Qualcomm bläst zur Attacke auf x86-Prozessoren: Was bedeutet das für Spieler?

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Qualcomm bläst zur Attacke auf x86-Prozessoren: Was bedeutet das für Spieler?
Quelle: ARM

ARM-Prozessoren sollen aggressiv auf den von x86-Anbietern dominierten PC-Markt vorstoßen. Neben den naheliegenden Notebooks soll auch der Desktop binnen 5 Jahren erobert werden.

Wer die Branche verfolgt, wird mitbekommen haben, dass ARM mit RISC-Designs nun auch auf den PC-Markt drängt. Da ARM selbst nur lizenziert, treten die Prozessoren in Form von Produkten wie dem Qualcomm Snapdragon auf, der in den letzten Monaten als Snapdragon X Elite bereits als ernst zu nehmender Gegner positioniert wurde - nicht nur gegen Apples M-Chips, sondern auch gegen x86-Technik von AMD und Intel.

Qualcomms CEO, Cristiano Amon, geht nun sogar noch weiter und will - so sein Wunsch - in fünf Jahren 50 Prozent des Desktop-Marktes mit Snapdragon-Chips versorgen. Und damit wiederholt und bekräftigt er im Grunde auch nur die Meinung von ARM-CEO René Haas. Amon geht sogar noch etwas weiter und sagt, dass manche OEMs sogar mit 60 Prozent Marktanteil rechnen.

Windows als Helfer!

Beiden Unternehmen würde das natürlich gelegen kommen. Und beide wissen, dass sie ohne Microsoft nicht weit kommen. Windows ist das dominierende Betriebssystem auf dem PC-Markt und man setzt darauf, dass die Redmonder mitspielen. Außerdem setzt man auf KI. Der nächste Wechsel sei nicht (wie früher) von Windows 7 auf Windows 10, sondern vielmehr Windows auf Copilot.

Durch den KI-Vormarsch hofft man auch darauf, dass Unternehmen beim Systemwechsel nicht ganz so träge sein werden und ihren Mitarbeitern KI-Werkzeuge bereitstellen wollen; und dafür braucht man neue Prozessoren. Das kann x86-Technik mit NPU sein oder eben auch ein ARM-Design wie der Qualcomm Snapdragon X.

ARM bringt aufgrund des RISC-Designs zudem die altbekannten Boni mit - allem voran die hohe Energieeffizienz, die insbesondere Notebook-Nutzer zu schätzen wissen. Fragt man technikaffine Apple-Kunden, ist das Verhältnis aus Leistung zu Effizienz bei den M-Chips immer recht weit oben in der Kaufentscheidung, was am Ende ganz plump Laufzeit bedeutet.

Und die Spieler?

Während eine Transition bei Notebooks und Office-Rechnern jetzt nicht jedem komplett abwegig erscheinen wird, steht natürlich auch die Frage im Raum, was aus Gaming-Systemen wird. Das hat x86-Technik bisher fest im Griff, weil es die passenden Schnittstellen gibt und Studios kosteneffektiv ihre Produkte bereitstellen können.

Dennoch gibt es schon jetzt den einen oder anderen Titel, der nativ auf ARM-Designs läuft. Meistens ist dann der native Mac-Support. Sollte Qualcomm mit der Snapdragon-Technik tatsächlich auch hier in das x86-Segment vorstoßen können, wäre das eine der potenziell spannendsten Entwicklungen der letzten Jahre.

Quellen: Reuters, Tom's Hardware

Was ist RISC?
RISC steht für "Reduced Instruction Set Computer" und bezeichnet eine Architektur für Prozessoren, die mit einem vereinfachten und reduzierten Befehlssatz arbeitet. Hier sind einige der wesentlichen Merkmale und Vorteile von RISC:

Merkmale von RISC

1. Einfacher Befehlssatz: RISC-Prozessoren haben einen kleinen, überschaubaren Befehlssatz, der aus einfachen und schnellen Befehlen besteht.2. Einheitliche Befehlslängen: Alle Befehle haben in der Regel die gleiche Länge, was die Dekodierung der Befehle im Prozessor vereinfacht und beschleunigt.3. Load/Store-Architektur: Der Zugriff auf den Speicher erfolgt nur durch spezielle Lade- und Speicherbefehle. Arithmetische und logische Operationen arbeiten nur auf Registern.4. Hohe Anzahl an Registern: RISC-Prozessoren haben oft viele Register, was die Anzahl der Speicherzugriffe reduziert und die Verarbeitungsgeschwindigkeit erhöht.5. Pipeline-Architektur: Durch die Verwendung einer Pipeline-Architektur können mehrere Befehle gleichzeitig verarbeitet werden, was die Effizienz und die Geschwindigkeit des Prozessors erhöht.Vorteile von RISC

• Schnellere Ausführung: Aufgrund der Einfachheit und der Reduktion des Befehlssatzes können RISC-Prozessoren Befehle schneller ausführen.
• Effiziente Pipelining: Die gleich langen und einfachen Befehle erleichtern die Implementierung von Pipelines, was die parallele Verarbeitung und somit die Leistungsfähigkeit erhöht.
• Einfachere Implementierung: Die einfachere Architektur erleichtert die Implementierung und kann zu geringeren Herstellungskosten führen.
• Optimierungsmöglichkeiten: Software-Compiler können den einfachen Befehlssatz effizient nutzen und optimieren, was zu besserer Leistung führt.

Beispiele für RISC-Architekturen

• ARM: Eine der bekanntesten RISC-Architekturen, weit verbreitet in Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets. Ursprünglich von Acorn entwickelt.
• MIPS: Ursprünglich von MIPS Computer Systems entwickelt, verwendet in verschiedenen eingebetteten Systemen.
• SPARC: Entwickelt von Sun Microsystems, verwendet in Workstations und Servern.

Im Gegensatz dazu steht die CISC-Architektur (Complex Instruction Set Computer), die einen umfangreicheren und komplexeren Befehlssatz bietet, was zu größeren und komplizierteren Prozessoren führen kann. CISC-Prozessoren wie die von Intel verwendeten x86-Prozessoren sind in vielen PCs und Servern zu finden.

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    • Kommentare (57)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Mephisto_xD
        Wenn das deine Meinung ist dann bitte, aber am Ende werden Performance und Effizienz von den Recheneinheiten bestimmt, nicht von einer Tabelle, die CISC Befehle in Micro ops übersetzt. Für typische RISC vs. CISC Diskussion ist es also irrelevant.
        Dass x86 CISC ist, halte ich nicht für eine Meinung. Und die Dekodierung ist so ungefähr der praktische Unterschied zwischen heutigen RISC- und CISC-Implementierungen. Aber darum ging es auch gar nicht.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Mephisto_xD
        Wenn das deine Meinung ist dann bitte, aber am Ende werden Performance und Effizienz von den Recheneinheiten bestimmt, nicht von einer Tabelle, die CISC Befehle in Micro ops übersetzt. Für typische RISC vs. CISC Diskussion ist es also irrelevant.
        Dass x86 CISC ist, halte ich nicht für eine Meinung. Und die Dekodierung ist so ungefähr der praktische Unterschied zwischen heutigen RISC- und CISC-Implementierungen. Aber darum ging es auch gar nicht.
      • Von Mephisto_xD BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von empy
        Die schlussendliche Ausführung ist zwar quasi RISC, die Kerne verarbeiten aber trotzdem CISC-Code. Am Ende gilt schon, wie das ganze von außen aussieht und danach sind x86-CPUs eindeutig CISC-CPUs.
        Wenn das deine Meinung ist dann bitte, aber am Ende werden Performance und Effizienz von den Recheneinheiten bestimmt, nicht von einer Tabelle, die CISC Befehle in Micro ops übersetzt. Für typische RISC vs. CISC Diskussion ist es also irrelevant.

        Zitat von Hatuja
        Leider sieht das bei Windows anders aus. Wenn hier auf den neuen Geräten mit Windows on ARM 10 oder 20 Jahre alte Software nicht mehr läuft, ist Microsoft schuld.

        Das ist, meiner Meinung nach, seit langer Zeit ein riesiges Problem für Microsoft.
        Die Mühe, mit der Microsoft alte Software am Leben hält ist der Grund, warum Windows so dominant ist. Es ist ein modernes Wunder, dass ein aktuelles Windows 11 ein zwanzig Jahre altes Stück Software ohne jegliche Anpassungen ausführen kann. Da kann weder Linux noch macOS mithalten, und das ist auch der Grund warum ein Haufen proprietäre Windows Software im Buisness Bereich halt nur auf Windows existiert.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Nanchatte
        Du merkst, dass du dir selbst widersprichst?
        Nein, die Dekodierung in Microcode gehört natürlich zum Kern dazu.
      • Von Nanchatte Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von empy
        Die schlussendliche Ausführung ist zwar quasi RISC, die Kerne verarbeiten aber trotzdem CISC-Code.
        Du merkst, dass du dir selbst widersprichst?
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Hatuja
        Das ist, meiner Meinung nach, seit langer Zeit ein riesiges Problem für Microsoft.
        Eigentlich ist das seit 40 Jahren das Erfolgskonzept von Microsoft.
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