CPU-Stromverbrauch 2026: Effizienz-Index für Prozessoren [Update mit Ryzen 9 9950X3D2]
Die Energieeffizienz von Prozessoren spielt neben der Leistung eine große Rolle. Hier finden Sie die gesammelten und ausgewerteten Ergebnisse unserer Prozessor-Benchmarks mit AMD- und Intel-CPUs. PCGH prüft, welcher Prozessor am effizientesten arbeitet.
In diesem Artikel
Mithilfe unserer umfangreichen Benchmarktests ermitteln wir die Performance aktueller Mehrkern-CPUs von AMD und Intel. Doch wie viel Strom verbraucht eigentlich ein Gaming-PC und welchen Anteil trägt daran die CPU? Wie wirken sich verschiedene Spiele und Anwendungen auf den Stromverbrauch eines Prozessors aus? Wie viel Leistung bekomme ich pro Watt? Und welche CPU bietet die höchste Effizienz? Dank des Benchlabs sind wir in der Lage, die Leistungsaufnahme der CPU allein unter Last zu messen. Dabei ist auch die Effizienz der Spannungswandler auf den verschiedenen Mainboards enthalten, die wir zum Testen verwenden. Bei jedem Benchmark sammeln wir Daten und arbeiten später mit den Durchschnittswerten weiter. Dabei zeigen sich große Unterschiede, die wir Ihnen jetzt für den Vergleich übersichtlich aufbereitet haben.
Auf dieser Seite:
CPU-Verbrauch 2026
Wir haben den kompletten Artikel überarbeitet und neu strukturiert. Sie finden auf Seite 1 jetzt alle Neuigkeiten und Informationen darüber, was Sie über das Thema Stromverbrauch von Prozessoren wissen müssen. Auf den folgenden Seiten beschäftigen wir uns mit der Leistungsaufnahme aller von uns getesteten CPUs sowie dem Effizienz-Index, der alle Werte miteinander vergleicht und danach bemisst, welcher Prozessor die höchste Effizienz in unseren Benchmarks aufweist.
AMD und Intel gehen verschieden mit dem Thema Stromverbrauch um. Am wichtigsten ist die Verlustleistung, die in der Regel über die Abkürzung "TDP" definiert wird. Sie steht für die thermische Designleistung in Watt und bezieht sich auf den Energieverbrauch unter der maximalen theoretischen Belastung. Der Stromverbrauch ist geringer als TDP bei niedrigeren Lasten. Dieser Wert hat eigentlich nichts mit der Leistungsaufnahme zu tun, sondern soll Systemdesignern/Integratoren (OEM), und damit auch Ihnen dabei helfen, die korrekte Wahl bei der Kühlung zu treffen. Es herrscht daher Verwirrung um den eigentlichen Stromverbrauch von Prozessoren, da "TDP" diesen Wert nicht angibt und Turbo-Modi, wie sie jeder moderne Prozessor besitzt, weit davon abweichen können. Mit Beispielen zu AMD- und Intel-Prozessoren möchten wir Ihnen näher erläutern, was es mit diesem Thema auf sich hat; die beiden Hersteller gehen damit nämlich völlig unterschiedlich um.
TDP, Eigenschaften und Ermittlung bei AMD-Prozessoren
Wenn Sie nach aktuellen AMD-Prozessoren suchen, finden Sie zu jeder CPU auch eine TDP-Angabe. Wir nehmen zur Veranschaulichung den beliebten AMD Ryzen 7 5800X3D. Auf der Produktseite gibt AMD die "Standardleistungsaufnahme" bzw. "Leistungsaufnahme" mit 105 Watt an. Wer jedoch genauer gräbt oder sogar selbst eine AMD-CPU sein Eigen nennt, stellt beim Ryzen 7 5800X3D unter Last eine Leistungsaufnahme von bis zu 142 Watt fest. Wie kann das sein? Sollten es nicht eigentlich 105 Watt sein?
PPT, TDC und EDC
Package Power Tracking, Thermal Design Current und Electrical Design Current sind der Maßstab bei AMD-Prozessoren, welche die finale Leistungsaufnahme festlegen respektive als Grenzen fungieren. Der PPT-Grenzwert ist die zulässige Leistungsaufnahme des Sockels über die Spannungswandler, die den CPU-Sockel versorgen. TDC ist die maximale Stromstärke in Ampere, die von der Spannungsregler-Konfiguration einer Hauptplatine in thermisch eingeschränkten Szenarien geliefert werden kann. EDC beschreibt die maximale Stromstärke in Ampere, die das Mainboard kurzzeitig anlegen darf. AMD unterteilt ihre CPUs in feste TDP-Klassen und definiert somit Vorgaben für PPT, TDC und EDC. Beispiele:
| TDP-Klasse | PPT | TDC | EDC |
|---|---|---|---|
| 105 Watt | 142 Watt | 95 Ampere | 140 Ampere |
| 95 Watt | 128 Watt | 85 Ampere | 125 Ampere |
| 65 Watt | 88 Watt | 60 Ampere | 90 Ampere |
| 45 Watt | 61 Watt | 45 Ampere | 65 Ampere |
Ein Ryzen 7 5800X3D verfügt über eine TDP von 105 Watt und darf laut PPT somit bis zu 142 Watt unter Last verbrauchen, sofern die CPU nicht an ein anderes Limit, definiert durch TDC und EDC, stößt. Wann und ob Sie mit Ihrer Ryzen-CPU an ein Limit stoßen, können Sie ganz einfach mit dem AMD Ryzen Master Tool herausfinden, denn dort werden die Limits nämlich angezeigt. Ferner können Sie dort auch den Eco-Mode aktivieren, den jede AMD-CPU mit sich bringt. Dadurch wird die CPU mit einer niedrigeren TDP‑Klasse betrieben: Aus 105‑Watt‑ werden dann beispielsweise 65-Watt- und aus denen 45-Watt-CPUs, bezogen auf ihre TDP. Sie können damit Leistung und Verbrauch Ihrem System anpassen.
TDP, Eigenschaften und Ermittlung bei Intel-Prozessoren
Bei Intel ist die Sache zwar nicht so kompliziert wie bei AMD, aber auf mehrere Arten feingranular. Die CPU-Architekten aus Santa Clara geben auch eine TDP an. Dies beschreibt jedoch, anders als beim Konkurrenten, die dauerhafte Leistungsaufnahme, die unter Last anliegen darf. Der Chipriese nennt die TDP daher auch Processor Base Power, oder PL1 (Power Limit 1). Für den Turbo-Modus gelten dann andere Regeln. Die Maximum Turbo Power, oder auch PL2 konfiguriert Intel bei jeder CPU anders. Für den Zeitraum, den Intel "Tau" nennt, darf eine CPU das Power Limit 2 anlegen. Nach dieser Zeitspanne wird das Limit fest bei PL1 gesetzt.
| CPU (Beispiele) | PL1 | PL2 | Tau |
|---|---|---|---|
| Core i9-12900K | 125 Watt | 241 Watt | 56 Sekunden |
| Core i9-12900 | 65 Watt | 202 Watt | 28 Sekunden |
| Core i5-12400 | 65 Watt | 117 Watt | 28 Sekunden |
| Core i9-11900K | 125 Watt | 251 Watt | 56 Sekunden |
| Core i9-10900K | 125 Watt | 250 Watt | 56 Sekunden |
Alder Lake als Beispiel für Intel: Die Prozessoren bieten gegenüber den Vorgängern eine vereinfachte Boost-Mechanik. Die einzelnen Kerne verfügen über eine "bis zu" Angabe, die in der Regel für eine Belastung bis maximal zwei Kerne vorgesehen ist (Single-Core-Boost). Gerade für die K-Prozessoren gibt Intel großzügige PL2-Polster frei, die für solche Boosts genutzt werden, um die Leistung zu steigern. Leider halten sich die Mainboard-Hersteller oft nicht an diese Vorgaben und geben einfach ein unbegrenztes Limit frei, was die Prozessoren dazu verleitet, weit mehr als die angegebene TDP (=PL1) zu verbrauchen.
Für viel Verwirrung haben schließlich die Limits von Raptor Lake gesorgt. PCGH testet Hardware nach Hersteller-Spezifikation; auch CPUs laufen "ab Werk". Zum ersten Mal geriet dies ins Wanken, als Intel für Alder Lake "PL1 = PL2" festgelegt hat. Das Langzeit-Power-Limit (ein Regel-Parameter mit Empfehlungen laut Datenblatt) wurde zuvor mit der TDP respektive Processor Base Power (PBP, eine Spezifikation laut Datenbank) assoziiert, das höhere PL2 mit der spezifizierten Maximum Turbo Power (MTP). K-Prozessoren dürfen so lange auf den höheren Wert boosten, wie PL1 im gleitenden, gewichteten Mittelwert über eine Zeitspanne (TAU) von 56 Sekunden nicht überschritten wird. Mit "PL1 = PL2" wird dieser Zeitraum dagegen auf unendlich gestreckt.
Die Prozessoren können dauerhaft mit der MTP arbeiten, und die spezifizierte TDP hatte in Sockel-1700-Tests gar keine Bedeutung mehr - bis jetzt. Mit den neuen Intel Default Settings gibt es nämlich wieder Spezifikationen, und zwar gleich mehrere, mit diversifizierten Power-Limits. Intels erste Stellungnahme unterteilt diese "Empfehlungen" in Performance sowie Extreme und bei der zweiten Stellungnahme zusätzlich in das zuvor dementierte Baseline-Preset. Dessen Benutzung wird unter der Überschrift "Empfehlungen" allerdings ausdrücklich "nicht empfohlen". Sie finden in unserem Artikel zu den Testmethoden bei Intel-Core-Prozessoren der 13. und 14. Generation noch mehr Informationen darüber. Gleichwohl haben wir beim neuesten Testparcours dafür gesorgt, dass PL2 maßgeblich ist. Das ist ab Arrow Lake der Standard. Für Raptor Lake laden wir dagegen den Performance-Standard.

es geht ums Prinzip, um Technik, um Akustik, um Thermik, oder auch um Strom für Zocken.
Also nicht wild hineininterpretieren.
Ganz egal, ob Person XY, privat eine grüne Bilanz hat, oder ob einem die paar Euro beim Strom egal sein können.
Nein, erstmal ist das alles nur deine Sichtweise.
Darum geht es doch nicht.
Genauso, wie wenn mir einer sagt, das ist mit meinem Verbrenner aber völlig unnötig und eher ein Dinosaurier. Klar hat der Recht. Aber für mich in meiner Gesamtbilanz ist das absolut vertretbar und Bock habe ich drauf.
Ich weiß ganz genau was es bedeutet und habe es richtig eingesetzt.
Ich denke, das es zu beginn ein leichtes Missverständnis gab und deswegen der Ton zu wünschen übrig lässt.
Aber wenns dir lieber ist verzichte ich auf meine 5090, kaufe mir wieder einen F-Type V8 und fliege wieder jährlich fünfmal in den Urlaub. Hab dann ja nix besseres daheim zu tun. Und dann will ich kein Geweine sehen von wegen Verschwendung. Man kann nicht alles haben.
whataboutism
Aber ichg weiß wie du das meinst und kann den Grundgedanken verstehen.
Mir scheint du verstehst das Wort whataboutism nicht und nutzt es inflationär als Anti-These gegen alles das du nicht so siehst.