Prozessoren 2018: Pinnacle Ridge, Kaby Lake G, Cannon Lake
Auf der zweiten Seite unseres CPU-Rückblicks 2018 geht es um Themen wie AMD Pinnacle Ridge, Intel Kaby Lake G und Intel Cannon Lake
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AMD Pinnacle Ridge: Der linke Haken folgt dem Rechten
Quelle: PC Games Hardware
Ryzen 2000: Sieht aus wie die erste Generation, hat ähnliche Eckdaten wie die erste Generation und passt in die gleichen Mainboards wie die erste Generation. War 2018 aber einen Tick schneller und viel günstiger als die Intel-Konkurrenz.
Die Aufmerksamkeit wanderte aber nicht zu Intel ab, denn im April brachte AMD das CPU-Highlight des Jahres 2018. Ryzen 2000 machte eigentlich nur wenig anders als der 1000er-Punch, den AMD Intel ein Jahr zuvor verpasst hatte. Als Nach-Schlag auf die andere Wange schickte AMD das Interesse an Core-CPUs aber endgültig auf die Matte. Die neuen CPUs mit Codenamen Pinnacle Ridge übernahmen Cache-/Latenzoptimierungen von Raven Ridge und steigerten so die IPC spürbar, sie ließen sich bei niedrigeren Spannungen eine Tick weiter übertakten und vor allem hatten AMD und die Mainboard-Hersteller jetzt die Plattform im Griff. Während der ursprüngliche AM4-Start viel Momentum mit Stabilitätsproblemen und inkompatiblen Kühlern verlor, konnte der Refresh durchstarten. Da die neuen Prozessoren ohne Preisaufschlag daherkamen und nach UEFI-Update auch auf alten Platinen liefen, störte sich auch nur der Mainboard-Fachredakteur daran, dass der "neue" Unterbau B450 und X470 genauso wenig neu war, wie Intels Z270-Rebrand "Z370" im Jahr 2017. Wobei Letzterem zumindest kein Ausstattungs-Defizit vorzuwerfen war.
Apropos Intel: Die (Noch-)Marktführer aus Santa Clara stellten parallel zum Ryzen 2000 die günstigeren Modellen der Core-i-8000-Serie vor. "Günstig" war dabei natürlich wie immer relativ zu sehen, tatsächlich fielen die Preise für Coffee Lake im Frühsommer aber so weit, dass die neuen AMD-CPUs nicht automatisch Schnäppchen-Status hatten. Außerdem stellte Intel mit B360 und H370 zwei tatsächlich neue PCHs vor, mit denen man zwar nicht übertakten darf, dafür aber mehr Ausstattung als bei der AMD-Konkurrenz bekommt.
Kaby Lake G: Das Unmögliche wird möglich
Quelle: PC Games Hardware
Kaby Lake G: Intel-CPU und AMD-GPU friedlich vereint in einem Prozessor.
"Konkurrent" war 2018 aber ein relativer Ausdruck, denn Intel und AMD wurden auch zu Partnern. Kaby Lake G wird zwar von Intel vertrieben und vermeidet tunlichst die Nennung der Marke "AMD", unter der (bei mobile-Designs gar nicht vorhandenen) Haube werkelt aber eine GPU mit dem Namen "Radeon". Der von AMD als getrennter Chip zugelieferte Grafikprozessor vereint sogar mehrere Produktreihen in sich, so heißt er offiziell "Vega M", wird aber als "Polaris 22" erkannt und hat das gleiche Feature-Level wie normale Radeon-RX-Grafikkarten - nicht aber deren Speicherinterface, sondern HBM2 nach Vega-Vorbild. Wie auch immer man die Technik klassifizieren möchte: Dank des eigenen Speichers lieferte, die dank Intels EMIB-Technologie auf einem gemeinsamen Substrat mit einem normalen Core-i7-Vierkern-Mobilprozessor integrierte Grafikeinheit, im Mai 2018 die mit Abstand höchste Spiele-Leistung aller "APUs".
Intel Cannon Lake: 10 nm startet! ...irgendwie doch nicht
Quelle: PC Games Hardware
Intel Cannon Lake: Auch PCGH sichtete 2018 keine 10-nm-CPUs in freier Wildbahn. Daher gibt es nur ein weißes Bild.
Den zweiten großen (mobile)-Launch feierte Intel Ende des zweiten Quartals. Das heißt, eigentlich wurde nicht gefeiert und groß war er auch nicht. Stattdessen tauchten heimlich Spezifikationen in den Datenbanken auf, während auf den Webseiten ausgewählter Partner einzelne Notebook-Modelle mit Core-i3-8000U-CPUs aus der 10-nm-Fertigung erschienen. "CPU" ist hierbei nicht nur eine Hommage an die bei AMD liegenden Markenrechte für "APU", tatsächlich veröffentlichte Intel die stromspar-mobile-Prozessoren ohne aktive Grafikeinheit. Und mit Taktraten, die bestenfalls das Niveau der 14-nm-Vorgängergeneration bei gleichem Verbrauch erreichten. Nichtsdestotrotz: Intel hatte Wort gehalten und im ersten Halbjahr 2018 die ersten 10-nm-Produkte auf den Markt gebracht. Die waren zwar mal für 2016 erwartet worden, hätten deutlich schneller oder deutlich sparsamer sein sollen und vor allem nicht nur in homöopathischen Dosen angeboten werden müssen - aber immerhin wurde ein Meilenstein erreicht, den man in den Quartalsbericht für Aktionäre schreiben konnte. Alle nachfolgenden Intel-Mobile-Chips bis heute und vermutlich bis weit in 2019 hinein verwenden übrigens wieder 14-nm-Technologie, während AMD erste Roadmaps 7-nm-Produkte vorstellt.

Kurzum: Es muss sich erstmal wieder beim Verbraucher rumsprechen, dass AMD eine vernünftige Alternative zu Intel Chips in Laptops ist. AMD versucht dies über den Preis zu pushen, aber wie du ja selbst anmerkst, tun sie das all zu sehr
Btw, hab erst vor kurzem lesen können dass Lenovo eine ganze Reihe seiner Laptops auf AMD ausrüsten wird - leider bleibt Stoney Ridge die (wohl am meisten verkaufte) Basis, erst darüber kommt Raven Ridge rein.
Wie erklärst du dir beim direkten Vergleich der Betriebssysteme (zum Beispiel Windows vs Apple) die Erfebnisse bei identischen Spielen?
Grüße
Also für den Unterbau wird es Zeit, AMD rein mit 2700x, 3000er rein wenn verfügbar und die Tests (bei der PCGH
Auf warten habe ich auch keine Lust, ich will möglichst schnell was neues.
Nur mit dem Board bin ich mir halt nicht sicher gewesen, CPU austauschen OK, aber wieder den Rest neu kaufen muss nicht unbedingt sein.
Vllt. bekommen wir die CPU ja noch gut verkauft dann haben wir wenigstens etwas der Kosten gespart
Kurzum: Es muss sich erstmal wieder beim Verbraucher rumsprechen, dass AMD eine vernünftige Alternative zu Intel Chips in Laptops ist. AMD versucht dies über den Preis zu pushen, aber wie du ja selbst anmerkst, tun sie das all zu sehr
Btw, hab erst vor kurzem lesen können dass Lenovo eine ganze Reihe seiner Laptops auf AMD ausrüsten wird - leider bleibt Stoney Ridge die (wohl am meisten verkaufte) Basis, erst darüber kommt Raven Ridge rein.