AMD: Zen 5 soll bis zu 160 Prozessorkerne und 320 Threads möglich machen
AMD hat seine neuen Mikroarchitekturen Zen 5 ("Nirvana") und Zen 5c ("Prometheus") mittlerweile für 2024 bestätigt und schon sind neue Gerüchte im Umlauf. Bis zu 160 Prozessorkerne und 320 Threads sollen sich damit realisieren lassen.
AMD hat die neuen Mikroarchitekturen Zen 5 ("Nirvana") und Zen 5c ("Prometheus") in Form von Ryzen 9040 ("Strix Point") mittlerweile offiziell für einen Marktstart 2024 bestätigt und schon sind neue Gerüchte im Umlauf. Bis zu 160 Prozessorkerne und 320 Threads sollen sich damit auf Basis von Epic 9005 ("Turin") für den Server realisieren lassen, sagt der für gewöhnlich gut informierte @yuuki_ans.
Epic 9005 mit Zen 5c und 160 Prozessorkernen
Nachdem die ersten Erprobungsprozessoren, sogenannte Engineering Sample ("ES") und Qualification Sample ("QS"), von Epyc 9005 ("Turin") mit 128 Prozessorkernen und 256 Threads bereits auf diversen Plattformen und in deren Benchmark-Datenbanken aufgetaucht sind, hat @yuuki_ans jetzt die vermeintlichen finalen Spezifikationen veröffentlicht, welche die gesamte Serie abbilden sollen. Dieses Mal soll deren Produktpalette von 8 bis 160 Prozessorkernen und 16 bis 320 Threads bei Leistungsaufnahmen von 155 bis 500 Watt reichen. Damit würde die Leistungsspreizung noch einmal signifikant breiter ausfallen.
Quelle: @yuuki_ans via X
AMD Epyc 9005 ("Turin")*
Wie auf dem Desktop, wo der Sockel AM5 für die neuen Ryzen 9000 ("Granite Ridge") und deren Gaming-Ableger Ryzen 9000X3D ("Granite Ridge-X") beibehalten wird, wird AMD auch im Server dem riesigen Sockel LGA6096 mit 6.096 Pins treu bleiben. Im Spitzenfeld, in der 128, 144 und 160 Prozessorkerne geboten werden sollen, ist Effizienz Trumpf, weshalb hier Zen 5c zum Einsatz kommen sollte, während herkömmliche Epyc 9005 mit bis zu 96 Cores weiterhin auf Zen 5 setzen.
*) nicht offiziell bestätigt.
192 Prozessorkerne und 384 Threads sollen machbar sein
Wie die Website Wccftech erfahren haben will, sollen bis zu 128 Prozessorkerne mit Zen 5 realisierbar sein, während Modelle mit Zen 5c möglicherweise gar über bis zu 192 Prozessorkerne und damit 384 Threads verfügen könnten. Weiter sollen bis zu 4 Terabyte DDR4-6000 pro Sockel und 120 PCIe-Lanes der 5. Generation geboten werden. Der L3-Cache soll maximal 512 MiByte bei Zen 5 und 384 MiByte bei Prozessoren mit Zen 5c betragen - hinzu kommt Turin-X mit 3D V-Cache.
Quelle: @momomo_us via X
AMD Epyc 9005 ("Turin")*
*) nicht offiziell bestätigt.
Im Vergleich zu AMD Epyc 9004 ("Genoa") und Epyc 8004 ("Siena") soll der schnelle Zwischenspeicher damit um 33 Prozent respektive 50 Prozent anwachsen. Die Luft für Intels Xeon-Prozessoren dürfte damit zum Jahresende noch einmal deutlich dünner werden. Schon jetzt hat AMD mit Epyc im Server ganz deutlich die Nase vorn.
In Sachen Fertigungsverfahren bieten sich die drei hochmodernen Nodes N4, N4P und N4X des taiwanischen Auftragsfertigers TSMC für Epyc 9005 und Epyc 9005X sowie Epyc 8005 förmlich an. Offiziell ist hingegen bislang nichts bekannt geworden.
Wann geht es los?
Aktuell ist davon auszugehen, dass die Zen-5-Architektur seine Premiere im zweiten Quartal 2024 in den Server-Prozessoren der Serie Epyc 9005 ("Turin") feiern wird und ab der zweiten Jahreshälfte in den Desktop-Prozessoren ("Granite Ridge") sowie den ersten APUs ("Strix Point") zum Einsatz kommt. Auf "Strix Halo" und "Fire Range" werden Anwender voraussichtlich noch bis zum Jahr 2025 warten müssen.
Ihre Meinung ist gefragt!
Wie stehen Sie zu diesem Thema? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre fundierte Meinung in den Kommentaren zu dieser Meldung. Um zu kommentieren, müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie bisher noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier unverbindlich registrieren. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die geltenden Forenregeln.
Quelle: @yuuki_ans via X, @momomo_us via X, Wccftech


Ich bin unheimlich gespannt was Zen5 letzendlich leisten wird!
so viel frisst ein Intel 14900KS OC auch schon.
hahahhaha
In einem halben Jahr wissen wir mehr.
Dafür gibt es sicherlich ein fest eingeplantes Einsatzgebiet, nämlich spezielle Kundenwünsche.
Denn sind wir mal ehrlich: Intel mag es zwar nicht zugeben wollen, aber für jeden einzelnen Titel (Games) bzw. jede Software das Scheduling händisch optimieren zu müssen ist kein langfristig tragbarer Ansatz. Vor allem nicht, wenn die Konkurrenz einen inhärent besseren Ansatz für die Hybridisierung von Prozessoren auf Kernniveau schon im Markt hat.
Und AMD? Die sind ihr 7950X3D-Problem zwar in dem Moment erst mal los, in dem sie Zen5-X3D mit Zen5c kombinieren, was sie ja tun könnten. Dann erledigt sich der ganze Workaround mit Chipsatztreiber + XBox Gamebar von selbst, weil der Scheduler von Windows automatisch und ohne Pointer richtig arbeitet. Trotzdem haben sie viel Performance zu gewinnen, wenn sie durch optimiertes Scheduling drei verschiedene CCD-Designs (Standard Zen5, Zen5X3D, Zen5c) optimal nutz- und kombinierbar machen können.