Intel Cascade Lake-SP-Refresh: Zweite Xeon Scalable-Generation vorgestellt, günstigere Preise

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Intel Cascade Lake-SP-Refresh: Zweite Xeon Scalable-Generation vorgestellt, günstigere Preise (1)
Quelle: Intel

Intel legt im Server-Markt mit dem Cascade Lake-SP-Refresh nach. Die Produktpalette ist offiziell vorgestellt. Zwar bleibt es bei der 14-nm-Fertigung, dafür gibt es jedoch mehr Kerne, Takt, Cache und vor allem teils deutlich günstigere Preise.

Mit der zweiten Xeon Scalable-Generation, besser bekannt als Cascade Lake-SP-Refresh, holt Intel gegen AMDs aktuelle Epyc-Produktpalette aus. Vor allem mit teils deutlich herabgesetzten Preisen will das Unternehmen im Angesicht der Konkurrenz wieder etwas mehr Fuß im Markt fassen. Hinzu gesellen sich mehr Kerne und Cache sowie höhere Taktraten. Nur bei der Integrationsdichte der Chips bleibt mit 14 Nanometern alles beim Alten.

Deutliche Preissenkung für zweite Xeon-Scalable-Generation

21 Prozessoren umfasst die Produktpalette der zweiten Generation an Xeon Scalable-CPUs. Die Klassifizierungen reichen von Xeon Bronze bis Xeon Gold, während Xeon Platinum nicht vertreten ist. Am oberen Ende des Aufgebots findet sich der Intel Xeon Gold 6258R mit 28 Kernen und 56 Threads, die zugleich auch das Maximum repräsentieren. 3.950 US-Dollar ruft Intel dafür auf, doch ebenso viele Kerne und Threads sind auch günstiger zu haben, insofern eine niedrigere TDP einem höheren Basis-Takt vorgezogen wird.

Intel Cascade Lake-SP Refresh (1) Quelle: Intel Intel Cascade Lake-SP Refresh (1)

So positioniert sich mit dem Xeon Gold 6238R ein 28-Kerner ebenfalls im Mittelfeld und kann für 2.612 US-Dollar erstanden werden. Der Basis-Takt liegt mit 2,2 GHz insgesamt 500 MHz unter dem 6258R, während der Boost bei beiden Modellen mit 4 GHz beziffert wird. Gleichbleibend sind zudem die 38,5 MiByte an Cache. Ein weiterer Unterschied markiert die TDP. Der 6238R begnügt sich gemäß Tabelle mit 165 Watt, während sich der Xeon Gold 6258R 205 Watt zu Gemüte führt.

Das Pendant des Xeon Gold 6238R aus der vorangegangenen Xeon Scalable-Generation ist Xeon Platinum 8276 mit ähnlicher Ausstattung, der zugleich vor Augen führt, wie deutlich Intel die Preise herabsetzt. Für den Cascade Lake-SP-Ableger mussten nämlich noch stolze 8.719 US-Dollar auf den Tresen gelegt werden, womit die Preisdifferenz bei 6.117 US-Dollar liegt.

Auch die Mittelklasse rückt preislich näher an die Konkurrenz. Modelle mit wahlweise 26 Kernen ab 1.894 US-Dollar sowie 24 Kernen ab 1.555 US-Dollar sind zwar immer noch teurer als äquivalente AMD-Produkte, doch der Abstand schrumpft ein gutes Stück.

Auch lesenswert: Comet Lake S: Technische Daten der CPUs und vereinzelte Preise [Update]

Für Szenarien, in denen Takt wichtiger als Kerne sind, hat Intel mit dem Cascade Lake-SP-Refresh ebenso einige Modelle auf Lager. Die Taktspitze bildet der Achtkerner Xeon Gold 6250 mit 3,9 GHz Basis- und 4,5 GHz Boost-Takt. Ebenso schnell in der Spitze arbeitet auch der 12-Kerner Xeon Gold 6256, bietet dabei im Basis-Takt jedoch nur 3,6 GHz. Das höchste der Gefühle in Sachen Kerne bei den taktstarken CPUs bietet der Xeon Gold 6242R. 20 Kerne hat Intel auf der Chipfläche untergebracht, die im Basis-Takt mit 3,1 GHz arbeiten und in der Spitze 4,1 GHz erzielen.

Intel Cascade Lake-SP Refresh (2) Quelle: Intel Intel Cascade Lake-SP Refresh (2)

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von fotoman Volt-Modder(in)
        AW: Intel Cascade Lake-SP-Refresh: Zweite Xeon Scalable-Generation vorgestellt, günstigere Preise

        Zitat von PCGH_Torsten
        Auch Mittelständler kaufen solche CPUs in der Regel nicht einzelnen, sondern ganze Rechner bei den Server-/Workstationanbietern. Und die wiederum sind Intel-Großkunden mit komplett eigenen Tarifen.
        Bevor das jetzt wieder jemand nur auf Intel beziehen möchte, AMD ist genauso drauf:
        Cascade Lake SP Refresh: Intels Xeon werden signifikant guenstiger - Golem.de
        Beim Hawk mit über 10000 Epyc-7742 CPUs hätten laut Liste alleine die CPUs > 80 Mio gekostet, das gesamte System kostet aber noch nicht einmal die Hälfte.

        Zitat von BxBender
        Hätte ich mir in den letzten Jahren beruflich oder auch nur privat einen Intel-Rechner hingestellt - man was würde ich jetzt fluchen und über das verschenkte Geld jammern!
        Wenn Du Dir sowas beruflich hingestellt hättest, dann hättest Du auch einen echten Nutzen dafür und im Idelfall innerhalb der Abschreibungsperiode das Geld mehrfach wieder drin.

        Aber vermutlich hättest Du lieber alle Anwendungen ein paar Jahre auf Eis legen und die Mitarbeiten so lange zum Arbeitsamt geschickt. Alles nur, weil sowieso klar ist, dass HW bei höherer Leistung immer günstiger wird.

        Im Gegensatz zu Deinem unpasendne Beispiel (gleiche Leitung zum gleichen Lieferzeitpunkt zu unterschielichen Kosten) war AMD dazu anscheinend bisher nicht in der Lage. Egal ob z.B. im privatbereich Anfang 2019, wo es schlicht keine Konkuzenz zum i9-9900K gab, oder bis vor kurzem im Serverbereich.

        Zitat von BxBender
        So etwas macht mich echt traurig und zugleich auch wütend.
        Mich nicht. Ich entscheide zum Kaufzeitpunkt, ob mir die gebotene Leistung das geforderte Geld wert ist. Zur Not schaue ich noch, was in Kürze (also in wenigen Wochen/Monaten garantier mit bekannter Leitung verfügbar sien wird.
      • Von fotoman Volt-Modder(in)
        AW: Intel Cascade Lake-SP-Refresh: Zweite Xeon Scalable-Generation vorgestellt, günstigere Preise

        Zitat von PCGH_Torsten
        Auch Mittelständler kaufen solche CPUs in der Regel nicht einzelnen, sondern ganze Rechner bei den Server-/Workstationanbietern. Und die wiederum sind Intel-Großkunden mit komplett eigenen Tarifen.
        Bevor das jetzt wieder jemand nur auf Intel beziehen möchte, AMD ist genauso drauf:
        Cascade Lake SP Refresh: Intels Xeon werden signifikant guenstiger - Golem.de
        Beim Hawk mit über 10000 Epyc-7742 CPUs hätten laut Liste alleine die CPUs > 80 Mio gekostet, das gesamte System kostet aber noch nicht einmal die Hälfte.

        Zitat von BxBender
        Hätte ich mir in den letzten Jahren beruflich oder auch nur privat einen Intel-Rechner hingestellt - man was würde ich jetzt fluchen und über das verschenkte Geld jammern!
        Wenn Du Dir sowas beruflich hingestellt hättest, dann hättest Du auch einen echten Nutzen dafür und im Idelfall innerhalb der Abschreibungsperiode das Geld mehrfach wieder drin.

        Aber vermutlich hättest Du lieber alle Anwendungen ein paar Jahre auf Eis legen und die Mitarbeiten so lange zum Arbeitsamt geschickt. Alles nur, weil sowieso klar ist, dass HW bei höherer Leistung immer günstiger wird.

        Im Gegensatz zu Deinem unpasendne Beispiel (gleiche Leitung zum gleichen Lieferzeitpunkt zu unterschielichen Kosten) war AMD dazu anscheinend bisher nicht in der Lage. Egal ob z.B. im privatbereich Anfang 2019, wo es schlicht keine Konkuzenz zum i9-9900K gab, oder bis vor kurzem im Serverbereich.

        Zitat von BxBender
        So etwas macht mich echt traurig und zugleich auch wütend.
        Mich nicht. Ich entscheide zum Kaufzeitpunkt, ob mir die gebotene Leistung das geforderte Geld wert ist. Zur Not schaue ich noch, was in Kürze (also in wenigen Wochen/Monaten garantier mit bekannter Leitung verfügbar sien wird.
      • Von Eckism Volt-Modder(in)
        AW: Intel Cascade Lake-SP-Refresh: Zweite Xeon Scalable-Generation vorgestellt, günstigere Preise

        Auch Comet Lake wird preislich interessant werden. Mich würde ne Preissenkung von 30%-50% nicht überraschen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Intel Cascade Lake-SP-Refresh: Zweite Xeon Scalable-Generation vorgestellt, günstigere Preise

        Zitat von Eragoss
        @BxBender - bei Millionenaufträgen sind die Preise deutlich geringer, auch bei Intel. Letztlich kann man AMD hier aber nur die Hand schütteln, gerade für mittelständige Firmen die keine Großkundenkonditionen aushandeln können, ist die Preissenkung beachtlich. Ob jetzt AMD oder Intel entscheiden nachher aber auch noch andere Faktoren wie Schnittstellen, Sicherheitsvorgaben, Softwarekompatibilität usw.
        Auch Mittelständler kaufen solche CPUs in der Regel nicht einzelnen, sondern ganze Rechner bei den Server-/Workstationanbietern. Und die wiederum sind Intel-Großkunden mit komplett eigenen Tarifen.

        Umgekehrt muss man also auch nicht zwingend auf drastische Endkundenpreissenkungen für diese Prozessoren spekulieren, weil die UVP im bisherigen Verkauf keine große Rolle spielte. Genaue Zahlen gibt es zwar nicht öffentlich, aber die offiziellen Baukosten einiger mit Xeons bestückter Supercomputer legen Rabatte von über 50 Prozent nahe. Es gilt also das gleiche Prinzip wie bei Black-Friday-Deals oder Elektroautoprämien: Wenn man einen ausreichend hohen Grundpreis faked, kann man auch ordentlich senken.
      • Von INU.ID Lötkolbengott/-göttin
        AW: Intel Cascade Lake-SP-Refresh: Zweite Xeon Scalable-Generation vorgestellt, günstigere Preise

        Zitat
        Am oberen Ende des Aufgebots findet sich der Intel Xeon Gold 6258R mit 28 Kernen und 56 Threads, die zugleich auch das Maximum repräsentieren.
        Immerhin 4 Kerne mehr als AMDs kleinste "HEDT-CPU" bietet.
      • Von Gerry1984 Software-Overclocker(in)
        AW: Intel Cascade Lake-SP-Refresh: Zweite Xeon Scalable-Generation vorgestellt, günstigere Preise

        In Anbetracht der Preise die Intel bisher für ihre dicken Xeons aufgerufen hat verramscht Intel mit den neuen Preisen Cascade Lake-SP geradezu. Wahnsinn diese Preissenkungen

        Das ist wohl das Eingeständnis von Intel dass sie gegen Zen2 jetzt wirklich massiv hinten sind sobald es um Vielkern CPUs geht. Intel braucht 10nm und bald auch 7nm und eine skalierbare Architektur mit Chiplets oder ähnlichem für die großen CPUs. Die Zeit der dicken monolithischen Vielkerner ist wohl erstmal vorbei.
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