TSMC: Partnerunternehmen könnte durch Management-Umbau den Fab-Ausbau verzögern
Ein Partnerunternehmen von TSMC steht derzeit offenbar vor einem Management-Umbau, durch den Probleme bei der Zusammenarbeit befürchtet werden. Dadurch könnte beispielsweise der Bau von TSMCs US-Fabrik in Arizona verzögert werden.
Laut der taiwanischen Website United Daily News (UDN) soll einer der Fabrikausrüster von TSMC, Jiangxi Hantang System Integration Co. Ltd, vor einem Management-Umbau stehen. Der Auslöser dafür soll Li Huiwen sein, Witwe des ehemaligen Firmenchefs Wang Yangqun und gleichzeitig größte Anteilseignerin von Jiangxi Hantang System Integration.
Management-Umbau mit unbekannten Folgen
Wang Yangqun war der Gründer und Vorsitzende von Jiangxi Hantang System Integration. Aufgrund einer Krebserkrankung legte er aber 2014 seine Arbeit nieder und verstarb ein Jahr später. Anschließend sollen laut UDN Chao Shui Chen als Vorsitzender und Bai Chen Chen als Geschäftsführer dem Unternehmen zu Rekordergebnissen verholfen haben, indem die Zusammenarbeit mit TSMC intensiviert wurde.
Kürzlich gingen Chao Shui Chen und andere hochrangige Mitarbeiter aber offenbar in den Ruhestand, während Li Huiwen als größte Anteilseignerin von Jiangxi Hantang System Integration offenbar mehr Einfluss auf das zukünftige Management nehmen möchte. Dazu schlug sie sich selbst und drei weitere Leute als Direktoren vor. Das könnte die Unternehmensleitung in Zukunft maßgeblich beeinflussen.
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Als Folge des möglichen Umbaus wird befürchtet, dass die neuen Direktoren durch Personaländerungen auf den unteren Ebenen die Beziehungen zu TSMC stören könnten. Laut UDN wären dadurch wiederum Auswirkungen auf bestehende und zukünftige Verträge zwischen TSMC und Jiangxi Hantang System Integration denkbar.
Als konkretes Beispiel wird eine neue TSMC-Fabrik in Arizona genannt, die eigentlich von Jiangxi Hantang System Integration ausgerüstet werden sollte. Hier werden Verzögerungen oder ein veränderter Vertrag befürchtet, bei dem sich TSMC stärker auf einen anderen Partner verlassen muss. Ob und wie stark es dadurch Einflüsse auf die Versorgung mit Halbleiterchips geben wird, ist aktuell aber leider nicht abzusehen.
