Ryzen AI Max+ 395: Kompakter Prototyp-PC mit Strix Halo im Test
Auf Youtube wurde jüngst ein Test eines bislang noch unbekannten Mini-PCs mit AMDs Ryzen AI MAX+ 395 veröffentlicht. Die Strix-Halo-APU macht in Spielen dabei eine durchaus ansehnliche Figur.
Auf dem Papier sind AMDs "Mega-APUs" vom Typ Strix Halo zwar schon längst veröffentlicht, entsprechende Produkte sind bislang aber noch selten. Spannend sind die entsprechenden Chips dabei vor allem aufgrund ihrer starken GPU: Beim Topmodell, dem Ryzen Al Max+ 395, kombiniert AMD 16 Zen-5-Kerne mit stolzen 2.560 RDNA-3-Plus-Shadern. Damit sind auf dem Modell ein gutes Stück Recheneinheiten als auf AMDs Radeon RX 7600 XT verbaut.
Erste Einordnung
Dementsprechend ist der Einsatz von Strix Halo vor allem in Mini-PCs spannend, die auf kompakter Größe eine zumindest brauchbare Gaming-Leistung bieten. Entsprechende Modelle sind auch tatsächlich in Planung: Framework arbeitet an einem etwas größeren PC mit der APU und GMK hat ebenso einen entsprechenden Mini-PC gezeigt. Laut dem Youtube-Kabal ETA PRIME ist derzeit aber noch mindestens ein weiteres Modell eines noch nicht genannten Herstellers in Arbeit. Weitere Details wurden dabei noch nicht verraten. In den nächsten ein bis zwei Monaten soll der offenbar recht kleine Computer mit verbautem Ryzen AI Max+ 395 aber offenbar auf den Markt kommen.
Spätestens dann dürften die vollständigen technischen Details des Geräts bekannt werden - schon jetzt werden in dem Youtube-Video aber erste Details zum aktuellen Prototyp verraten. Demnach kann der verbaute Chip mit einer TDP von bis zu 140 Watt konfiguriert werden - mit Rücksicht auf das überforderte Kühlsystem wurden aber nur 130 Watt eingestellt. In Furmark und damit unter GPU-Volllast verbraucht der Ryzen Ai Max+ 395 demnach rund 120 Watt. Mit zunehmendem CPU-Verbrauch ist daher eine gegenseitige Limitierung zu erwarten. Zumindest bei 140 Watt TDP dürfte diese aber nicht allzu drastisch ausfallen.
Zusammen mit dem verbauten RAM, 32 GiB LPDDR5-8000, von denen 8 GiB für die GPU zur Verfügung stehen, können aktuelle Spiele offenbar durchaus gut gespielt werden. Cyberpunk 2077 läuft in 1440p mit Ultra-Details und FSR Quality demnach bei knapp 60 Fps, und im High-Preset werden 70 bis 80 Fps erreicht. Ohne FSR gibt es zudem auch in Marvel Rivals (1440p, High) spielbare Bildraten von 60 bis 70 Fps. Und im etwas älteren Doom Eternal sind in 1440p bei maximalen Details und ohne Upscaling sogar 110 bis 130 Fps möglich.
Passend dazu: Framework: Desktop-PCs und Mainboards mit AMD Strix Halo
Für Gelegenheitsspieler dürfte die Leistung von Strix Halo damit tatsächlich problemfrei ausreichen, sofern das jeweilige System kein zu enges TDP-Budget setzt. Problematisch bei allen entsprechenden Mini-PCs ist aber wohl der Preis. Ein konkreter Wert für den hier getesteten Computer wird im Video zwar nicht verraten, angeblich verlangt AMD für den Ryzen Ai Max+ 395 aber recht viel - und das schlägt natürlich auf die entsprechenden Komplettsysteme durch.
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Quelle: via Videocardz

genauer: lokale Ai Modelle wie z.b llama und co zuhause auf dem eigenen Rechner laufen lassen. Damit kann man ne Menge interessanten Kram anstellen, und ist nicht an die Einschränkungen der kommerziellen Anbieter gebunden.
Durch den shared GPU RAM lassen sich bis zu 96GB als Grafikspeicher verwenden. Damit lassen sich auf dem Papier Modelle betreiben die sonst eine ziemlich kostspielige Workstation benötigen würden. z.b 70B Modelle.
Die GPU Geschwindigkeit ist hier oft nicht der limitierende Faktor, sondern schlicht der RAM. 4x 4090 (oder vergleichbar) in nen PC zu packen muss man sich da schlicht auch erstmal leisten können. Apple Studio mit M4 pro und 128 GB ist mit ca 5.5k auch nicht unbedingt nen Schnäppchen.
ja der Vergleich hinkt etwas, aber das alles in nem package unter 1k Euro zum experimentieren, mit dem man dann gleichzeitig noch ordentlich zocken und nen media server aufsetzen kann mit so wenig Stromverbrauch ist schon nice to have!.
Sicher nix für jeden aber für ai Hobbyisten könnte das nen gamechanger sein
Ware schön wenn ihr das bei PCGH mal testen könntet, um zu schauen was geht / wie der inference speed so ist, angeblich soll die integrierte AMD NPU da ja gut reinknallen, nur noch nirgendwo konkrete Werte gefunden
Ansonsten hast du vollkommen recht und predige ähnliches seit locker einem Jahr: Mittels teurer Technik höherintegrierte Chips sind für Endkunden kaum von Vorteil. Die Leistung steigt nur in Spezialfällen gegenüber dedizierten Lösungen, die Preisvorteile von Synergieeffekten werden durch die Mehrkosten für Spezialtechnik und Kleinserie mehr als aufgefressen und die geringe Größe ist in der 140-W-TDP-Klasse erst bei äußerst unangenehmer Lärmkulisse von Vorteil – ob zu einer 500 bis 1.000 cm³ großen Kühllösung noch 70 cm³ oder nur 40 cm³ Platine hinzukommen, macht keinen signifikanten Unterschied. Der letzte Ansatz in dieser Richtung, AMD+Intels Kaby Lake G, blieb wie Blei in den Regalen liegen, weil Geräte damit einfach nur teurer, aber nicht besser waren.
Wenn AMD auch die CPU-Kerne integriert hätte, sodass der IF als Grundverbraucher und Flaschenhals entfallen könnte, dann hätte Strix Halo die hohen Preise durch CPU-Leistung in RAM-lastigen Szenarien oder aber als weit überdurchschnittlich großer Chip in der Klasse bis 30 W rechtfertigen können. Mit einem derartigen Premiumansatz macht Apple seit Jahren gute Geschäfte. Aber AMD ist von der Marktposition her nicht Apple und Strix Halo in eben diesem Aspekt kein M3/M4 Pro/Ultra, sondern halt eine ~Raden 7600 mit angeflanschten CCDs.