Ryzen 9000: AMD nennt Zeitplan für Zen 5
AMD hat mit den Quartalszahlen noch einmal bestätigt, dass die Ryzen-9000-CPUs auf Basis von Zen 5 noch in diesem Jahr erscheinen werden. Bis dahin muss man sich aber noch gedulden, denn es wird wohl erst im zweiten Halbjahr so weit sein.
Im vergangenen Jahr hatte AMDs Ryzen-Sparte im Desktop-Markt nicht allzu viele Neuigkeiten zu bieten. Nachdem in der ersten Jahreshälfte die bis dahin noch fehlenden X3D-Modelle nachgeliefert wurden, gab es keine größeren Neuvorstellungen mehr. 2024 soll es aber mehr Bewegungen geben, denn üblicherweise erscheint grob alle zwei Jahre eine neue CPU-Architektur. Damit wäre dieses Jahr wieder eine Neuvorstellung fällig.
Ryzen 9000 in diesem Jahr
Genau das hat AMD kürzlich noch einmal bestätigt: Im Investorengespräch zu den Quartalszahlen für das vierte Quartal 2023 erklärte CEO Lisa Su, dass noch dieses Jahr die neue APU-Generation Strix Point erscheinen wird. Nachdem bereits kürzlich Ryzen-8000-APUs für das Notebook-Segment vorgestellt wurden, dürfte die zukünftige Generation wohl als Ryzen 9000 erscheinen - und im Desktop-Segment dürfte AMD diese Bezeichnung übernehmen. Su betont dabei noch einmal, dass für Strix Point Zen-5-Kerne und eine GPU auf Basis einer überarbeiteten RDNA-Architektur (RDNA 3.5) auf dem Plan stehen. Zudem soll, wie auch bei der Konkurrenz, die KI-Performance zulegen.
"Strix combines our next-gen, Zen 5 core with enhanced RDNA graphics and an updated Ryzen AI engine to significantly increase the performance, energy efficiency and AI capabilities of PCs. Customer momentum for Strix is strong with the first notebooks on track to launch later this year."
"Strix kombiniert unseren Zen-5-Kern der nächsten Generation mit verbesserter RDNA-Grafik und einer aktualisierten Ryzen-KI-Engine, um die Leistung, Energieeffizienz und KI-Fähigkeiten von PCs deutlich zu steigern. Das Kundeninteresse an Strix ist groß und die ersten Notebooks werden noch in diesem Jahr auf den Markt kommen."
Zusätzlich bestätigte Su, dass auch die auf Zen 5 basierende Server-Generation Turin noch 2024 erscheinen soll - genauer gesagt im zweiten Halbjahr. Zudem betonte sie, dass sie für das Client-Geschäft in diesem Jahr, dank der kommenden Zen-5-CPUs, allgemein starke Wachstumsmöglichkeiten sieht. Inwiefern der Desktop dabei eine Rolle spielt, wurde zwar nicht aufgeschlüsselt, vermutlich dürfte Ryzen 9000 aber auch hier noch in der zweiten Jahreshälfte erscheinen.
"We continue to see strong growth opportunities for our client business as we ramp our current products, extend our AIPC leadership and launch our next wave of Zen 5 CPUs."
"Wir sehen weiterhin starke Wachstumschancen für unser Client-Segment, während wir unsere aktuellen Produkte hochfahren, unsere AIPC-Führerschaft ausbauen und unsere nächste Welle von Zen 5-CPUs einführen."
"And then, we also see Turin, our Zen 5 product coming in the second half of the year."
"Und dann sehen wir auch Turin, unser Zen 5-Produkt, das in der zweiten Jahreshälfte kommt."
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Passend dazu hat der Leaker @Kepler_L2 kürzlich verlauten lassen, dass AMD angeblich schon auf der CES 2025 die ersten X3D-Produkte auf Basis von Zen 5 vorstellen will. Nachdem die normalen Ableger zuletzt deutlich vor den X3D-Modellen veröffentlicht wurden, spricht auch das für eine Erstveröffentlichung von Ryzen 9000 im zweiten Halbjahr 2024.
Quelle: Seeking Alpha via Videocardz


Meinst du es würde Sinn machen den IO Part in 4nm neu aufzulegen oder wird man da eher bei 6nm bleiben?
cCCD: N4P
cIOD: N6 - hier bleibt es bei dem Design, dass schon bei der 7000er Gen im Einsatz war (Turin: möglicherweise kleiner Adaptionen)
cCCD Dense: N3E - angeblich sogar der erste Chip der in N3E gefertigt wird.
Erscheint sonderbar, weil es darauf hinausliefe Zen 5c physisch 2 Mal zu designen, da die Mobilableger ebenfalls in N4P daherkommen sollen. Andererseits würde Turin Dense damit enorm an Energieeffizienz zulegen und wäre jeglicher Konkurrenz wohl weit voraus.
Zuletzt wurde der CPU Core ja nur konservativ upgedated - im Grunde wurden nur die naheliegenden Erweiterungen genutzt, die durch die höhere Packdichte bei Logikschaltungen entstanden sind - vieles davon um einen höheren Takt zu erreichen. Insofern eine gewisse Ähnlichkeit zum Intel'schen "Tick".
Jetzt steht dagegen wieder ein "Tock" an was grundsätzlich auf einen beträchtlichen IPC Zuwachs hinausläuft.
Hier gibt es auch schon lange Gerüchte, dass die IPC geradezu in absurder Weise zulegt - man denke an die Projektionen die Tenstorrent verwendet - immerhin präsentiert von Jim Keller höchstpersönlich.
Und tatsächlich wäre ein spektakuläres Resultat gar nicht so abwegig. Was vielen nicht bewusst ist: Zen 4 erreicht zwar pro Takt eine ähnliche Leistung wie Golden Cove, ist aber dennoch ein "schlanker" Kern, vergleichbar mit Skylake (maximal 4 decodierte Befehle pro Takt (GC: 6), entsprechend kleine Strukturen, z.B. der Reorder Buffer (ROB) fasst 320 Einträge (GC: 512)).
Damit ist das Potential aber weitgehend ausgeschöpft. Zen 5 geht daher erstmals seit Zen 1 wieder in die Breite und zieht in Sachen "Gewichtsklasse" mit GC gleich. Ein IPC Plus von 30% wäre also durchaus im realistischen Bereich. Die Performance würde aber weniger zulegen, da von einer Taktregression auszugehen ist - die Ära von >5,5 GHz neigt sich ohnehin dem Ende, die eingeschränkte Wärmeabfuhrkapazität infolge von Backside Power Delivery wird selbst 5 GHz schwer genug machen.
Aber okay, jeder wie er will