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CPU-Kaufberatung 2026: AMD-Prozessoren

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Wir zeigen Ihnen empfehlenswerte AMD-Prozessoren auf.

Auf dieser Seite geht es rein um AMD-Prozessoren. Sie finden die Empfehlungen und Kauf-Tipps für Intel-CPUs auf der kommenden Seite. AMD hat vor allem im mittleren und hochpreisigen Segment einiges zu bieten und liefert sehr viel Leistung für Spieler und Content Creator. Wir empfehlen mindestens drei Modelle und nennen jeweils Alternativen zu diesen, denn auch der Gebrauchtkauf von Prozessoren kann sich lohnen. Wie üblich, sind unsere Empfehlungen für PC-Spieler gedacht.

Höchste Spiel-Performance: Ryzen 7 9850X3D

Wer höchste Ansprüche an die Leistung seines PCs hat, setzt derzeit am besten auf AMDs Zen-5-Topmodelle. Hier erwartet Sie maximale Spielleistung, der auch Konkurrent Intel nichts entgegenzusetzen hat. Die Krux ist der vergleichsweise hohe Preis: Zwischen 400 und 500 Euro müssen Sie rechnen, doch High End war schon immer teurer als "Brot und Butter". Achten Sie bei einem Upgrade von einer Ryzen-7000-CPU jedoch darauf, vorher ein BIOS-Update durchzuführen. Es kann ansonsten passieren, dass der neue Prozessor nicht korrekt erkannt wird. Auch sollte die CPU mit einer Wasserkühlung kombiniert werden. Das bleibt für den Moment auch unsere kostspieligste Option.

Wem das alles zu teuer ist, wird bei den kleineren Modellen fündig: Ryzen 5 7500F. Die bislang kleinste Zen-4-CPU, kommt ebenso mit allen Vorteilen der neuen AM5-Plattform, die da wären: DDR5, PCI-Express 5.0 und die erhöhte IPC-Leistung, die alle Ryzen 7000 begleitet. Mit an Bord sind ansonsten sechs Kerne, die für alltägliche Aufgaben genauso wie für einfache Spiele ausreichen. Je nach Anspruch können sogar neueste Spiele damit beschleunigt werden, wenn nicht alle Detailregler auf dem Maximum stehen müssen. Sie finden im verlinkten Test viele Eindrücke zur Leistung:

Die Leistung der Zen-4/5-Prozessoren könnte nach der Ansicht so mancher PC-Gamer natürlich gerne etwas höher ausfallen. Es gibt Benchmarks, da ist ein 5800X3D sogar einem 7950X mit DDR5-6000 überlegen. In Anwendungen sieht das natürlich anders aus, hier glänzen Zen 4 und 5, so wie Zen 3 es auch gegenüber Zen 2 damals getan hat. Der Achtkerner Ryzen 7 7700X leistet in etwa das, was zuvor dem Ryzen 9 5900X gelang, ein 9700X liegt entsprechend auf dem Niveau eines Ryzen 7900. Als PC-Spieler zu warten, kann sich lohnen, wie die 3D-Modelle aktuell zeigen.

Preis-Leistungs-Tipps: Ryzen 5500, 5600G und 5600

Nun aber weg von den hochpreisigen Prozessoren, es gibt schließlich viele Spieler, die keine 400 Euro in den Prozessor investieren wollen oder können. Es gibt bei AMD zahlreiche interessante Angebote im Bereich von unter 200 Euro. Die günstigste CPU kostet aktuell sogar nur ~80 Euro: Ryzen 5 5500. Es handelt sich hierbei allerdings nicht um eine Zen-3-CPU auf Vermeer-Basis mit Chiplet-Ansatz, sondern um eine teildeaktivierte APU aus der Cezanne-Reihe, der Ryzen-5000-APU-Generation. Das bedeutet primär die Zen-3-Basis für die CPU-Kerne, allerdings einen monolithischen Ansatz und mit 16 MiByte nur halb so viel L3-Cache gegenüber einem Ryzen 5 5600(X). Im Alltag ist die Folge davon gerade in Spielen rund 20 Prozent weniger Leistung. Hier gibt es natürlich Ausnahmen, doch ein Großteil der Spiele profitiert von mehr L3-Cache. Obendrein hat AMD Cezanne leider nur PCI-Express-3.0-Lanes mit auf den Weg gegeben, davon aber immerhin 24 Stück. Das ist sehr schade, denn ein Ryzen 5500 überzeugt mit einer hohen Effizienz im PCGH-Testlabor seit Einsatz der Testmethodik, die wir in der PCGH-Print 03/22 vorgestellt haben.

Wo wir schon von APUs sprechen: Wem Ryzen 8000 mit RDNA-3-IGP zu teuer ist, kann zum Ryzen 5 5600G greifen. Praktisch gesehen ist das ein Ryzen 5 5500, allerdings mit voll intakter integrierter Vega-Grafikeinheit. Die CPU-Leistung ist daher ebenbürtig und der Aufpreis kommt "nur" durch die IGP zustande. Damit ist es möglich, grafisch einfache Spiele wie League of Legends und zahlreiche andere Spiele dieser Art flüssig zu spielen. Auf Wunsch kann später natürlich auch eine Grafikkarte nachgerüstet werden. Die Leistung in Spielen mit dedizierter Grafikkarte ist im guten Mittelfeld und bewegt sich auf Augenhöhe mit den Prozessoren, welche wir immer wieder für das reine Spielen am PC loben und empfehlen. In Anwendungen kann sich ein 5600G dank seiner sechs Kerne auch blicken lassen, auch wenn das nicht das hauptsächliche Einsatzgebiet der APU ist. Das ist nämlich die All-in-one-Lösung für günstige Multimedia- oder Einsteiger-PCs. Damit ist die reine CPU-Leistung abgehakt und nachweislich über der eines Ryzen 5 3400G einzuordnen.

Der heimliche Star der Preis-Leistungs-Tipps ist jedoch der Ryzen 5 5600. Das ist nämlich neben den anderen beiden Preis-Tipps die erste "echte" Zen-3-CPU. Wir haben nicht mehr daran geglaubt, doch da kam er, der "5600X für unter 200 Euro". Leider, so könnte man sagen, hat AMD viel zu lange damit gewartet, denn ein 5600X ist inzwischen kaum teurer - kein Vergleich zu den fast 300 Euro, die AMD lange Zeit für den flotten Sechskerner haben wollte. Der Ryzen 5600 ohne X ist das, was der Ryzen 5700X gegenüber dem 5800X ist: Die CPU taktet unter Last rund 200 MHz niedriger (Single- sowie All-Core), hat ansonsten aber das Gleiche unter der Haube zu bieten. Auch ein Ryzen 5600 macht Gebrauch vom neuen B2-Stepping, bietet 24 PCI-Express-4.0-Lanes und 32 MiByte L3-Cache. Kein Wunder also, warum die Leistung fast identisch zum 5600X ausfällt. Allerdings zeigt ein 5600 dank des niedrigeren Taktes eine leicht bessere Effizienz gegenüber seinem großen Bruder auf. Es gibt jetzt kein Argument mehr für den 5600X. Ehrlich, in einem Blindtest würden Sie nicht bemerken, welchen Prozessor Sie verbaut haben. Es ist die perfekte Spiele-CPU, um beispielsweise von einem Ryzen 5 1600 oder 2600 aufzurüsten. Beachten Sie bitte auch hier die notwendige Unterstützung durch das Mainboard mit AGESA 1.2.0.7.

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    • Kommentare (1651)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Naja: Es geht natürlich nur mit Speicher, der auch da ist und intakt. Bei einem 270K oder 285K, die schon Vollausbau sind, geht dementsprechend nichts und unterhalb des 250K nimmt Intel normalerweise ein kleineres Compute-Tile, dessen Möglichkeiten auch beschränkt wären. Wenn man bedenkt, wie groß der Anteil der Caches an der Gesamtfläche ist, dann wird es auch wenige Exemplare geben, die zufällig mit vielen defekten Kernen aber komplett funktionierenden Cache-Slices vom Band laufen. Das heißt für 36 MiB L3 kommen nur die besten Chips in Frage, die man ebenso gut als 265K, ggf. 270K/285K verkaufen könnte. Stattdessen einen 205-aber-mit-doppelten-L3 daraus zu machen, wäre vielleicht technisch möglich, aber ökonomisch komplett bescheuert.

        Bei den dicken Xeons mit >100 MiB Cache macht das mehr Sinn und da gibt es dann auch die entsprechenden SKUs. 676X und 658X haben zum Beispiel beide 144 MiB aktiv, aber einmal mit 32 Kernen und einmal mit 24, 72 MiB gibt es von 16 bis 20 Kernen. Bei den Servern kannst du dir 32 Kerne umgekehrt auch als 6745P kaufen, verteilt über mehr Tiles mit zusammen 336 MiB. (Vergl. AMD, z.B. Epyc 9175F: 16 CCDs mit zusammen 512 MiB L3 – und mit zusammen 16 Kernen, weil je Chip nur ein einziger aktiv ist, aber weiterhin der volle Cache.)
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Naja: Es geht natürlich nur mit Speicher, der auch da ist und intakt. Bei einem 270K oder 285K, die schon Vollausbau sind, geht dementsprechend nichts und unterhalb des 250K nimmt Intel normalerweise ein kleineres Compute-Tile, dessen Möglichkeiten auch beschränkt wären. Wenn man bedenkt, wie groß der Anteil der Caches an der Gesamtfläche ist, dann wird es auch wenige Exemplare geben, die zufällig mit vielen defekten Kernen aber komplett funktionierenden Cache-Slices vom Band laufen. Das heißt für 36 MiB L3 kommen nur die besten Chips in Frage, die man ebenso gut als 265K, ggf. 270K/285K verkaufen könnte. Stattdessen einen 205-aber-mit-doppelten-L3 daraus zu machen, wäre vielleicht technisch möglich, aber ökonomisch komplett bescheuert.

        Bei den dicken Xeons mit >100 MiB Cache macht das mehr Sinn und da gibt es dann auch die entsprechenden SKUs. 676X und 658X haben zum Beispiel beide 144 MiB aktiv, aber einmal mit 32 Kernen und einmal mit 24, 72 MiB gibt es von 16 bis 20 Kernen. Bei den Servern kannst du dir 32 Kerne umgekehrt auch als 6745P kaufen, verteilt über mehr Tiles mit zusammen 336 MiB. (Vergl. AMD, z.B. Epyc 9175F: 16 CCDs mit zusammen 512 MiB L3 – und mit zusammen 16 Kernen, weil je Chip nur ein einziger aktiv ist, aber weiterhin der volle Cache.)
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PCGH_Torsten
        Wäre aber das meinem Wissen erste Mal, dass sie einem Desktop-Modell zusätzlichen Speicher freischalten.
        Die viel größere Frage ist doch: Intel kann so was und macht es dann nicht bei allen CPUs, von mir aus explizit für Gaming?
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zumindest bei den Workstation-Prozessoren kann Intel die Cache-Slices unabhängig von den assoziierten Kernen (de-)aktivieren. Wäre aber das meinem Wissen erste Mal, dass sie einem Desktop-Modell zusätzlichen Speicher freischalten.
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von belle
        Mir ist in der Intel Datenbank ein neues Modell aufgefallen. Das ist weniger spannend, bisher aber vielen noch nicht aufgefallen.
        Die Spezifikationen sehen nach +100 MHz Boost-Takt für die P-Kerne und +4 MiB L3-Cache gegenüber dem Core Ultra 225 aus.
        Interessant. Von den Specs her entspricht das ziemlich genau dem, was du beschreibst. Es ist ausdrücklich aber kein Arrow Lake Refresh (das "Plus" im Namen fehlt, zudem passt die RAM-Spec nicht). Die Angabe des L3-Cache muss aber fehlerhaft sein, da die CPU nicht mehr Kerne besitzt. Ich frage mal bei Intel nach, was es damit auf sich hat, stay tuned.
      • Von belle Volt-Modder(in)
        Mir ist in der Intel Datenbank ein neues Modell aufgefallen. Das ist weniger spannend, bisher aber vielen noch nicht aufgefallen.
        Die Spezifikationen sehen nach +100 MHz Boost-Takt für die P-Kerne und +4 MiB L3-Cache gegenüber dem Core Ultra 225 aus.
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        Ein empfehlenswertes Modell für preisbewusste Gamer von Intel dürfte derzeit der Core Ultra 245KF als fähiger Allrounder bleiben, welcher teils ab 155€ zu haben ist.
        Für 220€ gibt es dann den 250K Plus.
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