Sandy Bridge IGP: Mehr Leistung und bessere Treiber - Gespräch mit Intel
Die GMA-HD-Grafikeinheiten der kommenden Sandy-Bridge-Generation sollen nicht nur deutlich schneller sein als aktuelle Modelle, sondern auch von deutlich verbesserten Treibern profitieren. PCGH im Gespräch mit Intel.
Intels bisherige IGPs gelten gemeinhin als langsam, hinzu kommt die mäßige bis schlechte Treiberunterstützung. Mit den GMA-HD-Grafikeinheiten der Clarkdale-Prozessoren konnte Intel zumindest die Leistung spürbar steigern (12 Ausführungseinheiten bei bis zu 900 MHz sowie Hierarchical-Z und Fast Z-Clear), die GMA-HDs der kommenden Sandy-Bridge-Generation legen die Messlatte um rund das Doppelte nach oben und erreichen ersten Messungen zufolge die Gefilde einer dedizierten Radeon HD 5450. Die Taktraten liegen bei bis zu 1.350 MHz, die direkte Anbindung an den Level-3-Cache beschleunigt Zugriffe messbar.
Die Treiber bisheriger GMA-HDs enttäuschten eher durch ihre schwache Spieleunterstützung - bei unseren letzten Tests startete Colin McRae Dirt 2 nicht, Race Driver Grid und Counter-Strike Source stürzten ab, Crysis zeigte Grafikfehler und bei Titan Quest wurden keine Schatten dargestellt. Hinzu kam die fehlende Kantenglättung, die flimmernde und winkelabhängige anisotrope Filterung sowie die wenigen Einstellungsmöglichkeiten im Treiber.
Im Gespräch mit PC Games Hardware wies Intel nun auf spürbare Fortschritte im Bereich Treiber für die IGPs von Sandy Bridge hin. Die Kompatibilität mit Spielen und auch die Features sollen deutlich besser werden. Intel hat auch ein neues Developer-Relations-Programm gestartet, damit integrierte Intel-Grafik grundsätzlich eine bessere Unterstützung in Spielen erhält. Im Gespräch fielen auch Begriffe wie OpenCL und GPU-beschleunigtes Flash, ob Sandy Bridge hierfür bereit ist, steht aber noch in den NDA-Sternen. Intel ist sich der Treiber-Problematik jedoch bewusst und arbeitet stark an Verbesserungen - wir sind gespannt, schließlich waren bereits die GMA-HDs der Clarkdales eine positive Überraschung.

Einige neuere Spiele wie etwa Metro 2033 oder BF:BC2 könnten schon Stolpersteine darstellen, aber wenn die IGP so gut wird wie vermutet und die Treiber auch keine Probleme machen sollte alles laufen
Gibt’s dann überhaupt irgendein heutiges Spiel das mit der Sandy Bridge IGP auf niedrigsten Grafikeinstellungen nicht spielbar ist? Vorausgesetzt Intel bessert sich im Bezug auf Treiber wäre das wirklich genial
Mit der 945GME-IGP im Netbook war es bisher auf LAN-Parties nicht besonders vergnüglich – bis auf Warcraft III, Diablo II und Starcraft hat eigentlich nichts funktioniert
Aber IGP-Notebooks werden nächstes Jahr echt n heißes Pflaster werden.
@KlawWarYoshi:
Ich hatte es so verstanden, daß die mit der Hälfte der Funktionseinheiten war. Aber da Englisch für mich ne Fremdsprache ist und Anand ja auch ausdrücklich geschrieben, daß es sich um ein Vorserienmodell handelt, kann die Sache natürlich im Q1 2011 wieder ganz anders aussehen.
Nur wäre Intel meiner Meinung schön blöd, wenn sie dann in der Serie nur wieder so ein Krücke bringen würden. Eine brauchbare IGP ist ja nun mal wirklich ein Kaufargument bei mobilen Note/Netbooks und HTPCs. Außerdem plant AMD in der Richtung ja auch und da muß dann Intel Gegenstücke im Portfolio haben ... .
Persönlich fände ich es gut, wenn sie auch Modelle ohne IGP bringen würden. Im Desktop kann ich drauf verzichten. Nur sehe ich keine Grund von meinem aktuellen System auf eines zu wechseln, bei dem ich kaum oder nur mit "Zuzahlung" OCen kann.
welche Version getestet wurde
angeblich war es aber die schnellere Variante