Call of Duty Black Ops 3 - Benchmarks mit Skylake und Windows 10 zur BO3-Multiplayer-Beta

Seit dem 26.08 kann die Multiplayer-Beta von Call of Duty: Black Ops 3 auch von PC-Spielern ausführlich ausprobiert werden. Dabei müssen Sie das Spiel nicht vorbestellt haben, Sie bekommen einen Zugang angeboten, wenn sich einer der Vorgänger in Ihrer Steam-Bibliothek befindet. Wir haben weder Mühen noch unzählige Bildschirmtode gefürchtet, um Ihnen bereits jetzt einen Eindruck von der Performance sowie der Technik der Beta zu bieten - hierbei allerdings mit dem Vorbehalt, dass es sich noch um eine frühe Version handelt.

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Call of Duty Black Ops 3 MP-Beta - Auflösungsverhältnis 0,5
Quelle: PCGames

Auch das neue Call of Duty basiert auf der Infinity Ward-Engine. Diese wurde allerdings beim indirekten Vorgänger Advanced Warfare kräfig modernisiert sowie mit einigen aktuellen Effekten und Technologien ausgestattet. So setzt Black Ops 3 nun beispielsweise auf Physically Based Rendering, verfügt zudem über eine globale sowie volumetrische Beleuchtung, eine recht feine Umgebungsverdeckung, weiche, kontaktverhärtende Schattenwürfe, schicke GPU-Partikeleffekte sowie ein ansehnliches Bokeh-Depth-of-Field. Darüber hinaus wurde die Audio-Engine überarbeitet und bietet den Ohren der Spieler nun mehr Dynamik und akustische Durchschlagskraft. Gegenüber Advanced Warfare sollen außerdem die Karten der Einzelspieler-Kampagne deutlich offener ausfallen. Prinizipiell ähnelt die Optik aber - soweit sich das bislang sagen lässt - sehr dem letztjährigen Call of Duty, nur einige kleinere optische Extras wie dynamische Sonnenschatten wurden ergänzt.

Da wir bislang nur die Multiplayer-Beta unter die Lupe nehmen konnten, wollen wir allerdings noch nicht allzu viele Worte zur Grafik verlieren, denn diese war in den Mehrspieler-Gefechten bislang gegenüber dem Singleplayer deutlich abgespeckt. Wir weisen zudem nochmals darauf hin: Bei dieser Version handelt es sich um eine Beta, kleinere Macken und ein noch nicht finaler technischer Stand und kommende Performance-Verbesserungen sind daher zu erwarten. Außerdem fehlen noch angepasste Grafikkarten-Treiber sowohl von Nvidia als auch AMD. Ein Detail am Rande: Anders als beim Vorgänger Advanced Warfare finden sich keinerlei Nvidia-DLLs im Spieleverzeichnis, es kommt also explizit kein Gameworks zum Einsatz.

Grafikoptionen der Beta im Überblick
Call of Duty Black Ops 3 MP-Beta - Grafikmenü
Call of Duty Black Ops 3 MP-Beta - Grafikmenü Call of Duty Black Ops 3 MP-Beta - Erweitertes Grafikmenü

Black Ops 3: Technischer Eindruck der Multiplayer-Beta

Das Optionsmenü von Black Ops 3 ist schon in der Beta erfreulich umfangreich, ganz ähnlich Advanced Warfare. Die Übersetzung der Einstellungen ins Deutsche wirkt stellenweise wie auch im restlichen Spiel etwas holprig, aber darüber sehen wir aufgrund der frühen Version und insbesondere ob der Vielzahl der Konfigurationsmöglichkeiten gerne hinweg. Black Ops 3 unterstützt neben mehreren Post-Processing-Kantenglättungsverfahren, darunter SMAA 2Tx, Filmic SMAA (dieses appliziert einen zusätzlichen Weichzeichner), FXAA auch bis zu 16-faches Ordered Grid Supersampling (4×4 OGSSAA). Zudem wird neben nochmaligem Downsampling (bis zu Faktor 2) auch Upscaling per Auflösungs-Slider unterstützt. Letzteres ist durchaus praktisch, so können Sie bei zu wenig Leistung oder Videospeicher die interne Render-Auflösung herabsetzen, ohne dass die Spielanzeigen, Videosequenzen und Menüs in Mitleidenschaft gezogen werden. Zudem können Sie so die hübschere native Auflösung Ihres Displays nutzen. Verfügt Ihr Rechner über genügend Grafikpower, sollten Sie allerdings darauf achten, dass der Regler auf 1,0 steht, wollen Sie in nativer Auflösung auch alle gewünschten Pixel tatsächlich zu Gesicht bekommen. Dies ist beim ersten Start nicht zwangsweise gegeben.

Auflösungsverhältnis im Vergleich

0,5 (Upscaling) 2,0 (Downsampling)

Optisch ist der Multiplayer-Modus keine Schönheit, die Texturen schwanken zwischen ordentlich und zweckdienlich, die Beleuchtung wirkt trotz netter Verschattung etwas flach und kontrastarm, die stark weichgezeichtneten Hintergründe sind dazu recht schlicht gestaltet. Doch hier steht auch die schnelle Action im Vordergrund und genau hier kann sich die Beta von Black Ops 3 schon recht gut in Szene setzen. Die Gefechte spielen sich gewohnt flott, dank der hohen Beweglichkeit der Spielfigur, der kleinen Maps und der zumindest in der Beta hohen Spielerdichte vergeht kaum eine Sekunde ohne bleihaltige Auseinandersetzung. Durch das hohe Tempo sind hohe und sehr gleichmäßige Bildraten allerdings auch eine Notwendigkeit für den Spielspaß, womit wir bei unseren vorläufigen(!) Benchmarks angelangt wären.

Black Ops 3: Die Beta-Benchmarks

Für diesen Artikel kommt erstmalig ein neues Spiele-Testsystem zum Einsatz, wir wechseln von Haswell i7-4790K und DDR3-RAM auf Intels aktuelle Skylake-Architektur mit DDR4-RAM: Auf einem Asus Maximus VIII Hero sitzt ein auf 4,5 GHz übertakteter Intel Core i7-6700K mit 4 Kernen und dank Hyperthreading acht Threads. Die Kühlung der CPU übernimmt ein Be Quiet Dark Rock Pro 2. 16 GiByte Crucial DDR4-2400 RAM bieten genügend Puffer für aktuelle Spiele. Um Speicherprobleme in Benchmarks möglichst auszuschließen, ist eine spätere Erweiterung auf 32 GiByte aber bereits angedacht. Außerdem setzten wir auf Windows 10 x64 Professional. Einzig für das Betriebsystem und dessen benötigte Daten steht eine SSD zur Verfügung, Programme und Spiele liegen auf einer zweiten 1-TB-SSD. Für unsere Benchmarks wählen wir den Modus Team-Deathmatch sowie die Karte Combine. Dort beginnen wir an einem der Startpunkte, wo die Bildraten im Vergleich zur restlichen Map recht niedrig ausfallen. Wir starten unsere Messungen mit Filmic SMAA und abgesehen von Super- beziehungsweise Downsampling maximalen Details sowie einem FOV von 90°.

Bei den schnellen Gefechten sind hohe Frameraten und eine saubere Bildausgabe überlebensnotwendig, was erfreulicherweise bereits in der Beta recht gut funktioniert - das Spielgefühl ist schön rund. Letzteres allerdings nur, wenn genügend Grafikspeicher zur Verfügung steht, denn die für unsere Messungen angewählten Extra-Texturen verlangen nach mindestens 4 GiByte auf der Grafikkarte verbautem Speicher. GPUs wie beispielsweise die GTX 770 mit nur 2 GiByte brechen drastisch ein: Die Nvidia-GPU schafft in 1080p kaum mehr als 30 sehr ruckelige Bilder pro Sekunde, während eine R9 280X in den gleichen Settings mit deutlich über 75 Fps dramatisch bessere, allerdings ebenfalls stark mikroruckelnde Bildraten auf den Schirm bringt. Die GTX 960 hingegen kann offenbar von der Maxwell-Texturkompression profitieren, der Performance-Unterschied zum 4-GiByte-Modell ist dennoch sehr auffällig und vor allem auch deutlich spürbar.

Doch selbst auf üppig mit Speicher bestückten Grafikkarten kann es bisweilen mit den Extra-Texturen zu nervigem Microstuttering kommen. So ist beispielsweise die Bildausgabe sowohl mit der getesteten R9 Fury aber auch der GTX 970 und GTX 980 bereits in 1080p recht unsauber. Spätestens in 1440p streichen auch die restlichen 4-GiByte-GPUs die Segel, wenn es um wirklich flüssig wirkende Performance geht, wenngleich die Frameraten durchaus ordentlich Kompressionsartefakte in Call of Duty Advanced Warfare Quelle: PC Games Hardware Kompressionsartefakte in Call of Duty Advanced Warfare bleiben. Eventuell können angepasste Treiber mit einer verbesserten Speicherverwaltung hier noch etwas Abhilfe schaffen, auch sollte Entwickler Treyarch an dieser Stelle nochmals ansetzen und optimieren. Bisweilen raten wir wegen des Speicherhungers bei Leistungsproblemen dazu, probehalber die Texturdetails zu reduzieren. Ein erstes Inaugenscheinnehmen der Texturen im Zusammenhang mit dem hohen Speicherbedarf lässt die Vermutung zu, dass bei den Extra-Texturen eine sehr geringe Kompression zum Einsatz kommt, auf den schnellen Blick fielen uns bei den Messungen keine auffälligen Artefakte auf, die im Vorgänger teils störend ins Auge stachen (siehe Bild). Allerdings war auch schon Advanced Warfare sehr anspruchsvoll bezüglich Grafikspeicher.

Black Ops 3: Technisches Fazit der Multiplayer-Beta

Unterm Strich ist die Performance durchaus ordentlich, der recht hohe Hunger nach Grafikspeicher erscheint uns allerdings etwas befremdlich. Die hohe Beanspruchung ist ärgerlich, da selbst Karten mit viel Speicher spätestens in 1440p verstärkt Tendenzen zu Mikrorucklern entwickeln - hier sollte nach Möglichkeit noch optimiert werden. Wir raten Ihnen bislang mit 4 GiByte oder weniger dringend eine Reduzierung der Texturstufe an. Positiv anzumerken: Während unseres Kurz-Tests hatten wir nur selten Verbindungsprobleme, unser Ping lag in den meisten Fällen zwischen 30 und 50 ms, was zwar nicht fantastisch, aber durchaus brauchbar ist - vor allem in Anbetracht dessen, dass die Serverlast momentan recht hoch liegen dürfte. Zwei Mal während des vielstündigen Antestens sorgte allerdings auch heftiger Lag für Verdruss, das Spiel lief in diesen Fällen über mehrere Sekunden mit einstelligen Bildraten. Für eine abschließende Performance-Analyse ist es noch etwas früh, doch prinzipiell ist der Eindruck für eine Beta-Version recht positiv. Was halten Sie von der Beta und der Performance, haben Sie schon eigene Erfahrungen sammeln können?

Bildergalerie

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    • Kommentare (59)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Match-Maker PC-Selbstbauer(in)
        Was genau soll diese "Maxwell-Texturkompression" sein?
      • Von Match-Maker PC-Selbstbauer(in)
        Was genau soll diese "Maxwell-Texturkompression" sein?
      • Von RavionHD Kokü-Junkie (m/w)
        Kleine Frage:
        Wie kann es sein dass das Spiel mehr Vram frisst als ich habe?
        Laut dem MSI Afterburner knapp 6.6 GB Vram:
        Pic-Upload.de - BlackOps3_2015_08_31_02_51_37_028.jpg
        Ich habe eine GTX980ti.

        Und wie kann der Speicherhunger so enorm sein, die Texturen sind alles andere als gut.

        Die Framerate ist zwar immer sehr hoch (1440P, Ultra, 2 SMAA), fast immer über 100, aber es kommt zwischenzeitlich immer zu starken Lags.

        Klar ist es eine Beta und es gibt keine Treiber, aber der Speicherhunger ist ungewöhnlich hoch!
      • Von DOKTOR_IGNORANT Freizeitschrauber(in)
        Hi Philipp,
        kannst du dir bitte die GTX Titan vom Test: GTX 980 @ 1.500/4.000 MHz vs. GTX Titan @ 1.200/3.600 MHz vs. R9 290X @ 1.200/3.000 MHz schnappen und testen.
      • Von DerBusch13
        Zitat von addicTix
        60 FPS bei CoD... ganz großes Kino

        Das kannst du auch mit deinem Toaster-PC beurteilen.
        Ich versteh die Leute nicht, die mit 'nem PC rumeiern der teilweise schlechter ist als eine PS4 ( zumindest Graka-Technisch und RAM ) und dann Grafik beurteilen wollen. Macht einfach 0 Sinn.
        Schon mal was von Videos gehört ? Da kann man sich einen Grafik vergleich anschauen Btw. ist der PC auf meinem Profil mein altes Teil gewesen mittlerweile werkelt hier nen i5 und ne R9 280x
      • Von addicTix BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von yojinboFFX
        Ich find ja auch,das nur Gamer mit Super-Duper-Hardware Spielegrafik beurteilen dürfen sollten!Denn nur Die haben Ahnung!!!
        Gruß Yojinbo...Der auch sarkastisch kann!
        Hat niemand behauptet.
        Aber was macht's denn für einen Sinn wenn man nicht mal annähernd die Hardware hat, um die Grafik auf maximum zustellen, aber man trotzdem darüber urteilt ?
        Find's immer wieder Klasse wenn sich die Leute was aus den Fingern saugen, wie du eben... "Denn nur Die haben Ahnung!!!" <- Hab ich NIE gesagt.
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