Xe2-Grafik: Battlemage-Architektur in Lunar-Lake-Chips
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Xe2-Grafik: Battlemage-Architektur in Lunar-Lake-Chips

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Zunächst die wichtigste Marketing-Behauptung vorneweg: Die Xe-Kerne der zweiten Generation sollen gut 50 Prozent mehr leisten als die der ersten, welche noch in Meteor Lake zu finden waren. Viel wichtiger seien aber XMX- oder XE-Matrix-Erweiterungen, welche für die KI-Leistung entscheidend sind. Noch mal: Ja, es gibt eine dedizierte NPU für bestimmte KI-Algorithmen, aber noch immer spielen CPU und GPU eine mindestens genauso wichtige Rolle für diese.

Leider bietet Intel noch keinerlei Benchmarks von reellen Anwendungen. Die Leistung wird lediglich in 67 TOPS beziffert. TOPS steht für "Tera Operations Per Second" und wird gern verwendet, um die Rechenleistung von Prozessoren, insbesondere von Künstliche Intelligenz (KI)- und maschinelles Lernen (ML)-Beschleunigern, zu beschreiben. Die 67 TOPS ermittelt Intel als INT8-Zahl, die auf XMX läuft. Der Leistungszuwachs wurde erst möglich, weil Xe2 den gesamten dynamischen Leistungsbereich von Lunar Lake abdeckt. Die erste Xe-Generation skalierte nicht bis zum niedrigsten Power Level hinab, weswegen es bei Meteor Lake noch zwei verschiedene Konfigurationen zwischen ML-U und ML-H gab.

Intel Lunar Lake (8) Quelle: Intel Intel Lunar Lake (8) Ansonsten präsentiert Intel natürlich noch einen Blumenstrauß an Features der Xe2-Grafik. So wird etwa auch Raytracing genannt, was natürlich Teil der Battlemage-Architektur sein wird, dessen praktischer Nutzen aber in solchen stromsparenden Sphären sich erst noch beweisen muss. Direkt vergleichen mit schicken Strahlen dicker Desktop-Grafikkarten darf man das natürlich nicht. Aber abwegig ist der Einsatz von Raytracing auch nicht wirklich, wenn man bedenkt, dass selbst Smartphone-SoCs bereits damit werben. Viel wichtiger sind da XeSS, also das KI-Upscaling von Intel, ähnlich wie FSR von AMD oder DLSS von Nvidia. Ob oder welche Änderungen hier stattfinden, ist noch nicht bekannt.

Viel spannender aber sind hier Neuerungen mit Adaptive Sync. Die Display-Anbindung mit eDP1.5 ermöglicht variable Bildwiederholraten - und zwar nicht nur in Spielen. Etwa auch in Filmen sei das möglich, sodass Videos in 24 oder 30 Fps auch mit jeweils 24 oder 30 Hz ohne Mikrostotterer ("Judder") wiedergegeben werden. Gerade für solche Grafikeinheiten, die gerade mal in Full HD oder knapp darüber, spielbare Fps liefern, ist Adaptive Sync umso wichtiger, da Bildrisse und durch Vsync bedingtes Lag bei niedrigen Fps störender sind. Adaptive Sync eliminiert beides und könnte das Spielerlebnis spürbar verbessern. Wie zuverlässig das letztlich in der Praxis funktioniert und wie leistungsfähig die neue Xe2-Grafik letztlich ist, wird sich aber noch zeigen müssen.

Intel Lunar Lake (10) Quelle: Intel Intel Lunar Lake (10) Mit an Bord ist außerdem DisplayPort 2.1, was mit aktivem HDR theoretisch(!) 8K bei 60 Hz oder 4K mit 240 Hz ermöglicht, also eine Bandbreite von bis zu 80 Gbps. In der Praxis dürften ein Displayport-Kanal aber lediglich per Thunderbolt 4 erfolgen, was lediglich DP 1.4a enthält, da auch nur diese sich im Referenzdesign von Lunar Lake wiederfinden. Die ersten gezeigten Notebooks von Acer oder Asus bieten jedenfalls keinen externen (Mini-)DP-Anschluss. HDMI 2.1 mit bis zu 48 Gbps wird ebenso unterstützt, dürfte aber ebenso kaum Relevanz in den dünnen Notebooks haben.

Intel Lunar Lake (3) Quelle: Intel Intel Lunar Lake (3) Der Media Engine wurde nun hardwareseitiges VVC-Decoding spendiert - wenn auch kein Encoding. Heißt, im Vergleich zu Meteor Lake geschieht das Decoding nicht mehr softwareseitig und daher deutlich effizienter. Der auch als H.266 bekannte Nachfolger des bereits verbreiteten H.265/HEVC-Codecs ist seit 2020 verfügbar, aber noch kaum in freier Wildbahn vorhanden. Intel betont, dass zunächst die Hardware-Unterstützung gegeben sein muss, damit solche Codecs breite Anwendung in der Praxis finden. Ältere und verbreitete Codecs, wie etwa AV1 oder H.265 werden hardwareseitig de- und entcodiert.

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  2. Seite 2 E-Cores: Der eigentliche Star der Lunar-Lake-Show
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  4. Seite 4 NPU, Konnektivität und Fazit
    • Kommentare (20)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Desue90 Schraubenverwechsler(in)
        Ich denke auf Seite 2, Absatz 2, im Satz "Im Vergleich zu Meteor Lake sei die IPC von Skymont um satte 68 Prozent gestiegen." ist ein Fehler unterlaufen. Als ich von einer 68 % IPC-Steigerung gelesen habe dachte ich zuerst wie krass ist das denn bitte gegenüber den normalerweise ein- bis niedrig zweistelligen IPC-Verbesserungen!? In den angehängten Bildern steht allerdings 68 % mehr Floating Point- und 38 % mehr Integer-Leistung. Bei zusätzlich mehr Takt etc. wird die IPC wohl auch nur um "normale" 10 - 15 % gestiegen sein!?
      • Von Desue90 Schraubenverwechsler(in)
        Ich denke auf Seite 2, Absatz 2, im Satz "Im Vergleich zu Meteor Lake sei die IPC von Skymont um satte 68 Prozent gestiegen." ist ein Fehler unterlaufen. Als ich von einer 68 % IPC-Steigerung gelesen habe dachte ich zuerst wie krass ist das denn bitte gegenüber den normalerweise ein- bis niedrig zweistelligen IPC-Verbesserungen!? In den angehängten Bildern steht allerdings 68 % mehr Floating Point- und 38 % mehr Integer-Leistung. Bei zusätzlich mehr Takt etc. wird die IPC wohl auch nur um "normale" 10 - 15 % gestiegen sein!?
      • Von blautemple Kokü-Junkie (m/w)
        Im ankündigen ist Intel ja schon länger Weltmeister. Mal gucken was und vor allem wann dann wirklich released wird.
      • Von Lichtspieler2000
        Zitat von Nathenhale
        Das ganze haben ich nämlich damals zu Alder Lake auch schon gehört.
        Mit nur 8 E-Cores wäre das mit Alder Lake auch nicht möglich gewesen.
        Ging dann Multithreaded nur mit der absoluten Brechstange.
        Zitat von Nathenhale
        Entweder sind beide gleich auf was zu einem Preiskampf führt. Oder einen der Beiden führt, was dazu führen sollte, das der andere Günstiger wird oder sein Produkt verbessert.
        Am besten sind beide etwa gleich.
      • Von ThirdLife Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Lichtspieler2000
        Deutlich spannender als AMD´s Vorstellung.
        Das auf jeden Fall.

        Zitat von Lichtspieler2000
        Damit ist auch klar, dass Zen 5 von Arrow Lake in MT ziemlich überrumpelt werden wird.
        Der AMD Hypetrain ist entgleist.
        Ich würde generell mal abwarten was kommt. Wenn MT für dich absolut massgeblich ist wäre so oder so AMD die Wahl (Threadripper 96C - was gibts hier entgegenzusetzen?). Auf dem Desktop könnte ich mir aber gut vorstellen dass die Krone hier an Intel geht.

        Wie deutlich bleibt abzuwarten, spannend wirds allemal.
      • Von Nathenhale Volt-Modder(in)
        Zitat von Lichtspieler2000
        Deutlich spannender als AMD´s Vorstellung.
        Damit ist auch klar, dass Zen 5 von Arrow Lake in MT ziemlich überrumpelt werden wird.
        Der AMD Hypetrain ist entgleist.
        Die Zeit wird es Zeigen. Das ganze haben ich nämlich damals zu Alder Lake auch schon gehört. Und so richtig vorbeigezogen ist Intel da nicht.
        Gab eher Probleme mit Schedule der E-Cores in games und Probleme mit Anti-Cheat.
        Beides ist zwar mittlerweile behoben (größtenteils). Aber beiden Firmen glaube ich garnichts, bis nicht von PCGH_Dave getestet.

        Egal was kommt ich vermute einen gewinn für uns Consumer.
        Entweder sind beide gleich auf was zu einem Preiskampf führt. Oder einen der Beiden führt, was dazu führen sollte, das der andere Günstiger wird oder sein Produkt verbessert.
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