Mit Ex-Intel-CEO Gelsinger: xLight arbeitet an Alternative zur LPP-Technologie

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Mit Ex-Intel-CEO Gelsinger: xLight arbeitet an Alternative zur LPP-Technologie
Quelle: xLight via LinkedIn

Der ehemalige Intel-CEO Pat Gelsinger heuert beim Start-up xLight als Vorstandsvorsitzender an, das das Moore'sche Gesetz um Jahrzehnte verlängern will. Gelingen soll dies mit einer Alternative zur LPP-Technologie zur Erzeugung von kurzwelligem Licht.

Dezember 2024 begann mit einem Paukenschlag: Intel trennte sich von CEO Pat Gelsinger. Im März heuerte dieser beim US-amerikanischen Unternehmen "xLight" als Vorstandsvorsitzender an. Das Start-up verschreibt sich eigenen Angaben zufolge der Entwicklung einer Alternative zur LPP-Technologie (Laser Produced Plasma) für die Herstellung von Halbleitern. Die Technologie zur Erzeugung von kurzwelligem Licht für die EUV-Lithografie, bei der kleine Schaltkreismuster auf Silizium-Wafer erzeugt werden.

Obwohl die Meldung von Gelsingers xLight-Engagement bereits einige Wochen alt ist, meldet sich dieser erst jetzt auf LinkedIn zu seinem neuen Job zu Wort und geht dabei auch auf diese Alternative zu LPP ein. So arbeitet xLight derzeit an einem Free-Electron-Laser (FEL), der Teilchenbeschleunigertechnologie nutzt. Diese Technologie erzeugt ebenfalls das für die EUV-Lithografie benötigte Licht mit 13,5 Nanometern Wellenlänge, Unternehmensangaben zufolge jedoch auf eine deutlich effizientere Weise.

Bei der FEL-Technologie werden Elektronen in einem Teilchenbeschleuniger auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und durch spezielle Magnetstrukturen geführt, die sie dazu bringen, elektromagnetische Strahlung in Form von Laserlicht mit präzisen Eigenschaften abzugeben.

Laut xLight bietet ihre FEL-Technologie so mehrere signifikante Vorteile gegenüber LPP. Die neue FEL-Lichtquelle soll die vierfache Leistung der fortschrittlichsten heute verfügbaren Systeme liefern, während Gelsinger zufolge die Kosten pro Wafer um etwa 50 Prozent sinken und sowohl die Kapital- als auch die Betriebsausgaben um das Dreifache reduziert werden können. Sollten die letzten Hürden - etwa lapidarer Platzmangel in bestehenden Chipfabriken - überwunden werden, sieht sich xLight in der Position, das Moore'sche Gesetz "um Jahrzehnte zu verlängern".

Quelle: Tom's Hardware

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    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von drunkeNNN Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von 2-Kilo-Zimt
        Da das Silizium als fertig entwickelt gilt, ist eine neue Technologie doch äußerst willkommen.
        "I would claim that litho will be needed forever, we'll likeley need silicon forever but likely we'll see things on top of silicon who are gonna assist silicon to get even to the next level of power. Quantum computing is an example of that. []. And I even claim that silicon will be one of the improvement areas " - Martin van den Brink, 2022

        So fertig entwickelt scheint es nicht zu sein.
      • Von drunkeNNN Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von 2-Kilo-Zimt
        Da das Silizium als fertig entwickelt gilt, ist eine neue Technologie doch äußerst willkommen.
        "I would claim that litho will be needed forever, we'll likeley need silicon forever but likely we'll see things on top of silicon who are gonna assist silicon to get even to the next level of power. Quantum computing is an example of that. []. And I even claim that silicon will be one of the improvement areas " - Martin van den Brink, 2022

        So fertig entwickelt scheint es nicht zu sein.
      • Von 2-Kilo-Zimt
        Da das Silizium als fertig entwickelt gilt, ist eine neue Technologie doch äußerst willkommen.
      • Von drunkeNNN Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Die Themen, die bei den Beschleunigern zu lösen sind, sind schon auch nicht ohne. Single-Source-Abhängigkeit für viele Scanner. Pro Stunde Downtime kann man grob 100.000€ pro Scanner rechen. Das Licht, das da rauskommt hat auch einen ganzen Zoo an Eigenschaften, die man im Scanner definitiv nicht haben will. Divergenz, starke Polarisation, ewige räuml. Kohärenz, fehlende Bandbreite...
        Leistung und Verschmutzung sind die große Schwächen der Zinntröpfchenvariante. Das ist allerdings Stand jetzt noch deutlich besser zu managen als das der fundamentale Themenzoo in den FELs.

        Die Frage ist auch: Wie viel Leistung braucht man eigentlich noch? Was ist bei den Stages von ASML noch möglich? Auf deren Homepage steht, dass man mit 32g auf Retikelebene arbeitet...kann mir höchtens noch vorstellen, dass es Vorteile hat den Lack noch langsamer zu machen.
      • Von Schori Volt-Modder(in)
        Zitat von latiose88
        hm das hört sich ja interessant an. Dann ist die Zukunft für weitere gute Steigerung ja gesichert. Für wie lange kann ich jedoch nicht sagen.
        Gesichert ist da noch gar nichts da es noch keinerlei Anlagen gibt.
      • Von saphira33 Software-Overclocker(in)
        Zitat von CptMetal14
        Mich wundert es das er so schnell wieder in der gleichen/ähnlichen Branche arbeiten darf. Ist ja eher üblich, das es ein längeres Berufsverbot gibt für das gleiche Berufsfeld. Außer der Zeitraum waren die drei Monate wie in der Meldung beschrieben.
        Dies gilt normalerweise nur wenn du Kündigst, nicht wenn du rausgeschmissen wirst.
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