Ryzen 7 5800X3D: Overclocking per BLCK ist weiterhin möglich

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AMD Ryzen 7 5800X3D
Quelle: AMD

AMDs Ryzen 7 5800X3D sollte sich nach bisherigen Informationen nicht übertakten lassen, um den anfälligen und warmen zusätzlichen L3-Cache auf dem Die nicht zu beschädigen. Ein Übertakter hat nun dennoch das bisherige Maximum aus dem Ryzen 7 5800X3D gekitzelt. Lesen Sie dazu im Folgenden mehr.

AMDs Ryzen Prozessoren der ersten Generationen waren zwar nicht immer einfach zu übertakten, ließen sich aber ohne größeren Aufwand kühlen. Das änderte sich mit Zen 2 und dem deutlich aggressiveren Turbo der Prozessoren, der für eine optimale Performance sorgen sollte, in Kombination mit der verkleinerten Fertigung von 7 nm. Mit Zen 3 wurde das Problem nur weiter vergrößert und der Ryzen 7 5800X mit einem einzelnen CCX und einer TDP von 105 Watt wurde als Hitzkopf gebrandmarkt, der den ein oder anderen Kühler mit hoher punktueller Hitzeentwicklung überfordert hat.

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Noch vor der Veröffentlichung des Ryzen 7 5800X3D wurde bekannt, dass dieser Chip durch einen gesperrten Multiplikator nicht übertaktet können werden sollte. Die Erklärung dafür ist der zusätzliche Cache, den der Prozessor im Vergleich zu den restlichen Zen-3-Modellen erhalten hat. Während ein normaler Ryzen 7 5800X über 32 MB L3-Cache verfügt, bietet der Ryzen 7 5800X3D dessen 96 MB, von denen 64 MB auf dem Die gestackt sind. Der zusätzliche Cache kann nicht nur für Wärmeentwicklung sorgen, sondern darf auch maximal mit 1,35 Volt betrieben werden und daher hat der 5800X3D auch einen niedrigeren Basis- und Turbotakt als sein Vorgänger.
Ryzen 7 5800X3D OC Quelle: SkatterBencher Ryzen 7 5800X3D OC Im Test von Techpowerup hat der 5800X3D unter Volllast aber lediglich eine Temperatur von 77 °C erreicht, sodass hier durchaus noch Potenzial bestünde, sofern die Spannungsgrenze nicht überschritten wird. Leider scheinen manuelle Eingaben beim Multiplikator keinen Effekt zu haben, sodass eine generelle Übertaktbarkeit zum jetzigen Zeitpunkt fragwürdig erscheint.

Es wurde allerdings ein Screenshot des Übertakters Pieter von SkatterBencher gesichtet, der in CPU-Z einen Takt von 4,82 GHz bei 1,306 Volt zeigt. Um das zu erreichen, wurde der BCLK laut Foto auf 106 MHz erhöht, was in Kombination mit einem Multiplikator von 45,5 auf einem Asus Crosshair VIII Extreme den Takt ergibt. Laut dem Übertakter scheint der Chip sich allerdings schlechter übertakten zu lassen als durchschnittliche Ryzen-5000-Modelle. Ob das seinem Sample geschuldet war oder über mehrere Chips reproduzierbar ist, müssen erste Praxistests zeigen, wenn mehr Ryzen 7 5800X3D verfügbar sind.

Quelle: Wccftech

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    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Birdy84 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PCGH_Torsten
        Aber über unseren eigenen Unsinn dürfen noch berichten?

        Wie erwähnt resultieren hohe Temperaturen beim 5800X nicht aus der besonders hohen Wärmeentwicklung, sondern aus der Wärmedichte. Wir mussten schon einmal bei einem (eigentlich-)Mittelklasse-Build auf einen deutlich teureren Kühler wechseln, weil das ursprünglich angedachte, auf einem 5900X vollkommen ausreichende Modell mit einem 5800X an der 90-°C-Grenze kratzte und somit keine Reserven mehr für warme Sommer bot. Wärmeprobleme durch kleine Chips werden zwar häufiger hochgeredet als angebracht, aber mit einer wenigstens 50 Prozent höheren Wärmedichte als ein Ryzen 9 ist der 5800X schon eine Hausnummer.
        Generell von einem Problem reden, ist aber auch nicht richtig.

        Edit: Um es noch etwas weiter auszuformulieren: Da Fragen zu den Betriebstemperaturen allein hier im geschätzt alle zwei, drei Tage aufkommen, helfen solche Formulierungen, wie im Artikel eure Leser nicht weiter, im Gegenteil, es trägt zur Verunsicherung bei.
      • Von Birdy84 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von PCGH_Torsten
        Aber über unseren eigenen Unsinn dürfen noch berichten?

        Wie erwähnt resultieren hohe Temperaturen beim 5800X nicht aus der besonders hohen Wärmeentwicklung, sondern aus der Wärmedichte. Wir mussten schon einmal bei einem (eigentlich-)Mittelklasse-Build auf einen deutlich teureren Kühler wechseln, weil das ursprünglich angedachte, auf einem 5900X vollkommen ausreichende Modell mit einem 5800X an der 90-°C-Grenze kratzte und somit keine Reserven mehr für warme Sommer bot. Wärmeprobleme durch kleine Chips werden zwar häufiger hochgeredet als angebracht, aber mit einer wenigstens 50 Prozent höheren Wärmedichte als ein Ryzen 9 ist der 5800X schon eine Hausnummer.
        Generell von einem Problem reden, ist aber auch nicht richtig.

        Edit: Um es noch etwas weiter auszuformulieren: Da Fragen zu den Betriebstemperaturen allein hier im geschätzt alle zwei, drei Tage aufkommen, helfen solche Formulierungen, wie im Artikel eure Leser nicht weiter, im Gegenteil, es trägt zur Verunsicherung bei.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Birdy84
        Könntet ihr mal aufhören den Blödsinn einiger User hier in einem offiziellen Redaktionsbeitrag zu wiederholen. Es gibt schlicht kein Problem bei der Kühlung von Zen 2 und 3. Auch die Angabe der TDP ist irreführend, da die PPT die tatsächliche L
        Aber über unseren eigenen Unsinn dürfen noch berichten?

        Wie erwähnt resultieren hohe Temperaturen beim 5800X nicht aus der besonders hohen Wärmeentwicklung, sondern aus der Wärmedichte. Wir mussten schon einmal bei einem (eigentlich-)Mittelklasse-Build auf einen deutlich teureren Kühler wechseln, weil das ursprünglich angedachte, auf einem 5900X vollkommen ausreichende Modell mit einem 5800X an der 90-°C-Grenze kratzte und somit keine Reserven mehr für warme Sommer bot. Wärmeprobleme durch kleine Chips werden zwar häufiger hochgeredet als angebracht, aber mit einer wenigstens 50 Prozent höheren Wärmedichte als ein Ryzen 9 ist der 5800X schon eine Hausnummer.

        Zitat von Edelhamster
        Thema beim BCLK-OC oberhalb 104 MHz sind in der Vergangenheit oft negative Einflüsse auf den PCIe-Link gewesen, der ebenfalls daran hängt.

        Weiß nicht wie stark das bei PCIe 4.0 oder 5.0 noch ins Gewicht fällt, sollte man aber vllt checken.

        Edit: Allgemein bin ich ebenfalls der Meinung, dass Overclocking-Kapazitäten nicht mehr in der Form relevant sind wie vllt früher noch und es ist halt der erste Chip für die Masse mit Cache on Top of Die - da will sich AMD verständlicherweise auch kein Ei legen, auch wenn kurz vor Ostern ist.
        Die relative Empfindlichkeit sollte sich mit PCI-E 4.0 nicht geändert haben. Allerdings waren sowohl zu BCLK-OC-Hochzeiten als auch in Raffs letzten PCI-E-Übertaktungsversuchen (sind schon 2-3 Jahre her, weiß nicht mehr ob 3.0 oder 4.0) eher 8 bis 20 Prozent mehr drin. Hier darf man Stabilitätsprobleme nicht mit der knallharten Sperre bei Intel ab einschließlich 104 MHz verwechseln.
        Dave konnte mit dem 5800X3D allerdings nicht einmal 102 MHz erreichen.
      • Von RX480 Lötkolbengott/-göttin
        Das bisschen BCLK läuft das dann auch mit dem Ram?
        die XOCer nehmen bis zu DDR4 3800CL12

        Da bin ich wirklich gespannt, was sich so rauskitzeln lässt.
      • Von Edelhamster BIOS-Overclocker(in)
        Thema beim BCLK-OC oberhalb 104 MHz sind in der Vergangenheit oft negative Einflüsse auf den PCIe-Link gewesen, der ebenfalls daran hängt.

        Weiß nicht wie stark das bei PCIe 4.0 oder 5.0 noch ins Gewicht fällt, sollte man aber vllt checken.

        Edit: Allgemein bin ich ebenfalls der Meinung, dass Overclocking-Kapazitäten nicht mehr in der Form relevant sind wie vllt früher noch und es ist halt der erste Chip für die Masse mit Cache on Top of Die - da will sich AMD verständlicherweise auch kein Ei legen, auch wenn kurz vor Ostern ist.
      • Von Chatstar BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von fleix243
        Oder wird das dann der 5800X3DS?
        Jo damit könnte AMD Raptor Lake in Schach kalten
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