Call of Duty Black Ops 4 - Der Battle-Royale-Modus Blackout im Technik-Test

Mit Call of Duty Black Ops 4 verzichtet Entwickler Treyarch erstmals auf eine Einzelspieler-Kampagne. Der traditionell aufwendig produzierte Singleplayer-Teil weicht einem stärkeren Mehrspieler-Fokus. Besonders hervorzuheben ist dabei Blackout, der neue Battle-Royale-Modus von Black Ops 4. Auch haben die Entwickler beteuert, dieses Mal dem PC besondere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen - wir prüfen die Performance.

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Call of Duty Black Ops 4 - Der Battle-Royale-Modus Blackout im Technik-Test
Quelle: Activision, Treyarch

Ein wenig betrübt mag sich so mancher schon fühlen, nun da bei dem diesjährigen Call of Duty keine Einzelspieler-Kampagne enthalten ist. Weg ist nun also der bombastisch inszenierte und aufwendig produzierte Singleplayer-Shooter-Spaß. Auch gibt es dieses Mal keine wirre, psychologisch vertrackte Black-Ops-Story, welche den von den Ereignissen, heftigen Schießereien und gewaltigen Explosionen betörten Spieler quer über den Erdball jagt. Stattdessen setzt Treyarch nun in Black Ops 4 also auf einen deutlich ausgebauten Mehrspieler-Modus - und mit Blackout auf einen weiteren Vertreter des Battle-Royale-Genres, welchem insbesondere Playerunknown's Battlegrounds (PUBG) und Fortnite zu einem hohen Maß an Popularität verholfen haben.Blackout fällt im Grunde sehr ähnlich zu PUBG oder Fortnite aus: Als einer von bis zu 100 Spielern springen Sie mit dem Fallschirm über einer weitläufigen Insel ab. Danach gilt: Jeder gegen jeden, der letzte überlebende Spieler gewinnt. Sie können außerdem wahlweise in kleinen Teams gegeneinander antreten. Sobald Sie gelandet sind, gilt es, sich effektiv mit Waffen, Granaten Rüstungs- und Heilgegenständen einzudecken - diese werden vor Beginn der Runde zufällig auf Spawn-Punkte verteilt. Mit der Zeit wird das Spielfeld immer kleiner, eine "Energiekuppel" zwingt die überlebenden Spieler immer dichter zusammen, bis schlussendlich eine Handvoll Spieler in einem kleinen Areal um den ersten Platz duellieren. Soweit, so bekannt - die Konkurrenz macht es sehr ähnlich. Dennoch spielt sich Blackout etwas anders als sowohl PUBG als auch Fortnite, vor allem das für ein Call of Duty bekannt hohe Spieltempo und das Waffen-Handling lassen Blackout eigenständig wirken. Die Kollegen von der PC Games sind von Blackout sehr angetan und haben weitere Informationen zum Gameplay für Sie.

Wir wollen uns an dieser Stelle auf die Technik konzentrieren, denn auch diese wurde von der Entscheidung, auf den Einzelspieler-Modus zu verzichten, mit Blackout einen Battle-Royale-Modus zu integrieren und außerdem mit dem stärkeren Mehrspieler-Fokus auch die Gemeinde der PC-Spieler enger zu umschließen, maßgeblich beeinflusst.

Call of Duty Black Ops 4 - Technische Erweiterungen für Blackout

Zum Einsatz kommt auch in Black Ops 4 - und dem Blackout-Modus - die seit Call of Duty 2 genutzte Infinity Ware Engine. In Ihren Grundzügen stammt die nunmehr im Kern 13 Jahre alte Engine von id Softwares Quake 3 Engine ab. Aber natürlich wurde der Grafikmotor über die Jahre stets weiter verbessert sowie erweitert und dürfte kaum noch eine Code-Zeile mit dem Urvater der Technik gemein haben. Auch für Black Ops 4 wurden technische Neuerungen integriert und diese betreffen wiederum vor allem den Battle-Royale-Modus Blackout. Die offensichtlichste Engine-Erweiterung betrifft die Darstellung der aktuell einzigen, jedoch gewaltigen Karte, die Treyarch als Spielfeld für die Battle-Royale-Gefechte auserkoren hat.

Um deren Darstellung zu realisieren und dabei hohe, stabile Bildraten zu gewährleisten, musste das Ressourcen-Handling, das Streaming und das Level-of-Detail überarbeitet, ergänzt und ausgebaut werden. Dazu unterscheidet sich auch die generelle Darstellung der weitläufigen Insel von den ansonsten eher kleinen, begrenzten Arealen eines Call of Dutys. Nach Entwicklerauskunft wird die Battle-Royale-Map aus zuvor erstellten, "gemalten" Daten im Editor generiert und anschließend von Hand ausgeschmückt. Das aus den Höhendaten generierte und für die Landschaftsdarstellung genutzte Drahtgittermodell wirkt hier und dort etwas grob, allerdings kommt offenbar auch etwas Tessellation zum Einsatz. Diese Technik wird augenkundig dazu verwendet, allzu gradlinige Polygonkanten zu brechen, den Hügeln, Hängen und Landschaft ihre geschwungene Form zu verleihen und außerdem den etwas gröberen Details wie etwa Geröll mittels Displacement-Mapping zu mehr Struktur zu verhelfen. Die meisten kleineren und feineren Details wie Kiesel, Risse im Asphalt oder Mauerwerk erhalten durch Parallax-Occlusion-Maps einen dreidimensionalen Eindruck. Die Texturierung von Landschaft und Level-Geometrie ist dabei weitgehend gut bis zufriedenstellend, insbesondere einige Objekte zeigen auch durchaus schicke, hoch aufgelöste Pixeltapeten. Wirklich beeindruckend sind die Texturen aber nur sehr selten, einige fallen auch wenig hübsch, grob und matschig aus.

Die Landschaftsdarstellung wird offenbar mittels Tessellation erweitert (siehe sichtbare Geometrie-Struktur). Die meisten Texturen erhalten zudem mittels Parallax-Occlusion-Mapping einen dreidimensionalen Eindruck. Quelle: PC Games Hardware Die Landschaftsdarstellung wird offenbar mittels Tessellation erweitert (siehe sichtbare Geometrie-Struktur). Die meisten Texturen erhalten zudem mittels Parallax-Occlusion-Mapping einen dreidimensionalen Eindruck.

Call of Duty Black Ops 4 - Blackout beeindruckt mit sauberer Performance

Die Karte bietet einige sehr unterschiedliche Gebiete sowie eine Vielzahl verschiedener und teils sehr auffälliger Gebäude. Unter diesen können beispielsweise ein Staudamm, eine heruntergekommene Spuk-Villa, ein Fracking-Turm oder offene, weite Felder und dichte, Wälder erkundet werden, somit bietet die Blackout-Umgebung sowohl optische als auch spielerische Abwechslung. Wirklich beeindruckend dabei ist, dass es Treyarch gelungen ist, diese große, abwechslungsreiche und detaillierte Karte so sauber und geschmeidig darzustellen, noch dazu in einem anspruchsvollen Multiplayer-Titel mit bis zu 100 Spielern.

Wie gut das Streaming der Engine funktioniert, lässt sich am besten während des Anflugs und Absprungs zu Beginn einer Runde begutachten: Während Sie mit den anderen Spielern in Hubschraubern herangeflogen werden, können Sie die gesamte Spielwiese in Augenschein nehmen. Dabei sind nicht nur größere Objekte und Gebäude zu sehen, sondern auch viele Feinheiten, die dazu auch noch überzeugend ausgeleuchtet werden und filigrane Schatten werfen. Pop-Ups sind zwar hier und dort und vor allem bei die Detailstufe wechselnden Baumwipfeln zu beobachten, im Vergleich etwa zum Konkurrenten PUBG aber sehr unauffällig. Tatsächlich halten wir die Distanzdarstellung in Blackout im Vergleich zu anderen Multiplayer-Titeln für außergewöhnlich. Die Bildraten beim Anflug und dem Absprung liegen dabei deutlich niedriger als beim Spielen und markieren das Worst-Case-Szenario in Blackout. In keiner anderen von uns erlebten Gameplay-Situation lagen sie während des Testens niedriger. Dabei ist die Performance während des Anflugs und Absprungs etwa im Vergleich zu PUBG jedoch noch immer sehr gut und weitestgehend geschmeidig. Ruckler treten unserer Erfahrung während des Anflugs nur sporadisch und sehr selten auf - und zumeist, wenn der Grafikspeicher knapp ausfällt.
Beim Anflug zum Beginn der Runde zeigt sich die gesamte Karte in beachtenswert hoher Detailpracht – achten Sie auf die vielen Feinheiten und die detaillierte Verschattung selbst kleinster Objekte. Pop-Up ist beim näherkommen zudem zu beobachten, doch abseits der Baumwipfel sehr unauffällig. Quelle: PC Games Hardware Beim Anflug zum Beginn der Runde zeigt sich die gesamte Karte in beachtenswert hoher Detailpracht – achten Sie auf die vielen Feinheiten und die detaillierte Verschattung selbst kleinster Objekte. Pop-Up ist beim näherkommen zudem zu beobachten, doch abseits der Baumwipfel sehr unauffällig. So beeindruckend die Darbietung und die gute Performance beim Anflug auf das Blackout-Spielfeld ist, so unwichtig sind beide Punkte gegenüber der eigentlichen Leistung und optischer Umsetzung während des tatsächlichen Gameplays. Doch auch hier weiß Call of Duty Blackout zu gefallen, ja gar ein wenig zu überraschen. War das letzte von Treyarch stammende Call of Duty, Black Ops 3, beim Erscheinen 2015 noch von technischen Problemen geplagt und die Leistung damals selbst mit schneller PC-Hardware etwas kompromittiert, ist die Performance in Black Ops 4 auch in dem anspruchsvollen Blackout-Modus beinahe tadellos. Die Optik ist gefällig und bietet eine hübsche Beleuchtung samt einem globalen Ansatz für glaubhafte Licht- und Farbübertragungen.

Beim Betreten von Gebäuden - oder falls Ihre Spielfigur mit einer Flashbang-Granate traktiert wird - wird die Gewöhnung der Augen an unterschiedliche Helligkeitsumstände auffällig simuliert. Die üppige Vegetation ist fein ausgeleuchtet und verschattet, dazu zieren eine Vielzahl Effekte wie aufgewirbelter Staub, Rauch oder volumetrischer Nebel die geschmackvollen und handwerklich erfreulich sauber erstellten Areale. Die temporale Kantenglättung sorgt zwar für eine gewisse Unschärfe des Bildes, greift aber sehr gut, glättet Pixeltreppchen effektiv wie effizient und weitestgehend ohne temporale Nebeneffekte - einzig beim Anflug kann ein teilweises Versagen der Kantenglättung bei Objekten hinter den Rotoren der Hubschrauber oder der halbtransparenten Wolken beobachtet werden. Im Gesamten gesehen wirkt das optisch Dargebotene in Blackout zwar nicht wegweisend, schick und konkurrenzfähig ist die Grafik aber allemal. Besonders gut gefallen hat uns dabei, wie sauber, poliert und stabil das Bild wirkt, insbesondere im direkten Vergleich mit dem Mitbewerber PUBG.
Die Grafik ist zwar nicht umwerfend, doch ist die Detaildichte beachtenswert hoch, das Bild wirkt auch wegen der effektiven, temporalen Kantenglättung sehr stabil und sauber, dazu fällt – genügend Grafikspeicher vorausgesetzt – auch die Performance sehr gut und geschmeidig aus. Quelle: PC Games Hardware Die Grafik ist zwar nicht umwerfend, doch ist die Detaildichte beachtenswert hoch, das Bild wirkt auch wegen der effektiven, temporalen Kantenglättung sehr stabil und sauber, dazu fällt – genügend Grafikspeicher vorausgesetzt – auch die Performance sehr gut und geschmeidig aus.

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  1. Seite 1 CoD BO4: Die Grafik in Blackout
  2. Seite 2 CoD BO4: Die Benchmarks in Blackout
    • Kommentare (51)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BestNoob Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Also rein der Battle Royale Modus beschreiben ist euer Bereicht passend, aber man blättert die 60€ nicht nur für und schon gar nicht wegen dem BR Modus hin.

        Das gesamte Spiel an sich ist Müll, der BR Modus ist der einzige Pluspunkt, aber dafür sind 60€ zu viel.
      • Von BestNoob Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Also rein der Battle Royale Modus beschreiben ist euer Bereicht passend, aber man blättert die 60€ nicht nur für und schon gar nicht wegen dem BR Modus hin.

        Das gesamte Spiel an sich ist Müll, der BR Modus ist der einzige Pluspunkt, aber dafür sind 60€ zu viel.
      • Von RtZk Lötkolbengott/-göttin
        Läuft bei anderen Nutzern einer 1080 Ti oder 2080 Ti auch der VRAM in 4k maxed über? , selbst mit der 2. höchsten Texturstufe werden bei mir noch 9,5 GB gefüllt.
      • Von Nobbis Software-Overclocker(in)
        Was ich da in dem Video sehe ... schockiert mich irgendwie. Kommt irgendwie rüber wie H1Z1 nur mit 1,5x facher Geschwindigkeit. Wie soll denn da Spannung aufkommen, wenn man sich im Feuer des Feindes rennend Erste Hilfe geben kann? Das gesamte Setting richtet sich irgendwie an Hyperaktive oder irre ich mich? Sieht wie ein reines Reaktionsspiel aus.
      • Von RX480 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von RtZk
        Was ein Unsinn, den meisten ist nicht mal bekannt was OC überhaupt ist.
        99% aller GPU's laufen @Stock.
        Die "meisten" mit kleinem m lesen auch nicht PCGH und nutzen kaum 4k.(statistisch eher FHD oder Notebook)

        Wenn, dann möchte ich doch dem Thread-Leser etwas vermitteln.
        Die Anderen kann ich eh nicht erreichen.

        Das hat man doch auch im RTX2070-Thread gesehen. Die Leser waren mehrheitlich willens, die 1,14 x PL auszuprobieren.
        Die Frage war am Ende nur, wie hoch der eff.Takt sein könnte.
        Geld sparen und Tweaken ist nunmal das schönste Hobby.
      • Von RtZk Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von RX480
        Nur KEINER würde in 4k mit HBM@Stock real gamen. Da sind bereits ohne GPU-OC leicht mal 5..10% bei den min fps verschenkt.
        HBM-OC kostet kaum W und geht bei Jedem. (mal schauen ob Gurdi Zeit und Lust hat)
        Was ein Unsinn, den meisten ist nicht mal bekannt was OC überhaupt ist.
        99% aller GPU's laufen @Stock.
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