NDA-Leak bei Intel: 20 GB geheime CPU-Daten öffentlich gemacht
Ein großer Datensatz unter Verschluss stehender Daten zu Prozessoren und Software von Intel wurde unbefugt im Internet veröffentlicht. Der Leak basiert dabei aber wohl nicht auf einem Hacking-Vorfall, sondern soll auf Intels Partnerportal zurückzuführen sein.
Auf den Leak hingewiesen hatte via Twitter der schweizerische IT-Berater Till Kottemann, wobei die Daten von einer anonymen Quelle über einen Filesharing-Link veröffentlicht worden sein sollen und dem Wortlaut nach aus einem "Durchbruch" bei Intel von Anfang des Jahres. Dabei wurde in Aussicht gestellt, dass noch weitere vertrauliche Daten in absehbarer Zukunft an die Öffentlichkeit gelangen sollen, die "noch saftigere und geheimere Sachen enthalten" sollen.
"Die meisten Dinge hier wurden nicht irgendwo zuvor veröffentlicht und sind als vertraulich eingestuft, unter NDA oder Intel Restricted Secret", heißt es in dem Twitter-Beitrag zum Leak. Laut einer Zusammenfassung von Kottmann enthalten die aktuellen Daten unter anderem folgende Inhalte, wobei der Datenabgriff offenbar auch durch unsichere Passwörter wie "intel123" begünstigt wurde:
- Intel ME Bringup-Anleitungen + (Flash)-Werkzeuge + Beispiele für verschiedene Plattformen
- Kabylake (Purley-Plattform) BIOS-Referenzcode und Beispielcode + Initialisierungscode (einige davon als exportierte Git-Repositories mit vollständiger Historie)
- Intel CEFDK (Firmware-Entwicklungskit für Unterhaltungselektronik (Bootloader-Zeug)) QUELLEN
- Silizium / FSP-Quellcode-Pakete für verschiedene Plattformen
- Verschiedene Intel Entwicklungs- und Debugging-Tools
- Simik-Simulation für Rocket Lake S und möglicherweise andere Plattformen
- Verschiedene Roadmaps und andere Dokumente
- Binärdateien für Kameratreiber, die Intel für SpaceX erstellt hat
- Schaltpläne, Dokumente, Tools + Firmware für die unveröffentlichte Plattform Tiger Lake
- (sehr schreckliche) Kabylake FDK Schulungsvideos
- Intel Trace Hub + Decoder-Dateien für verschiedene Intel ME-Versionen
- Elkhart Lake Silicon Referenz- und Plattform-Beispielcode
- Etwas Verilog-Zeug für verschiedene Xeon-Plattformen, von dem man nicht genau, was es ist.
- BIOS/TXE-Builds für verschiedene Plattformen debuggen
- Bootguard SDK (verschlüsselte Zip-Datei)
- Intel Snowridge / Snowfish-Prozess-Simulator ADK
- Verschiedene Schaltpläne
- Intel-Vorlagen für Marketingmaterial (InDesign)
- Viele andere Dinge
Derweil hat sich auch Intel mit der Vermutung zu Wort gemeldet, dass die Daten aus dem hauseigenen Partnerportal stammen, wo NDA-Dokumentationen zu neuen Produkten zur Verfügung stellt werden. Demnach scheint es sich also nicht unbedingt um streng geheimes Material zu handeln, obgleich die Fortführung des Leaks natürlich Weiteres zu Tage führen könnte.
"Wir untersuchen diese Situation. Die Informationen scheinen vom Intel Resource and Design Center zu stammen, das Informationen zur Verwendung durch unsere Kunden, Partner und andere externe Parteien, die sich für den Zugriff registriert haben, beherbergt. Wir glauben, dass eine Person mit Zugang diese Daten heruntergeladen und weitergegeben hat."
Quelle: via tomshardware.com


Tails - How Tails works
Garlic Routing und I2P wären auch eine Alternative.
Eine vernünftig umgesetzte digitale Sicherung ist heutzutage hingegen kein Hexenwerk mehr, und ist praktisch nicht zu knacken, da es nur angewandte Mathematik ist. Und wenn die Entwickler von Kryptotrojanern so etwas hinbekommen, sollte es für Nuklearwaffen auch möglich sein.
Das blöde ist halt, dass Militärtechnik für IT Verhältnisse irre lang im Einsatz ist. Man muss also etwas weiter vorraus planen als irgendein räudiges Hacker-Startup.
"Nur angewandte Mathematik"? So angewandte Mathematik, die aus 2 Zahlen p und q eine Primzahl konstruiert nicht nicht umkehrbar und deshalb zumindest mit heutigen Computern nicht knackbar, es sei denn irgendwer kommt auf die richtige Idee Primzahlen zu faktorisieren! Ist aber wohl noch ein bisschen Zeit bis das jemand zustande bringt! Und mit RSA Verschlüsselung, bei der einfach der Schlüssel hochskaliert wird, dann viel Spaß!
Beruhig dich, ich glaube kaum, dass RSA Verschlüsselung zum Sichern von Kernwaffen zum Einsatz kommt. Asymmetrische Verschlüsselung ist in dem Fall nämlich einfach nicht notwendig.
Nein, dass kann man viel einfacher lösen, und auch vor Rechnern der Zukunft oder potentiellen Quantencomputern sichern. Ein 64 Bit breiter Schlüssel bietet nominell 1.8*10^19 mögliche Kombinationen, kann aber noch semihandlich als 16 stellige Hexadezimalzahl geschrieben werden. Unter der Annahme, dass ein nur eine einzige Kombination den Sprenkopf schärft, und mit einer Zwangspause von 10 Sekunden zwischen Schlüsseleingaben, würde es knapp 6 Trillionen Jahre dauern, bis man alle Kombinationen durchprobiert hat. Selbst wenn man Glück hat, und die Kombination nach dem ersten Prozent der möglichen Optionen findet, wäre man immer noch 60 Millarden Jahre beschäftigt - also länger als das Universum alt ist.
Man muss natürlich dafür sorgen, dass man ie Zwangspause nicht umgehen kann, bzw. dass ein Angreifer überhaupt die vorhandene Elektronik verwenden muss, und die Bombe nicht einfach "hotwired". Die Amis machen das, indem sie die Primärzünder asymmetrisch um das nukleare Material verteilen, sodass man die in einer sehr bestimmten Reinfolge und mit Nanosekundengenauigkeit zünden muss, damit die Kernreaktion einsetzt.
Es geht halt doch besser als Fahrradschloss.
"Nur angewandte Mathematik"? So angewandte Mathematik, die aus 2 Zahlen p und q eine Primzahl konstruiert nicht nicht umkehrbar und deshalb zumindest mit heutigen Computern nicht knackbar, es sei denn irgendwer kommt auf die richtige Idee Primzahlen zu faktorisieren! Ist aber wohl noch ein bisschen Zeit bis das jemand zustande bringt! Und mit RSA Verschlüsselung, bei der einfach der Schlüssel hochskaliert wird, dann viel Spaß!