Startup will mit 4.096 Kernen den effizientesten Mikroprozessor anbieten
Die Firma Adapteva möchte mit ihrem Prozessor-Modell 4.096 Kerne auf einem Chip vereinen und bei 80 Watt Leistungsaufnahme 5,632 TFlops liefern. Dies ist jedoch momentan noch reine Theorie und nur als Simulation vorhanden. Ein erster 16-Kerner sei hingegen schon lauffähig.
Das US-amerikanische Startup-Unternehmen Adapteva plant mit ihrem Epiphany E4K benannten Prozessor die bisher effizienteste CPU anzubieten. Der von Globalfoundries in 28 Nanometer gefertigte Chip soll als E4KG4 im Vollausbau mit 4.096 Rechenkernen bei 600 MHz und 80 Watt Leistungsaufnahme 5,632 TFlops an Rechenleistung erreichen - oder anders ausgedrückt etwa 70 GFlops pro Watt. Dies wäre effizienter als bisherige CPU- oder GPU-Produkte bekannter Hersteller. Auch die Chipfläche mit über 524 Quadratmillimetern Größe, wäre überdurchschnittlich hoch, aber durchaus bereits erreicht.
Bisher kann das Unternehmen nach eigenen Angaben aber lediglich einen in 65 Nanometer gefertigten Prozessor mit 16 Kernen vorweisen, auf dem die Leistungswerte des theoretischen Vollausbaus wohl auch beruhen. Die Architektur verknüpft viele RISC-Prozessorkerne, denen jeweils ein Cache von 32 KByte SRAM zur Verfügung steht. Die Leistungswerte sollen außerdem durch ein Kommunikationsnetzwerk mit geringen Latenzen erreicht werden, was durch Taktgeber und Caches gewährleistet sein soll. Ähnlich dem Geschäftsmodell von ARM strebt auch Adapteva ausschließlich eine Lizenzierung der Technologie an, ohne selbst zu produzieren oder zu verkaufen.
Quelle: golem.de, adapteva.com
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In deinem Beispiel kommen sogar noch himmelweite Unterschiede beim Funktionsumfang hinzu.
Aber -s.o.- man sollte halt Einzelprobleme haben, die weder Cache noch Rechenleistung benötigen...
Klar alles Theorie , naja lassen wir uns mal überaschen.
Grüße Goliath1985
Vereinfachung beispielsweise anhand der CPU-Kerne, die eigentlich nur noch integereinheiten sind... oder hab ich da was komplett falsch verstanden?
Der Bulldozer ist eine geschnittene Pizza. Vorteil: Du kannst 2 Menschen damit füttern, die Stücke sind aber nur halb so groß.
Metapher bei Seite, eine CPU besteht aus paar Zutaten wie Integer Kernen, L1,2 etc. Caches, Pipelines,Dekodern, ALUs, AGUs, FPUs et cetera.
Das Konzept hinter Bulldozer zielt auf einen totalen Kompromiss ab. Die FPU ist meistens sehr mächtig und dreht bei einem Integer-Kern oft Däumchen. Klar das verbraucht Platz und Effizienz, deshalb hat ein Core jetzt 2 Integer-Kerne um Platz zu sparen und eine FPU besser aus zu lasten. Die Integer-Kerne sind aber schwächer als die alten Rechenkerne, aber dieser Schwäche will man mit dem Turbomodus entgegen treten. Im Prinzip ist der Bulldozer sehr intelligentes Konzept, was an zu vielen kleinen Ungereimtheiten scheitert.
Das Ziel ist es den besten Kompromiss aus Platz und Perf/Watt zu finden. Einheiten deren Leistungskraft brach liegt, werden besser ausgenützt, durch mehrere Integer-Kerne können mehr Threads verarbeitet werden, sind weniger Threads vorhanden dann wird aufgrund der eher schwachen Kerne hoch getaktet, um dennoch genug Performance zu liefern und die anderen Module ausgeschaltet um Strom zu sparen.
Um es dir zu verdeutlichen. Ein Bulldozer-Modul hat 4 Dekoder die 2 Integer-Kerne füttern. Ein Phenom Integer-Kern hat 3 Dekoder die ihn füttern. Bulldozers Integer-Kerne haben 2 ALUs und 2 AGUs, also der eine rechnet, der andere adressiert und ein Phenom Kern hat 3 jeweils von beiden. Dann gibt es noch den L1-Cache, den L2 Cache und ihre Latenzen. Bulldozer hat einen sehr kleinen L1-Cache, L2 ist größer und L3 auch, aber die Caches an sich sind noch einmal eine ganze Spur langsamer.
Also man sieht auf den ersten Blick das der Bulldozer noch nicht perfekt abgestimmt ist. Bei einem Phenom kann man die Vermutung führen, dass viele Ressourcen overpowered sind und gar nicht ausgenützt werden und beim Bulldozer kann man sich Vorstellen, dass nicht alle Einheiten auch wirklich ausgenützt werden können.