AMD: Gaming im Minus, CPUs im Plus - schlechter Ausblick trübt die Stimmung an der Börse

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AMD: Gaming im Minus, CPUs im Plus - schlechter Ausblick trübt die Stimmung an der Börse
Quelle: AMD

AMD hat die Quartalszahlen für das Q4 2023 veröffentlicht. Zwei Sparten liefen dabei besonders gut, das Gaming-Segment schrumpfte aber. Zudem sind die Anleger offenbar vom Ausblick enttäuscht.

Nachdem Intel schon letzte Woche die Geschäftsergebnisse für das vierte Quartal 2023 veröffentlicht hat, folgte gestern Abend nun auch AMD. Das Muster ist dabei ein ähnliches: Die Zahlen sind solide, der Ausblick aber nicht. AMD musste deshalb direkt einen deutlichen Kurseinbruch hinnehmen. Gegenüber dem Vortag ging es schlagartig um knapp zehn Prozent nach unten. Die Stimmung an der Börse ist also offenbar alles andere als rosig.

Starke und schwache Segmente

Für das abgeschlossene Quartal kann das Unternehmen dabei einen Umsatz von 6,2 Milliarden US-Dollar, einen operativen Gewinn von 342 Millionen US-Dollar und einen nominellen Gewinn von 667 Millionen US-Dollar vorweisen. Pro Aktie wurden im Schnitt 0,41 US-Dollar verdient. Verantwortlich für das Ergebnis waren dabei insbesondere hohe Verkaufszahlen der Instinct-GPUs sowie der Ryzen- und Epyc-Prozessoren. Passend dazu haben die Segmente Datacenter und Client deutlich zugelegt. Verglichen mit dem Vorjahr stieg der Umsatz hier um 38 Prozent beziehungsweise 62 Prozent.

Nach Veröffentlichung der Quartalszahlen gab die AMD-Aktie ruckartig um fast zehn Prozent nach. Quelle: Google Finance Nach Veröffentlichung der Quartalszahlen gab die AMD-Aktie ruckartig um fast zehn Prozent nach. Verloren hat im vergangenen Quartal hingegen die Gaming-Sparte, in der AMD die Konsolen-SoCs und die Radeon-GPUs zusammenfasst. Im Jahresvergleich ging es hier um 17 Prozent nach unten, da das Semi-Custom-Geschäft deutlich eingebrochen ist. Gleichzeitig sind die Verkaufszahlen bei Grafikkarten zwar gestiegen, doch das konnte das Gesamtergebnis nicht mehr retten. Ähnlich sieht es zudem auch bei der Embedded-Sparte aus: Diese gab um 24 Prozent nach. Als Grund nennt AMD hier den Abbau von Lagerbeständen bei den Kunden.

Im Gesamtergebnis dürften AMDs Bemühungen im KI-Segment dabei eine gewisse Zugkraft haben, angeblich hat das Unternehmen hier bereits Vorbestellungen im Wert von 3,5 Milliarden US-Dollar. Im ersten Quartal 2024 soll aber trotzdem nur ein Gesamtumsatz von 5,1 bis 5,7 Milliarden US-Dollar erreicht werden. Dabei werden voraussichtlich alle Sparten bis das Datacenter-Segment schrumpfen, das durch die besagten KI-Produkte gestützt wird.

Kategorie Sparte Q4 2022 Q4 2023 Änderung
Umsatz Gesamt 5,599 Mrd. $ 6,168 Mrd. $ +10 %
Umsatz Datacenter 1,655 Mrd. $ 2,282 Mrd. $ +38 %
Umsatz Client 903 Mio. $ 1,461 Mrd. $ +62 %
Umsatz Gaming 1,644 Mrd. $ 1,368 Mrd. $ -17 %
Umsatz Embedded 1,397 Mrd. $ 1,057 Mrd. $ -24 %
Umsatz Sonstige - - -
Gewinn Gesamt 342 Mio. $ -149 Mio. $ -
Gewinn Datacenter 444 Mio. $ 666 Mio. $ -
Gewinn Client -152 Mio. $ 55 Mio. $ -
Gewinn Gaming 266 Mio. $ 224 Mio. $ -
Gewinn Embedded 699 Mio. $ 461 Mio. $ -
Gewinn Sonstige -1,064 Mrd. $ -1,406 Mrd. $ -

Passend zum Thema: Deutlicher Kurseinbruch: Intel enttäuscht mit schlechtem Ausblick

Gleichzeitig hat AMD hier aber angeblich kein Kapazitätsproblem. Im Gegensatz zu Nvidia verkauft man also nicht so viele Produkte, wie man produzieren kann. Dort dürften die Quartalszahlen deshalb wieder spannend werden: Wenn Nvidia am 21. Februar die Zahlen für das vierte Quartal veröffentlicht, wird man sehen, ob sich das Unternehmen gegen den von AMD und Intel gesetzten Abwärtstrend wehren kann.

Quelle: AMD via 3D Center / Tom's Hardware

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    • Kommentare (13)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Zitat von Kandira
        Das spiegelt sich auch an der Aktie wider.
        AMD und vor allem NVidia sind aufgeblähte Kurswerte.
        Wenn man bedenkt, wo die mal waren.
        Wer hoch fliegt, kann auch tief fallen.
        Vor allem die Käufer sind schuld daran, dass NVidia überhaupt die AKtienkurse so hoch treiben konnte.
        Das sieht man an den astronomisch hohen und unwirklich erscheinenden Gewinnmargen.
        Das ist einfach nicht normal. Man sieht die Abzocke und bejubelt das auch noch.
        Ja, die Produkte sind echt gut, aber das ganze drumherum stimmt einfach nicht mehr.
        Es geht nur darum die Kurse hochzupeitschen, damit die Anleger zufrieden sind und noch mehr Geld verdienen.
        Zahlen lügen nicht. Wir haben es schwarz auf weiß.
      • Von BxBender Volt-Modder(in)
        Zitat von Kandira
        Das spiegelt sich auch an der Aktie wider.
        AMD und vor allem NVidia sind aufgeblähte Kurswerte.
        Wenn man bedenkt, wo die mal waren.
        Wer hoch fliegt, kann auch tief fallen.
        Vor allem die Käufer sind schuld daran, dass NVidia überhaupt die AKtienkurse so hoch treiben konnte.
        Das sieht man an den astronomisch hohen und unwirklich erscheinenden Gewinnmargen.
        Das ist einfach nicht normal. Man sieht die Abzocke und bejubelt das auch noch.
        Ja, die Produkte sind echt gut, aber das ganze drumherum stimmt einfach nicht mehr.
        Es geht nur darum die Kurse hochzupeitschen, damit die Anleger zufrieden sind und noch mehr Geld verdienen.
        Zahlen lügen nicht. Wir haben es schwarz auf weiß.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Semi Custom sind Chips mit bestehende Funktionsblöcken/AMD-Architekturen, aber neu arrangiert und skaliert. Im wesentlichen die APUs für Konsolen sowie für das Steam-Deck.
      • Von RavionHD Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Chibs
        Mitte des Jahres waren Konsolen und Radeon-Sektor noch sehr stabil, glaube eher dass der Verlust wie im Text erwähnt von "Client-Geschäft mit Ryzen-Prozessoren" und "Semi-Custom-Geschäft" kommt. Zum ersten habe ich was bei CB gefunden, zum zweiten habe ich nichts gefunden - weißt du was "Semi-Custom-Geschäft" bedeutet?

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Das ist ja vor einem Jahr gewesen, zudem noch kurz vor Release der Zen43D CPU's, also nicht überraschend.

        Im PCGH Text steht ja konkret dass aktuell Ryzen CPU's gut laufen:
        Zitat

        Verantwortlich für das Ergebnis waren dabei insbesondere hohe Verkaufszahlen der Instinct-GPUs sowie der Ryzen- und Epyc-Prozessoren.
        Im Prinzip kann nur das schlechte Konsolengeschäft für das Minus verantwortlich sein:
        Zitat

        Verloren hat im vergangenen Quartal hingegen die Gaming-Sparte, in der AMD die Konsolen-SoCs und die Radeon-GPUs zusammenfasst. Im Jahresvergleich ging es hier um 17 Prozent nach unten, da das Semi-Custom-Geschäft deutlich eingebrochen ist. Gleichzeitig sind die Verkaufszahlen bei Grafikkarten zwar gestiegen, doch das konnte das Gesamtergebnis nicht mehr retten.
        Grafikkarteverkäufe sind gestiegen, die Gaming Sparte (die aus Konsolen SoC's und Grafikkarten besteht) allerdings stark im Minus, also muss das Minus bei den Konsolen SoC's sehr erheblich sein.
      • Von Chibs BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von RavionHD
        Wenn die Grafikkartenverkäufe gestiegen sind, das Gamingsegment aber trotzdem schlecht läuft kann es nur an den schlechten Konsolenverkäufen liegen oder möglicherweise profitiert AMD da nicht allzu viel davon.
        Mitte des Jahres waren Konsolen und Radeon-Sektor noch sehr stabil, glaube eher dass der Verlust wie im Text erwähnt von "Client-Geschäft mit Ryzen-Prozessoren" und "Semi-Custom-Geschäft" kommt. Zum ersten habe ich was bei CB gefunden, zum zweiten habe ich nichts gefunden - weißt du was "Semi-Custom-Geschäft" bedeutet?

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        Zitat


        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Die massiven Investitionen in den Embedded-Sektor mit der Übernahme von Xilinx zahlen sich einmal mehr aus, denn dieser Bereich sorgte mit 1,562 Milliarden US-Dollar Umsatz für fast 30 Prozent der Einnahmen von AMD und erwirtschaftete einen operativen Gewinn von 798 Millionen USD. Im Gegenzug brach aber (wie auch bei Intel) das Client-Geschäft mit Ryzen-Prozessoren massiv ein: Von vormals 2,124 Milliarden USD Umsatz blieb mit 739 Millionen USD nur noch etwas mehr als ein Drittel übrig. Die Sparte meldet dementsprechend Verlust in Höhe von 172 Millionen USD.
        Zitat

        Vergleichsweise stabil zeigten sich die Bereiche Data Center (Epyc) und Gaming (Spielkonsolen und Radeon).
      • Von derneuemann Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Kondar
        Kann ich auch mit RX 6800XT sagen.
        AUSSEHEN ist da in 4K mit RT / PT (deutlich) besser.
        und was "super geschmeidig" bedeutet kann man es auch wie UbiSoft halten.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        =>Das Wichtigste vorweg: Alan Wake 2 ist nicht etwa unoptimiert, sondern schlicht und ergreifend State-of-the-Art.
        Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass Alan Wake 2 auch mit reinem Rasterizing eine gute Figur macht und dann mit einem Vielfachen der Bildrate läuft - das Preis-Leistungs-Verhältnis der Engine passt.

        Also soll man wenn man eine neue GPU kauft auf "olle Kamellen schauen"? Gerade wenn einem RT so wichtig ist UND deswegen eine neue Karte kauft soll man am besten nur Spiele aussuchen wo RT so am Rand genuzt wird ?
        Nein wenn man RT Fan ist sucht man auch das Spiel aus welches RT bis zum Umfallen nutzt!
        Auch würde ich fürs Jahr 2024 eher ein ein Anstieg von RT erwarten als ein Back to the ro...äh rasterizing

        (Habe jezt ne RX 6800XT, davor ne RTX 2080, davor ne Vega 56, davor ne GTX 970.... bin eben für jeden Hersteller offen.....es kann also bei der nächsten Karte wieder eine NV werden )
        Ne also Mi RT/ PT habe ich ziemlich genau 58-66fps im Wald
        ( PT aber nur 1 strahl statt 3)
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