Ryzen X mit Zen 6: OpenSIL-Firmware soll AGESA ablösen
AMD plant, seine aktuelle Firmware-Architektur AGESA ab 2026 vollständig durch die Open-Source-Firmware OpenSIL zu ersetzen. Die neue UEFI-Firmware soll aber bereits mit Zen 6 schrittweise für alle Plattformen eingeführt werden.
Wie die Website Phoronix jetzt berichtet, plant AMD, seine aktuell genutzte Firmware-Architektur AGESA ("AMD Generic Encapsulated Software Architecture") spätestens ab 2026 vollständig durch die neue Open-Source-Firmware OpenSIL zu ersetzen. Die neue UEFI-Firmware soll aber bereits mit Zen 6 schrittweise für alle Plattformen eingeführt werden und auch die Server-Prozessoren der fünften Generation alias Epyc 9005 ("Turin") sollen diese teils schon nutzen.
Quelle: AMD
Wie die auf Linux spezialisierte Website berichtet, soll die Anfang 2023 vorgestellte Open Source x86 Silicon Initialization Library ("OpenSIL") die momentan stets genutzte AMD Generic Encapsulated Software Architecture ("AGESA") spätestens mit Zen 7 vollständig abgelöst haben und dann plattformübergreifend für die CPUs aus den Produktfamilien Ryzen und Epyc zum Einsatz kommen.
Eine neuere, offene Architektur, die potenziell eine geringere Angriffsfläche und eine scheinbar unbegrenzte Skalierbarkeit ermöglicht, ist jetzt als Proof-of-Concept in der Open-Source-Community zur Evaluierung verfügbar. - AMD über OpenSIL -
Die dazugehörigen Bibliotheken sind von Grund auf neu in C17 geschrieben und sollen explizit als Open Source bereitstehen. Diese Bibliotheken sollen sich statisch in die System-Host-Firmware wie Coreboot und UEFI verlinken lassen.
Im Rahmen einer Open-Source-Veranstaltung, der OSFC-Konferenz in Deutschland, veröffentlichte AMD in Person von Paul Grimes, seines Zeichens Firmware-Ingenieur des Unternehmens aus Santa Clara, eine aktualisierte Präsentation zum aktuellen Stand der Entwicklungen von OpenSIL. Der Startschuss für die vollständige Umstellung soll voraussichtlich mit der 6. Epyc-Generation erfolgen.
Entwickelt wurde das Gemeinschaftsprojekt von AMD in Zusammenarbeit mit dem Firmware-Entwickler AMI ("American Megatrends") sowie den Coreboot-Spezialisten von 9Elements. Ebenfalls beteiligt waren die Server- und Rechenzentrumsbetreiber AWS, Datacom, Google und Meta sowie das Start-up-Unternehmen Oxide.
Quelle: AMD
Wie AGESA ist auch OpenSIL unter anderem für die Initialisierungsprozesse verschiedener Subsysteme der Plattform verantwortlich, darunter Prozessorkerne, Chipsätze und Speicher. OpenSIL ist "leichtgewichtig, einfach, transparent und sicher und kann leicht skaliert werden", so AMD.
In der aktuellen Phase, dem Proof of Concept, ist OpenSIL ausschließlich mit den Server-Prozessoren der Serie Epyc 9004 ("Genoa") kompatibel und soll anschließend auch auf Epyc 9005 ("Turin") lauffähig sein. Ab 2026 soll die neue Firmware als Bestandteil des UEFI dann schrittweise die AGESA-Architektur ablösen.
Quelle: AMD
Weitere Informationen zu OpenSIL und dessen Code, welcher bereits jetzt mehr als 500 Dateien und 100.000 Zeilen Code und Konfigurationsanweisungen enthält, liefert der ausführliche Bericht "Empowering The Industry with Open System Firmware" auf dem Community-Blog sowie die Präsentation (.PPT) von Paul Grimes.
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Quelle: AMD via Open Source Firmware Conference via Phoronix

Danke für den Hinweis.
Liebe Grüße Sven
Wie auch immer ... nach dem lesen der Kommentare hier ... waren die A-Chipsätze nicht eigentlich "No Chipset" Lösungen, wo only auf die CPU / den IO Die der CPU gesetzt wurde? ... da ist ja eher die Tatsache das fehlende PCIE-Lanes ( weil kein Mulitplexer im Chipset ) ein (Hardware-)limiterendes Problem und keine Sache die sich mit irgendeienr Firmware bzw. eines SoftwarePatches beheben lassen würde.
Mir stellt sich bei openSIL eigentlich eher die Frage ob durch den Umstieg die Initialisierung von Mainboards ( vor allem mit Viel Hardware in Form von SSDs / RAM / etc. PP ) endlich flotter von statten geht oder man teilweise immernoch aberwitzige Zeiträume warten muss bis bestimmte Dinge initialisiert wurden.