Nvidia Vera: 200-Milliarden-CPU-Markt umfasst auch China
Nvidia-CEO Jensen Huang hat am Samstag nach seiner Landung am Songshan-Airport in Taipeh bestätigt: Der prognostizierte 200-Milliarden-Dollar-Markt für die neue Nvidia Vera CPU schließt explizit auch das politisch heikle China mit ein.
Wie die internationale Nachrichtenagentur Reuters jetzt berichtet, hat Nvidia-CEO Jensen Huang am Samstag, dem 23. Mai, nach seiner Landung am Songshan-Airport in der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh klargestellt, dass der vom US-Unternehmen prognostizierte 200-Milliarden-Dollar-Markt für seine kommende Nvidia Vera CPU auch die Volksrepublik China umfasst und das trotz aller weiterhin schwelenden geopolitischen Spannungen zwischen Peking und Washington.
Nvidia Vera: Auch China gehört zum 200-Milliarden-Markt
Auf die Frage einer Reporterin, ob die Marktprognose auch den größten Halbleiter-Absatzmarkt der Welt einschließe, antwortete Huang sinngemäß, dass die genannten 200 Milliarden US-Dollar "nicht heute, sondern irgendwann" zu erwarten seien und "alle Rechenzentren und CPUs" beinhalten würden - China ausdrücklich eingeschlossen. Damit untermauert der Lederjacken-Patriarch die langfristige Bedeutung des chinesischen Marktes für das wertvollste Unternehmen der Welt.
200-Milliarden-Dollar-CPU-Markt: Vera als zentraler Hebel
Erstmals hatte Huang die Zahl im Rahmen des Earnings-Calls am 20. Mai 2026 in den Raum gestellt. Dort hatte der Nvidia-CEO ausgeführt, dass die neue Agentic-CPU mit dem Codenamen "Vera" dem US-Unternehmen den Zugang zu einem völlig neuen, riesigen 200-Milliarden-Dollar-Markt verschaffen würde. Mit einem gewaltigen Rekordumsatz von 81,6 Milliarden US-Dollar im 1. Quartal 2027 hatte das Technologieunternehmen gerade erst gezeigt, wohin die Reise geht.
Die Vera-CPU, welche sich aus 88 Custom-ARM-Prozessorkernen mit 176 Threads und einem 2 TB großen LPDDR5X-Speicher zusammensetzt, beabsichtigt Nvidia mal jetzt ganz nebenbei, der weltgrößte CPU-Anbieter zu werden. Hierfür wird dann auch der besonders lukrative chinesische Markt benötigt, wie auch Nvidia bewusst ist.
Nvidia H200: In China bislang noch ohne Auslieferung
Parallel zum Vera-Vorstoß bleibt der Status der Nvidia H200 in China heikel. Zwar hat die US-Regierung laut einem Bericht von Reuters inzwischen rund zehn chinesische Unternehmen für den Bezug des zweitstärksten KI-Beschleunigers der Hopper-Generation freigegeben - beliefert wurden diese aber bislang nicht.
Die H200 ist für die Auslieferung nach China lizenziert. Es wäre fantastisch, diesen Markt bedienen zu können. Der chinesische Markt ist sehr wichtig. Er ist natürlich sehr groß.
— Jensen Huang, CEO von Nvidia
Hintergrund ist das aktuell genau umgekehrte Spiel: Während Peking den Import der H200 zwischenzeitlich offiziell untersagt hatte, wurde im Januar 2026 dann doch der Import von 400.000 Nvidia H200 genehmigt - an dessen tatsächlicher Umsetzung scheitert es aktuell aber noch. Die Gründe hierfür sind derzeit noch unklar.
Klar ist: Mit der Vera-CPU steigt Nvidia offen in einen Markt ein, der bisher klar von AMD Epyc und Intel Xeon dominiert wurde - und der Konzern aus Santa Clara macht kein Hehl daraus, in den (KI-)Rechenzentren beider Wettbewerber den ersten Platz übernehmen zu wollen. Dass dabei natürlich auch China als wachstumsstärkster Absatzmarkt fest eingeplant ist, dürfte in Washington nicht unbeachtet bleiben.
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Quelle: Reuters

Welchen Anteil hat denn China davon?