Sockel AM4 noch weitere fünf Jahre: Zumindest bei Ryzen Embedded 5000
AMD hat neue Embedded-Prozessoren für den Sockel AM4 vorgestellt und angekündigt, dass diese noch fünf Jahre lang produziert werden sollen. Da die CPUs technisch den Desktop-Modellen entsprechen, dürften auch diese noch lange verfügbar sein.
AMDs Sockel AM4 hat eine lange Lebenszeit hinter sich. Schon 2016 gab es erste Fertig-PCs mit entsprechenden Mainboards, und ab 2017 wurden diese auch für Privatkunden angeboten. Es folgten die Ryzen-Generation 1000 bis 5000, die alle pinkompatibel waren und damit den Sockel am Leben hielten. Im vergangenen September wurde dann aber der Nachfolgesockel AM5 eingeführt, womit AM4 eigentlich vor der Ablösung stehen sollte. AMD hat aber offenbar andere Pläne, denn zumindest einige entsprechende CPUs sollen noch mindestens fünf Jahre lang erhältlich sein.
Embedded hält AM4 am Leben
Der Grund dafür ist eine Neuvorstellung von AMD. Eine neue Generation Desktop-Prozessoren wird für AM4 zwar wohl nicht mehr erscheinen, doch dafür hat das Unternehmen nun eine Reihe Embedded-Prozessoren angekündigt. Wirklich "neu" sind diese aber nur bedingt, denn die Embedded-Modelle basieren auf den regulären Ryzen-5000-Prozessoren. Deshalb ist auch kaum verwunderlich, dass AMD von typischen Merkmalen wie Zen 3 in 7-nm-Fertigung spricht.
| Prozessoren | Kerne / Threads | CPU-Takt | TDP |
|---|---|---|---|
| AMD Ryzen Embedded 5950E | 16 / 32 | 3,05 – 3,4 GHz | 105 W |
| AMD Ryzen Embedded 5900E | 12 / 24 | 3,35 – 3,7 GHz | 105 W |
| AMD Ryzen Embedded 5800E | 8 / 16 | 3,40 – 3,70 Ghz | 100 W |
| AMD Ryzen Embedded 5600E | 6 / 12 | 3,30 – 3,60 GHz | 65 W |
Zudem passen auch die Namen zu bisherigen Produkten: Die vier neuen Modelle 5950E, 5900E, 5800E und 5600E erinnern an die entsprechenden Prozessoren mit "X" am Ende - und sie haben auch alle dieselbe Kernzahl. Änderungen gibt es aber beim Takt und teilweise der TDP, denn die Embedded-Modelle arbeiten etwas langsamer. Im Zusammenhang mit einer fraglichen Verfügbarkeit dürften die Embedded-Modelle damit wohl nur bedingt für Endkunden relevant sein. Indirekt wird so aber der Sockel AM4 am Leben gehalten, denn AMD will Ryzen Embedded 5000 mindestens fünf Jahre lang produzieren.
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Da die neuen Embedded-Prozessoren technisch den normalen Desktop-Modellen entsprechen, könnte es also sein, dass AMD auch dort noch länger die Ryzen-5000-Generation anbietet. Für Spieler dürfte das eine gute Nachricht sein, denn unter den beliebtesten Prozessoren im PCGH-Preisvergleich sind momentan mehr AM4- als AM5-Modelle zu finden - und das dürfte vorerst wohl auch so bleiben.
Quelle: AMD

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten überlegen sich viele, ob es wirklich notwendig ist neben dem Kaufpreis der CPU auch noch zusätzlich ein paar Hundert Euro in den Unterbau zu investieren. Für das Geld und etwas on Top bekommt man dann immerhin schon eine halbwegs gute GPU. Und wenn dann der geneigte Käufer zu einer Radeon Karte greift verliert AMD hier nicht mal Umsatz.
Gruß T.
Realistisch scheint es mir aber von der Preisgestaltung er unwahrscheinlich.