Wärmeleitpaste richtig auftragen? Leserbrief der Woche
Tag für Tag erhält PC Games Hardware Anfragen, Vorschläge und Kritik von Lesern. In der Rubrik "Leserbrief der Woche" stellen wir Ihnen wöchentlich einen ausgewählten Leserbrief und bei Bedarf die Antwort eines Fachredakteurs vor. Beachten Sie, dass der Leserbrief der Woche nicht zwangsläufig in der Woche an die Redaktion geschickt wurde, in der er Ihnen an dieser Stelle präsentiert wird.
PC-Games-Hardware-Leser Helmut K. ist verunsichert, was das Auftragen von Wärmeleitpaste betrifft. Gibt es eine überlegene Methode dafür?
Der Leserbrief von Helmut K:
"Da es so viele Meinungen hinsichtlich der verschiedenen Auftragungsarten von CPU-Wärmeleitpaste gibt, wünsche ich mir einen Vergleichstest mit Temperaturmessungen, -auswertungen und dann ein Video dazu. Denn jeder behauptet nur, seine gewählte Methode sei die Beste. Als Auftragungsarten gibt es z.B. eine Linie, ein diagonales Kreuz von CPU-Ecke zu CPU-Ecke, die Tropfenmethode, mit/ohne Spachtel oder weitere Auftragungsarten."
Die Antwort von Stephan Wilke (Community-Manager):
"Es gibt in der Tat viele Methoden, Wärmeleitpaste aufzutragen. Meines Erachtens gibt es drei Aspekte, die dabei eine Rolle spielen:
1.) Die Wärmeleitpaste sollte das Hitzeleitblech flächig und gleichmäßig bedecken.
2.) Die Wärmeleitpaste sollte nur zwischen Kühler und Prozessor verteilt werden, aber nicht auf das Mainboard oder in den Prozessorsockel gelangen. Das kann aber geschehen, falls eine zu große Menge aufgetragen und dann durch das Fixieren des Kühlers zur Seite hinausgedrückt wird.
3.) Wärmeleitpasten weisen eine unterschiedliche Konsistenz auf. Im Normalfall sind weiße Pasten auf Silikon-Basis flüssiger als dunkelgraue Pasten mit erhöhtem Metall-Anteil (die in der Tendenz für niedrigere Temperaturen sorgen).
Für Kühlertestes habe ich stets nach einer Reinigung von CPU-Hitzeleitblech und Kühlerboden die Wärmeleitpaste mittels Spachtel so aufgetragen, dass ein dünner, gleichmäßiger Film auf der CPU vorliegt. Diese Auftragemethode löst die in 1.) und 2.) genannten Punkte sehr gut, solange man die Schicht nicht zu dick aufträgt. Nachteilig ist allerdings der erhöhte Zeitaufwand beim Auftragen von Wärmeleitpasten, die sich schwer verteilen lassen und am Spachtel kleben bleiben. Andere Methoden, bei denen man die Verteilung dem Anpressdruck überlässt, erfordern vom Anwender eine recht genaue Dosierung - sonst besteht die Gefahr, dass Paste hinausgedrückt wird oder die CPU nicht durchgehend bedeckt. Je nach Anpressdruck des Kühlers verteilt sich Wärmeleitpaste auch nicht immer optimal. Beim Verstreichen merkt man relativ schnell, ob die Menge richtig gewählt ist.
"Richtig" oder "falsch" gibt es beim Auftragen aber eigentlich nicht, sofern die Hardware nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Jede Methode, bei der das gewünschte Ergebnis erzielt wird, ist legitim. Vor einigen Jahren haben wir mehrere Testreihen mit mehreren unterschiedlichen Auftragearten durchgeführt. Dabei ließ sich mit der Kreisform ein minimaler Temperaturvorteil erzielen."
Leserbriefe können Sie an redaktion@pcgameshardware.de senden. Der Leserbrief der Woche wird jeden Samstag um 15:30 Uhr vorgestellt. Der Leserbrief gibt nicht die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich außerdem vor, Leserbriefe zu kürzen.

pro Quadratzoll 1-2 Reiskorn
...ohne Spachtel
Tropfen in die Mitte und hauchdünn über die ganze CPU verteilen. So mach ich es immer und hat bislang sehr gut funktioniert.
Man braucht oft etwas Geduld weil die Paste eben auch gerne mal etwas zickt und etwas Feingefühl kann auch nicht schaden, wenn's denn wirklich hauchdünn sein soll.
Mit so Klecks in die Mitte und draufdrücken hab ich früher eher schlechte Erfahrungen gemacht.
Da ist dann teilweise sogar mal die CPU nicht gestartet weil der Batzen noch zu dick war oder weis der Geier gg.
Ahjo, als Spachtel verwende ich meine Visitenkarten haha, von denen hab ich nämlich sowieso genug bis ins Jahre Schnee, eignet sich hervorragend xD
hab über kreditkarte bis spachtel alels durch und muss sagen das spachtel meiner meinung nacvh das einfachste ist^^ vor allemw enn die cpu vor einem liegt und nicht im gehäuse eingebaut wie iche s schon manche kumpels hab machen sehn... bekommt man ja die krätze
Es gibt wohl bestimmt gefühlte 3 Mio. Tutorials da sollte es doch leicht fallen durch ein paar Vergleiche die Zusammenhänge heraus zu deuten.
Ich hatte mir aus einer stabilen Blisterpackung einen Spachtel gebastelt und je nach Kühler reicht es von der Dicke her wenn die Oberfläche halt noch durchschimmert. Es soll ja kein Brotaufstrich werden sondern nur die Unebenheiten der Oberfläche ausgleichen. Bei HDT Kühlern kann es sogar helfen hauchdünn auch etwas auf der Kühleroberfläche zu verteilen. Die Lösung gibt es kaum, es macht jeder selbst seine Erfahrungen, sei es die Verteilung wie auch die Wahl der paste
ich habe verschiedene Methoden ausprobiert, Kreuz, Klecks und Vollflächig. Naja was soll ich sagen, die Temperaturen waren nicht sooo unterschiedlich, Entscheidender finde ich die Wahl einer vernünftigen WLP und wie gut ist der Kühler bzw. wie gut ist die Towerlüftung. Schliesslich testet PCGH im offenen Aufbau. Die meisten User nutzen aber ein geschlossenes Gehäuse.