Intel Tiger Lake: Mit Xe-Grafik sogar schneller als AMDs Renoir?
Geleakte Benchmarks wecken Hoffnungen auf einen beträchtlichen Leistungssprung bei Intel. Intels Tiger Lake könnte, dank Xe-Grafik, eine mehr als doppelt so schnelle Grafikeinheit wie Ice Lake an Bord haben. Selbst AMDs Renoir könnte im Notebook-Sektor geschlagen werden.
Intel konnte schon mit Ice Lake deutlich an GPU-Leistung gewinnen. Geht es nach geleakten Benchmarks, wird Tiger Lake nun abermals einigen Boden gut machen. Dabei könnten die Chips sogar an AMDs Renoir-Prozessoren vorbeiziehen. Und das, obwohl die Iris Plus Graphics G7 des Core i7-1065G7 der Radeon RX Vega 8 eines Ryzen 7 4800U aktuell noch deutlich unterlegen ist.
Die Benchmarks, die Notebookcheck exklusiv zugespielt worden sein sollen, vergleichen mit dem 3DMark Fire Strike erzielte Ergebnisse. Auffällig ist, dass die Grafik nicht die eigentlichen Werte ausgibt, sondern Leistungsfaktoren. Demnach ist angeblich bereits der kleinste der neuen Core i3-Prozessoren (15 Watt, 48 EUs) über 20 Prozent flotter unterwegs als der schnellste Core i7 (15 Watt, 64 EUs) auf Basis der Ice Lake-Architektur.
Ausgerechnet in AMDs Paradedisziplin geschlagen?
Mit 96 EUs soll der schnellste Chip aus der Reihe der kommenden 15 Watt-Prozessoren die Leistung des ehemaligen Flaggschiffs nahezu verdoppeln. Bei unverändert 96 Execution Units, aber einer TDP von 28 Watt, gewinnt Tiger Lake laut Bericht weitere 15 Prozent Leistung dazu. An der Stelle wird es nun etwas spekulativ, aber die Argumentation erscheint auch nicht unlogisch. Davon ausgehend, dass einige GPU-Benchmarks AMDs Renoir gegenüber Ice Lake mit rund 40 Prozent in Führung sehen, könnte Intel mit Tiger Lake demnächst die Leistungskrone der integrierten GPUs erklimmen.
Tiger Lake setzt auf Intels Xe-Technik oder auch Gen-12-Grafik, die auch in dedizierten Grafikkarten stecken wird. Den Benchmarks zufolge hätte Intel nicht nur die Zahl der Recheneinheiten deutlich angehoben, sondern auch die Leistung pro Einheit um 50 Prozent. Leaks sind natürlich mit Vorsicht zu genießen, vor allem wenn sie nur einzelne Tools heranziehen und Zahlenwerte vermissen lassen. Aber sie lassen doch aufhorchen und befeuern Diskussionen um die Bedeutung kommender (i)GPU-Generationen aus dem Hause Intel.
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Wann erste Tiger Lake-Prozessoren auf den Markt kommen, ist nach wie vor unbekannt. Sofern die Auswirkungen der Coronakrise Intel keinen Strich durch die Rechnung machen, sollte der Release nicht mehr lange auf sich warten lassen. Ende April verkündete Intel, dass Tiger Lake noch Mitte des Jahres erscheint. Im ersten Quartal 2020 habe man bereits doppelt so viele CPUs produziert wie seinerzeit Ice-Lake-Chips.
Quelle: Notebookcheck

Tiger Lake setzt auf Xe/Gen12, dass ist Intels neue Mikroarchitektur bzw. eine stark veränderte Basis.
Gen11 bei Ice Lake hat schon konkurrenzfähige Resultate gegenüber Vega10/11 geliefert, wenn die Treiber mitgespielt haben, da lag man auf einem Niveau.
Also es wäre nicht überraschend, wenn TGL die iGPU-Krone gewinnt.
Tiger Lake kommt Q3/Q4 2020.
Beid en Angaben darfst du aber nicht übersehen, mit welcher Vega8 du das Ganze vergleichst. Vega8 2020 ist nicht Vega8 2017, die ist sogar etwas schneller als die 2017er Vega11...
Daher, ein nettes Ergebnis für Intel mit guten Aussichten für die Zukunft aber die Leistungskrone ist immer noch nicht zu sehen. Bevor die Top-Gen12 auf dem Markt auftaucht, wird auch eine Navi-APU nicht mehr fern sein. Und an den Ergebnissen für Xe sieht man, dass Intel technisch noch immer hinterher hängt. Sie rücken auf aber werden nicht überholen können, außer sie werfen mit Shadern um sich, was wohl eher nicht passiert.
Jeder schnelle VRAM ist besser als kein VRAM und hilft enorm. Die Iris Pro IGPs von Intel haben ja auch enorm profitiert, obwohl ihr L4 Cache nur 128MB oder gar nur 64MB groß war.
Wahr ist hingegen, dass es beim überschreiten des VRAM einen enormen Leistungseinbruch gibt, aber den hätte man sonst vom ersten MB an gehabt.
Das Problem ist, dass das ganze die IGP deutlich teurer macht, weshalb man gleich zu einer dedizierten Graka greifen kann. Die hat dann auch noch ihr eigenes TDP Budget, mehr Shader und eventuell auch mehr VRAM. IGPs lohnen eigentlich nur im untersten Budgetsegment.
Die IGPUs momentan sind stark genug, um normale, ältere und Indiespiele laufen zu lassen. Ihre Schwachstelle liegt alleine beim Speicher. Das wäre ein all in one PC, ein vollwertiger Desktopersatz, mit dem man ganz normal arbeiten kann. Den großen Bruder würde man dann heranziehen, wenn wirklich viel Power gebraucht wird wie bei Metro etc.
Du hast da nichts verlinkt.
Im CometLake steckt immer noch die gleiche (U)HD630 wie seit Skylake.