Xeon mit 24 Performance-Kernen ist im Geekbench langsamer als ein Core i9-13900K

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Xeon mit 24 Performance-Kernen ist im Geekbench langsamer als ein Core i9-13900K
Quelle: Intel

Laut einem geleakten Geekbench-Eintrag ist Intels neuer Xeon W7-2495X langsamer als ein Core i9-13900K, obwohl er über deutlich mehr P-Kerne verfügt. Es ist aber unklar, inwiefern der Leak die tatsächliche Leistung widerspiegelt.

Schon kommende Woche, am 15. Februar, soll Intel angeblich die neuen Xeon-Prozessoren der Reihen W-2400 und W-3400 vorstellen. Auf Reviews zu den Sapphire-Rapids-Prozessoren wird man allerdings noch etwas länger warten müssen, diese sollen voraussichtlich erst am 22. Februar erscheinen. Details zu einem besonders wichtigen Modell, dem Intel Xeon W7-2495X, sind aber schon jetzt aufgetaucht: Der Prozessor wurde vom Twitter-Account @Benchleaks in der Geekbench-Datenbank entdeckt

Fragwürdige Performance

Der Xeon W7-2495X soll angeblich das neue Flaggschiff der W-2400-Reihe werden, und dafür auf stolze 24 Performance-Kerne setzen. Laut dem geleakten Benchmark-Eintrag kommt er damit aber nicht einmal am bisherigen Desktop-Flaggschiff vorbei, dem Intel Core i9-13900K. Im Multicore-Score liegt dieser zwar nur um gute 2 Prozent vorne, doch bei der Singlecore-Wertung sind es fast 50 Prozent Unterschied. Immerhin: Der Xeon W7-2495X ist laut den Werten etwas schneller als AMDs neuester 24-Kerner, der Ryzen Threadripper Pro 5965WX - doch dieser stammt auch noch aus der Vorgängergeneration.

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CPU Familie Kerne Takt Singlecore-Score Multicore-Score
Intel Core i9-13900K Raptor Lake 8 + 16 3,0 / 5,8 GHz 2.214 25.260
Intel Xeon W7-2495X Sapphire Rapids 24 + 0 2,5 / 4,6 GHz 1.497 24.658
AMD Ryzen 7 7950X Raphael 16 (+ 0) 4,5 / 5,7 GHz 2.191 23.093
AMD Ryzen Threadripper Pro 5965WX Chagall Pro 24 (+ 0) 3,8 / 4,5 GHz 1.495 21.746

Rein anhand der Anzahl der Performance-Kerne hätte man für den Xeon W7-2495X eigentlich eine deutlich höhere Leistung erwartet, zumindest im Multicore-Benchmark. Sapphire Rapids setzt zwar noch auf die Golden-Cove-Architektur, die bei Alder Lake zum Einsatz kam. Doch bei der Nachfolgegeneration Raptor Lake gab es keine Änderungen, die einen derartigen Unterschied rechtfertigen würden. Falls die geleakten Ergebnisse korrekt sind, muss man daher wohl an anderer Stelle nach der Ursache suchen.

Zumindest teilweise dürfte der Takt ein Grund sein. Laut dem Eintrag in der Geekbench-Datenbank lief Intels Xeon W7-2495X für den Test mit 2,5 GHz Basis- und 4,6 GHz Boosttakt. Damit erreicht der Prozessor wesentlich niedrigere Taktraten als aktuelle Desktop-Modelle. Im Boost wird laut Videocardz zwar eigentlich noch eine Steigerung auf 4,8 GHz erwartet, doch auch diese dürfte das Gesamtbild kaum ändern.

Passend zum Thema: Intel Xeon und HEDT: Neue Sapphire-Rapids-CPUs werden am 15. Februar vorgestellt

Weitere Erklärungsansätze betreffen zudem die TDP sowie externe Einflüsse. Eigentlich soll sich der Xeon zwar 225 Watt genehmigen dürfen, doch womöglich wurde er für den Benchmark mit einem reduzierten Energiebudget betrieben. Zudem ist natürlich nicht auszuschließen, dass es anderweitige Flaschenhälse wie etwa eine unzureichende Kühlung gab. Hier können nur unabhängige Tests Klarheit schaffen, die in eineinhalb Wochen erwartet werden.

Für Intel und HEDT-Fans wäre in jedem Fall zu hoffen, dass das geleakte Ergebnis tatsächlich inkorrekt ist. Schließlich werden die W2400-Prozessoren als mögliche Nachfolge für Intels alte Großsockel-CPUs gehandelt. Falls das Topmodell aber tatsächlich langsamer wäre als der Core i9-13900K, dürfte das kaum gelingen.

Quelle: via 3D Center / Videocardz

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        Nun ein toller Vergleich,gillt aber nur wenn man den 5965wx auf 4 ghz lässt.Sobald der jedoch dann auf 4,4 ghz läuft,dann zieht der 5965wx an der neuen Xeon CPU vorbei.
        Das heißt die muss ja echt super langsam sein,wenn es die noch nicht mal schafft.Und darum löst das ganze in mir auch keine Freudenstrahlen aus.Nun wir werden schon noch sehen ,erwarte jedoch dennoch keine Wunder.Weil die Infos zeigen ja zumindest teilweise ein reales Ergebnis.Ein Fake,schürt an dieser CPU am Ende nur ne noch höhere Erwartungen.Also bleibt man am besten auf den Boden der Tatsachen.Es wird halt sehr schwer ne noch höhere Leistung zu erwarten.
        Zudem bringt das garnix weil wenn AMD ne Zen 4 Threadripper Pro raushaut hat Intel wieder das nachsehen.
        Intel hängt also etwas hinter AMD her.Das war ja früher anders herum gewesen.So schnell kann sich das Blatt in dieser Branche ändern.
        Mal sehen was noch so kommt.Ändert zwar nix an meinem Kaufplan aber je besser die heutigen CPUS sind desto mehr beeinflusst das auch die Zukünftigen CPUS sehr.
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        Nun ein toller Vergleich,gillt aber nur wenn man den 5965wx auf 4 ghz lässt.Sobald der jedoch dann auf 4,4 ghz läuft,dann zieht der 5965wx an der neuen Xeon CPU vorbei.
        Das heißt die muss ja echt super langsam sein,wenn es die noch nicht mal schafft.Und darum löst das ganze in mir auch keine Freudenstrahlen aus.Nun wir werden schon noch sehen ,erwarte jedoch dennoch keine Wunder.Weil die Infos zeigen ja zumindest teilweise ein reales Ergebnis.Ein Fake,schürt an dieser CPU am Ende nur ne noch höhere Erwartungen.Also bleibt man am besten auf den Boden der Tatsachen.Es wird halt sehr schwer ne noch höhere Leistung zu erwarten.
        Zudem bringt das garnix weil wenn AMD ne Zen 4 Threadripper Pro raushaut hat Intel wieder das nachsehen.
        Intel hängt also etwas hinter AMD her.Das war ja früher anders herum gewesen.So schnell kann sich das Blatt in dieser Branche ändern.
        Mal sehen was noch so kommt.Ändert zwar nix an meinem Kaufplan aber je besser die heutigen CPUS sind desto mehr beeinflusst das auch die Zukünftigen CPUS sehr.
      • Von Gast1754557804
        Server CPUs sind in der Regel beim Takt genügsamer. Deren Workload ist aber auch auf viele Kerne + oft spezialisierte Software ausgerichtet.

        Dennoch wundert mich der Unterschied doch etwas. So als würde der Xeon nicht mit voller Kraft fahren können.
      • Von BigBoymann BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Mephisto_xD
        Eigentlich schon, denn die E-Kerne sind (oder waren?) ja eher auf dem Niveau von Zen+, also gegenüber den P-Kernen signifikant langsamer.
        Eigentlich nicht, denn mit 24 P Cores wird man dauerhaft im Energiebudgetlimit liegen, die E Cores dagegen belasten das Budget kaum, zumindest viel weniger. Insofern ist die Effizienz deutlich besser und RL ist nunmal alles andere als effizient!
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Mephisto_xD
        Eigentlich schon, denn die E-Kerne sind (oder waren?) ja eher auf dem Niveau von Zen+, also gegenüber den P-Kernen signifikant langsamer.
        Das "signifikante" wird hier in der Praxis meist stark überschätzt. Klar sind die E langsamer. Aber sie sind nicht langsam. Die Dinger laufen performancetechnisch etwa auf Skylake-Niveau - so manch einer würde sich wundern, wenn er bei seiner CPU die P-Cores im BIOS mal abschaltet und nur mit den E-Cores spielt... die meisten würden den Unterschied nicht mal merken ohne auf den fps-Counter zu starren (der8auer hat das in irgendnem Video mal getestet).
        Je nachdem was der Geekbench da genau testet (das ist ja kein Cinebench mit Vollast auf beliebig vielen Threads) ist der Effekt der geringeren IPC der E-Cores nochmal kleiner. Von daher war ich jetzt nicht wirklich überrascht, dass 24 P Kerne mit geringe(re)m Takt nicht an 8 schnell taktenden P plus 16E-Kernen vorbeikommen.

        Zitat von Quake2008
        Somit liegt es nahe warum Intel keinen 16kerner mit 16 P-Cores rausbrachte.
        Das hat was mit dem inneren Aufbau zu tun - Intel benutzt anch wie vor nen Ringbus zur Kommunikation zwischen den kernen - und der wird prinzipbedingt langsamer je mehr Kerne im Ring hängen. Deswegen sind die E-Cores auch in 4er Cluster organisiert (ähnlich wie AMD es bei den Chiplets+InfinityFabric löst), das ist für den Ringbus dann nur eine Verbindung statt vier (ein 13900K beispielsweise hat dann nur 12 Anbindungen am Ring statt 24 - letzteres würde massive Leistungseinbußen zur Folge haben - selbst 12 ist eigentlich schon mehr als günstig ist).

        Wenns mehr Kerne sein sollen brauchste andere Lösungen - bei Intel ist das das Meshsystem. Da kannste fast beliebig viele Kerne untereinander verbinden, der Interconnect ist aber erstens bei Laste auf sehr wenigen Kernen langsamer und zweitens ziemlich aufwendig einzubauen was Verbindungen und Diespace angeht - deswegen nutzt man das nur bei Vielkern-CPUs bzw. versucht im Desktopsegment mit Gewalt ohne Mesh durchzukommen.
      • Von Mephisto_xD BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Incredible Alk
        Ist es wirklich so überraschend, dass 24 P-Kerne auf 4,x GHz im MC ähnlich schnell sind wie 8 P-Kerne auf 5,x GHz plus 16 E-Kernen auf 3,x GHz?
        Eigentlich schon, denn die E-Kerne sind (oder waren?) ja eher auf dem Niveau von Zen+, also gegenüber den P-Kernen signifikant langsamer.

        Man weiß aber natürlich nicht wie hoch der Xeon bei Last auf allen Kernen takten darf. Die i9s haben ja in der Praxis ein fast unbeschränktes Powerbudget, wenn der Xeon schlecht gekühlt war oder schlicht die TDP im BIOS auf vernünftige Werte gesetzt wurden würde das den Unterschied schon erklären.
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