Flugzeug-Cockpit, sondern sind jetzt mittendrin im Geschehen.

Call of Duty: Black Ops: Vorsicht, Lawinengefahr!
Auf dem Boden der Tatsachen geht es eher konventionell zu: Wir ducken uns, um einer Patrouille mit eher drollig animierten Schäferhunden auszuweichen, dann folgen wir unserem Teamleiter in Richtung eines Generatorenhauses. Mit Karacho seilen wir uns in einen Kontrollraum ab und lassen die Waffen sprechen - immerhin ist auch Call of Duty: Black Ops im Kern nach wie vor ein 3D-Shooter. Wir kämpfen uns in einen Computerlabor vor und stellen fast bedauernd fest, wie auch hier so ziemlich alles zu Bruch geht, was nur zu Bruch gehen kann. Auch den Russen ist inzwischen egal, was mit ihrer Station passiert: Sie werfen sogar Handgranaten auf uns, die wir mit einer lockeren Handbewegung aufsammeln und wieder zurück zum Absender schmeißen. Etwas später ist unser Einsatz beendet und eine Relaisstation in der Basis ausgeschaltet - Zeit, dem rettenden Hubschrauber entgegenzueilen. Doch so leicht lassen uns die Russen nicht entkommen: Mit Raketen schießen sie auf Metallbrücken, die ihre Basisgebäude in schwindelnder Höhe miteinander verbinden. Es kommt, wie es kommen muss: Die Explosionen lösen eine Lawine aus, von der uns nur ein beherzter Sprung retten kann ...

Call of Duty: Black Ops: Tropisches Donnergrollen
Der Kunstgriff, eine Situation mitten in einem Bosskampf oder einer sonst wie hakeligen Situation zu verlassen, schlägt auch hier wieder zu. Wir finden uns während eines Ausbruchs aus einem Gefangenenlager in Vietnams Nachbarland Laos wieder. Den schon von zahlreichen Pressekonferenzen bekannten Abschnitt haben Sie vermutlich auch schon in Bewegung gesehen: Wir kapern mit ein paar Mitgefangenen einen Hubschrauber und zerbröseln mit diesem Brücken, feindlicher Lager, Trucks und gegnerische Flugzeuge, während wir Hitze suchenden Lenkraketen mit geschickten Links- und Rechtsschwenks ausweichen. Scheint, als hätten sich die Designer bei Treyarch nicht von den jüngsten Unruhen um Infinity Ward und deren Geschäftsführern beeindrucken lassen, sondern sich stattdessen voll und ganz auf das Erschaffen eines guten Spiels konzentriert. Möge ihnen das mit reichlichen Tantiemenzahlungen belohnt werden.

Bildergalerie

[embhtml=32496][embhtml=32495]

14
    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Chemenu Software-Overclocker(in)
        Macht Lust auf mehr! Das werd ich mir wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit kaufen.
      • Von Chemenu Software-Overclocker(in)
        Macht Lust auf mehr! Das werd ich mir wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit kaufen.
      • Von alm0st BIOS-Overclocker(in)
        Freu mich drauf! Sieht schon wirklich gut aus und das Szenario find ich auch einfach cool. Nach der riesen Enttäuschung Names Modern Warfare 2 kommt endlich mal wieder ein anständiges CoD

        P.S.:
        Und mal wieder sind die Russen die Bösen...
      • Von facehugger Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von A.N.D.I.
        Es sieht nicht schlecht aus, aber mir fehlt der Wiederspielwert, also wird es wohl sehr linear und einer Menge Scripts haben. Für mich sieht es nach einem Actionfilm aus.
        Was hast du erwartet? Es ist eben ein typisches Call of Duty unterhalten wirds auf jeden Fall wieder...
      • Von -MIRROR- Volt-Modder(in)
        Zitat von 7hor
        Haben die auch verdeutlich, daß die Tarntechnik eine deutsche Erfindung aus dem 2.WK ist?
        Jo, am Anfang logischerweise. Wieso?

        Letzten Endes haben aber wieder einmal die Amis da sganze perfektioniert mit der F22 Raptor und dem B2 Bomber
      • Von MaNTiS_ Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Die screens sehen richtig lecker aus
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk