Prozessoren 2018: Skylake X Refresh und AMD Zen 2

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AMD "Rome" Epyc: Weil vier Chips und 32 Kerne einfach nicht reichen, hat AMD eine 9/64-Konfiguration angekündigt. Wir sind gespannt, wie die Threadripper- und Ryzen-Verwandtschaft aussehen wird.
Quelle: AMD

Auf der vierten Seite unseres CPU-Rückblicks 2018 geht es um Themen wie Intels Skylake X Refresh und AMDs Ausblick auf Zen 2 aka "Rome"

Skylake X Refresh: War da was?

Apropos Luxus. Auch für Intels Enthusiast-Plattform LGA 2066 wurde im 4. Quartal ein Refresh erwartet. Statt dem zumindest runderneuerten Cascade Lake X gab es in der Praxis aber nur neue Skylake-X-SKUs. Selbst der antike X299-PCH wurde beibehalten - dem Coffee Lake Refreh ging dagegen mit dem Z390 ein 14-nm-Update voraus, das zwar eigentlich sechs bis neun Monate früher erwartet worden war und somit keine Überraschungen bot, zumindest aber in der Intel-Oberklasse Standards einführte, die bei den Mittelklasse-Geschwistern seit einem halben Jahr und bei AMD teilweise seit anderthalb Jahren üblich waren. Der Sockel 2066 blieb dagegen bei bewährter 22-nm-Technik. Immerhin erhielt die Core-i-9000X-Familie ebenso wie die Sockel-1151-Verwandtschaft ohne X einen verlöteten Heatspreader und damit bessere Wärmeableitung, sonst tendierten die Änderungen bei den Topmodellen aber gegen ebenso gegen Null wie das Interesse der Hardware-Community. In Anbetracht von Preis und Leistung war dies auch verständlich - Skylake X schnitt in Spielen weiterhin langsamer als Coffee Lake ab und in Anwendungen konnte sich der i9-9980XE zwar trotz Kernnachteil gut gegen Threadripper behaupten, die kleinere Verwandschaft war verglichen mit der TR4-Konkurrenz aber einfach zu teuer. Immerhin: Mit dem Refresh beendete Intel die Unterteilung der Plattform in verschiedene Klassen mit unterschiedlicher PCI-Express-Konfiguration.

Zen 2: AMD stellt Rome vor

AMD 'Rome' Epyc: Weil vier Chips und 32 Kerne einfach nicht reichen, hat AMD eine 9/64-Konfiguration angekündigt. Wir sind gespannt, wie die Threadripper- und Ryzen-Verwandtschaft aussehen wird. Quelle: AMD AMD "Rome" Epyc: Weil vier Chips und 32 Kerne einfach nicht reichen, hat AMD eine 9/64-Konfiguration angekündigt. Wir sind gespannt, wie die Threadripper- und Ryzen-Verwandtschaft aussehen wird.

Das wichtigste CPU-Thema Ende 2018 waren aber die Erwartungen für 2019. AMD überraschte hierbei erneut. Nach zwei Jahren Radikalangriff hatten einige Analysten eher mit einer Reduzierung der Schlagzahl gerechnet. Stattdessen scheint die neue Epyc-Generation "Rome" feuchten Fanboy-Träumen entsprungen zu sein: Bis zu 64 CPU-Kerne je Sockel in 7-Nanometer-Fertigung und einen zentralen I/O-Chip, der die Probleme mit den bislang verteilten PCI-E- und RAM-Controllern lösen könnte, hat AMD versprochen. Und obwohl sich dieses Design nicht so leicht für kleinere Modelle adaptieren lässt wie die Zen-1-Generation, erschienen im Dezember 2018 erstaunlich detaillierte Gerüchte, die den erwarteten Ryzen-3000-Prozessoren eine Verdoppelung auf bis zu 16 Kerne nachsagten - bei anhaltend niedrigen Preisen. Das erste Halbjahr 2019 wird bei AMD also erneut spannend. Bei Intel verstetigt sich dagegen die "Cannon-Lake-Konstante": Genauso wie Fusions-Kraftwerke ("in 30 Jahren") und der Durchbruch von OLED-Monitoren ("in 2 Jahren") werden jetzt 10-nm-CPUs zum vierten Mal in Folge für "nächsten Herbst" erwartet.

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Prozessoren 2018: Meltdown und Spectre, AMD Raven Ridge
  2. Seite 2 Prozessoren 2018: Pinnacle Ridge, Kaby Lake G, Cannon Lake
  3. Seite 3 Prozessoren 2018: Threadripper 2000, Coffee Lake Refresh mit bis zu acht Kernen
  4. Seite 4 Prozessoren 2018: Skylake X Refresh und AMD Zen 2
    • Kommentare (42)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von eazrael Kabelverknoter(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Quasi keine Endnutzer-Anwendung ist NUMA-aware, dass ist das Problem. Und da entsprechende Programmierung aufwendig ist, die Entwickler keine Erfahrung haben und Threadripper eine minimale Verbreitung hat, wird sich daran auch nichts ändern. Viele Anwendungen, die heterogenen oder gar indirekten Speicherzugriff und langsamer Kern-Kern-Kommunikation mit schlechter Performance abstrafen – und das sind gerade die für PCGH-Leser interessanten – laufen deswegen auf Threadripper oft kaum besser als auf Ryzen.
        Sehe ich genauso und wunder mich dann dass manche TRs in Spiele-PCs verbauen. Auch die üblichen Anwendungen dürften kaum NUMA-Unterstützung implementiert haben. Ich kenne nur die Linux-Schnittstellen und da ist es wichtig dass auch alle NUMA relevanten Daten zur Verfügung stehen. Ich auch schon länger nach einer lscpu -e Output bei TR.
      • Von eazrael Kabelverknoter(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Quasi keine Endnutzer-Anwendung ist NUMA-aware, dass ist das Problem. Und da entsprechende Programmierung aufwendig ist, die Entwickler keine Erfahrung haben und Threadripper eine minimale Verbreitung hat, wird sich daran auch nichts ändern. Viele Anwendungen, die heterogenen oder gar indirekten Speicherzugriff und langsamer Kern-Kern-Kommunikation mit schlechter Performance abstrafen – und das sind gerade die für PCGH-Leser interessanten – laufen deswegen auf Threadripper oft kaum besser als auf Ryzen.
        Sehe ich genauso und wunder mich dann dass manche TRs in Spiele-PCs verbauen. Auch die üblichen Anwendungen dürften kaum NUMA-Unterstützung implementiert haben. Ich kenne nur die Linux-Schnittstellen und da ist es wichtig dass auch alle NUMA relevanten Daten zur Verfügung stehen. Ich auch schon länger nach einer lscpu -e Output bei TR.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von bofferbrauer
        Dies liegt aber nicht nur an deren Preispolitik, sondern an deren vorigen Produkten und was der Konsument von AMD da kennt: APUs mit lausiger (CPU-)Leistung, hinzu kommt dass die allermeisten sehr lausig zusammengeschustert wurden; besonders Carizzo und Bristol Ridge mussten schwer darunter leiden. Die CPU war ja schon nicht besonders stark, aber dann den GPU-part verkrüppeln indem man den Speicher auf einen DDR3L-1333 Riegel beschränkt

        Kurzum: Es muss sich erstmal wieder beim Verbraucher rumsprechen, dass AMD eine vernünftige Alternative zu Intel Chips in Laptops ist. AMD versucht dies über den Preis zu pushen, aber wie du ja selbst anmerkst, tun sie das all zu sehr

        Btw, hab erst vor kurzem lesen können dass Lenovo eine ganze Reihe seiner Laptops auf AMD ausrüsten wird - leider bleibt Stoney Ridge die (wohl am meisten verkaufte) Basis, erst darüber kommt Raven Ridge rein.
        Gerade in Laptops hat AMDs Verkaufsstrategie kaum Aussichten auf Erfolg: Die eigenen APUs für sich genommen mögen relativ billig erscheinen, absolut liegen aber aufgrund des allgemein niedrigen Preisniveaus aber nur ein paar dutzend Euro zwischen den Kontrahenten. Bei qualitativ guten Geräten mit angemessener Infrastruktur sind das Peanuts im Vergleich zum Gesamtpreis. Über den Preis kann AMD also nur in der unter-500-Euro-Klasse punkten und da sind weder die Bedingungen für noch die Anforderungen an die GPU sonderlich hoch. Schon ein paar Prozent höhere Effizienz bei Intels Zweikernern oder leichte Werbevorteile durch die größere Bekanntheit der Marke kippen auch die Bilanz zugunsten von Intels. Und jenseits der 1.000 Euro kann man auch eine günstige (Nvidia-)GPU dazustecken und damit insgesamt noch mehr Leistung bieten. So gelungen Raven Ridge auch aus technischer Sicht ist – das Marktfenster für ihn ist einfach klein.
      • Von Blackout27 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Nettertyp
        Das liegt nicht an AMD, sondern an Low API und guter Optimierung, was ihr auf dem PC nicht kennt. Das bekommt selbst ein 10 Jahre alter Intel hin. Ach so und natürlich kein verseuchtes Drecks Windows. Intel ist halt teurer, deswegen greift man zum billigen AMD, kann ich natürlich nachvollziehen.
        Diese Antwort ist schlichtweg falsch. Wenn dein Argument daher kommt solltest du nochmal genau diese Bereiche nachlesen.
        Wie erklärst du dir beim direkten Vergleich der Betriebssysteme (zum Beispiel Windows vs Apple) die Erfebnisse bei identischen Spielen?

        Grüße
      • Von Bec00l Software-Overclocker(in)
        Zitat von I3uschi
        Haha ^^ Genau so wie bei mir. Mein 4790k ist einfach für meine Belangen zu alt geworden. Intel ist was Performance betrifft immer noch stärker, aber die Preise gehen einfach gar nicht.
        Also für den Unterbau wird es Zeit, AMD rein mit 2700x, 3000er rein wenn verfügbar und die Tests (bei der PCGH ) entsprechend ausfallen.
        Auf warten habe ich auch keine Lust, ich will möglichst schnell was neues.

        Nur mit dem Board bin ich mir halt nicht sicher gewesen, CPU austauschen OK, aber wieder den Rest neu kaufen muss nicht unbedingt sein.

        Vllt. bekommen wir die CPU ja noch gut verkauft dann haben wir wenigstens etwas der Kosten gespart
      • Von bofferbrauer Volt-Modder(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Ich würde nicht mit einer weiteren Zunahme von AMD-APU-Design-Wins für die aktuellen Designs rechnen. AMDs eigene Preispolitik hat dafür gesorgt, dass Prozessoren mit der CPU-Leistung von Raven Ridge nur noch im absoluten Low-End-Segment eingesetzt werden und daran wird sich auch nichts mehr ändern.
        Dies liegt aber nicht nur an deren Preispolitik, sondern an deren vorigen Produkten und was der Konsument von AMD da kennt: APUs mit lausiger (CPU-)Leistung, hinzu kommt dass die allermeisten sehr lausig zusammengeschustert wurden; besonders Carizzo und Bristol Ridge mussten schwer darunter leiden. Die CPU war ja schon nicht besonders stark, aber dann den GPU-part verkrüppeln indem man den Speicher auf einen DDR3L-1333 Riegel beschränkt

        Kurzum: Es muss sich erstmal wieder beim Verbraucher rumsprechen, dass AMD eine vernünftige Alternative zu Intel Chips in Laptops ist. AMD versucht dies über den Preis zu pushen, aber wie du ja selbst anmerkst, tun sie das all zu sehr

        Btw, hab erst vor kurzem lesen können dass Lenovo eine ganze Reihe seiner Laptops auf AMD ausrüsten wird - leider bleibt Stoney Ridge die (wohl am meisten verkaufte) Basis, erst darüber kommt Raven Ridge rein.
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