AMD Zen 6: Next-Gen-CPUs mit genauerem Boost-Takt
AMDs kommende Prozessor-Generation auf Basis der Zen-6-Architektur wird voraussichtlich von einem exakteren Boost-Takt profitieren. AMD hat jetzt entsprechende Linux-Patches für das HighestFreq-Feature von CPPC eingereicht.
AMDs kommende Prozessoren-Generation auf der Basis von Zen 6 ("Morpheus") und Zen 6c ("Monarch") wird voraussichtlich von einem nochmals exakteren Boost-Takt profitieren. AMD hat jetzt entsprechende Patches für das "HighestFreq-Register" eingereicht, welches dem Betriebssystem den höchstmöglichen Takt eines Prozessorkerns direkt über die Firmware mitteilen kann, was auch die Frequenzsteuerung mit dem P-State-Treiber direkt beeinflusst.
Als Bestandteil der CPPC ("Collaborative Processor Performance Control") wird das "HighestFreq-Register" wohl auch als Standard in die neue ACPI-Spezifikation 6.7 mit einfließen und somit auch unter Windows verfügbar gemacht werden. Laut der neuen Patch-Serie, welche in der Linux-Kernel-Mailingliste ("LKML") veröffentlicht wurde, soll das neue HighestFreq-Feature das Problem angehen, dass die Beziehung zwischen dem CPPC-Wert und dem realen Takt der CPU nicht linear ist. Aktuell müssen Betriebssysteme den maximalen Boost mittels Interpolation ermitteln.
Bisher mussten Betriebssysteme die maximale Boost-Taktfrequenz oft über eine lineare Interpolation (Hochrechnung) berechnen. Das neue Register liefert dem Betriebssystem den tatsächlich gemeldeten Höchstwert mittels Firmware direkt aus der Hardware.
Da das Verhältnis von Performance zu Frequenz bei modernen Prozessoren nicht über alle Kerne hinweg linear verläuft, hilft dieses Feature dabei, die CPU-Kapazität und das Boost-Verhältnis, die sogenannte "Boost Ratio", korrekter zu bestimmen. Das führt wiederum zu einem optimierten Scheduling der Prozessorkerne.
Das Betriebssystem kann Aufgaben effizienter den Prozessorkernen zuweisen, die tatsächlich die höchste Taktfrequenz bei optimaler Effizienz erzielen können, was die Systemleistung steigern und gleichzeitig Wärmeentwicklung und den Stromverbrauch senken kann.
AMD treibt diese Entwicklung aktuell vor allem für den Linux-Kernel voran, um die Unterstützung für kommende Prozessorgenerationen und ACPI 6.7 sicherzustellen, wie Phoronix berichtet. Davon profitieren zukünftige CPUs dann selbstverständlich aber auch unter Windows. Weitere Informationen liefert die Linux-Kernel-Mailingliste.
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Quelle: Linux-Kernel-Mailingliste via Phoronix

Am Ende sind die Taktraten auf dem Papier eh nur eine Zahl und haben oft mit der Realität wenig zu tun.
Sieht man schön an den Frametimes
Meine GTX 4080S ist mit ungefähr 5 mal so schnell, wie meine GTX 1060 6GB. Dafür braucht sie 320W, während die GTX 1060 mit 120W auskommt. Meine 4080S bekommt mit der gleichen Energiemenge ungefähr doppelt soviel hin, sie ist also die deutlich effizientere Karte. Die GTX 1060 benötigt hingegen, mit 120W weniger als 40% des Stroms, sie ist beim Spielen also deutlich sparsamer. Wenn es hingegen um eine feststehende Leistung geht, also etwas beim Rendering oder Folding@Home, dann ist die RTX 4080 sowohl die sparsamere als auch effizientere Karte.
So sieht es auch da aus. Zen 6 wird wohl genausoviel Strom, wie Zen 5 benötigen, bei den niedrigeren CPUs eventuell sogar mehr, allerdings wird es wohl mehr Leistung geben, weshalb die CPUs vermutlich effizienter sein werden.
Bin auf Zen6 und Nova Lake von Intel gespannt.