Marktanteile bei Gaming-CPUs: Ein neuer Tiefpunkt für Intel

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Marktanteile bei Gaming-CPUs: Ein neuer Tiefpunkt für Intel
Quelle: PCGH

Die aktuelle Steam-Hardwareumfrage setzt den bisherigen Trend fort: Intels Vorsprung schwindet immer weiter, der Marktanteil markiert einen neuen Tiefpunkt. Freuen darf sich darüber AMD, denn der Moment des Überholens naht.

Nach einer jahrelangen Durststrecke geht es seit dem Release der Ryzen-Prozessoren im Jahr 2017 für AMD wieder aufwärts. Die deutlich verbesserte Konkurrenzsituation macht sich dabei auch in den Marktanteilen bemerkbar - insbesondere in der tendenziell gut informierten und wechselfreudigen Spielerschaft. Das zeigt sich seit Langem in der Steam-Hardwareumfrage, mit der Valve versucht, den durchschnittlichen Gaming-PC abzubilden. Passend zum Monatswechsel wurden jüngst die Werte für Dezember veröffentlicht, und diese markieren für Intel einen neuen Tiefpunkt.

Es geht weiter

Im vergangenen Monat liefen demnach nur noch 55,58 Prozent aller PCs mit Steam mit einem Intel-Prozessor, wohingegen AMD-Systeme im gleichen Zug einen Marktanteil von 44,42 Prozent erreichten. Damit setzt sich der lang anhaltende Trend fort, dass Intel-Nutzer zunehmend auf AMD umrüsten. Zum Vergleich: Noch im November lagen die Marktanteile bei 56,44 und 43,56 Prozent. Die Entwicklung geht zwar nicht ruckartig, aber dafür recht gleichmäßig und fast durchgehend zulasten von Intel. Das zeigt sich vor allem auch im langjährigen Vergleich.

Werte der Steam-Hardwareumfrage ab Juli 2024. Der kurze Ausreißer wurde vermutlich durch einen Fehler verursacht. Quelle: Steam Werte der Steam-Hardwareumfrage ab Juli 2024. Der kurze Ausreißer wurde vermutlich durch einen Fehler verursacht. Die Website Club386 hat die Werte von vor fünf Jahren, aus dem Dezember 2020, herausgekramt. Damals hatte Intels Marktanteil-Erosion zwar schon begonnen, sie war aber noch am Anfang: Es stand 81 zu 19 Prozent. Grob gerechnet hat Intel damit jedes Jahr fünf Prozent Marktanteil verloren, und dürfte bei linearer Weiterentwicklung zum nächsten Jahreswechsel die Führerschaft an AMD abgeben. Mit Blick auf Neuverkäufe ist das Bild wohl sogar noch deutlich schlimmer, denn derart rasche Änderungen lassen sich nur dann erzielen, wenn besonders viele neue Systeme mit dem Konkurrenzprodukt laufen.

Ebenso spannend: Intels CPU-Architektur: Einblicke der ehemaligen Chefentwicklerin - Temperatur als Problem

Wie lang diese Entwicklung noch in diesem Maße weitergehen wird, ist dabei unklar. Aktuell trifft AMDs Stärke schließlich auch noch auf eine Intel-Schwäche: Der Ruf der Raptor-Lake-Prozessoren wurde durch Abstürze, und der Ruf der Arrow-Lake-Generation durch eine anfangs mäßige Gaming-Performance geschmälert. Ob sich die Situation mit den anstehenden Refresh-CPUs der beiden Prozessoren ändern wird, ist zudem fraglich. Spannender wird es hingegen zum Jahresende: Dann stehen komplett neue Generationen an, mit denen sich das Marktgefüge womöglich deutlich ändern wird.

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Quelle: Steam via Club386, u/chusskaptaan (Reddit)

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    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Malotte Freizeitschrauber(in)
        Hab aktuell noch nen i7 11700k im Rechner....hatte immer Intel!

        Bestellt wurde bereits neues AM5 Board, 32GB DDR5 RAM (heute gekommen) und 9800X3D + Lüfter...

        Aber.....ich hoffe, dass Intel mit der neuen Generation (mit diesem Extra-Cache) wieder ein guter Wurf gelingt und die Dinger ebenfalls wieder zum Erfolg führen.
      • Von Malotte Freizeitschrauber(in)
        Hab aktuell noch nen i7 11700k im Rechner....hatte immer Intel!

        Bestellt wurde bereits neues AM5 Board, 32GB DDR5 RAM (heute gekommen) und 9800X3D + Lüfter...

        Aber.....ich hoffe, dass Intel mit der neuen Generation (mit diesem Extra-Cache) wieder ein guter Wurf gelingt und die Dinger ebenfalls wieder zum Erfolg führen.
      • Von MechUnit Software-Overclocker(in)
        Zitat von vicares
        Verstehe die Aussage gerade nicht.

        Was genau hat Intel nicht genutzt?
        Zitat von PCGH_Torsten
        Intel hat sich eine Zeit lang bei den Chipgrößen zurückgehalten, also Kosten min- und Gewinn maximiert.
        Da drauf bezog ich mich.

        Zitat von PCGH_Torsten
        Aber die Möglichkeiten der Fertigung haben sie immer ausgereizt, das war ihre Stärke. AMDs aktuelles N4-/N5-Line hinkt dagegen eine Generation hinter den Möglichkeiten hinterher. Ebenfalls nicht vergleichbar ist die Marktposition. Intel steht eben selbst auf Steam noch bei 55 Prozent, während AMDs Tiefpunkt bei 9 Prozent lag, und "Consumer CPUs" umfasst weitaus mehr als nur Steam; in Multimedia- sowie Heim-Office-PCs sowie vor allem in Notebooks hat Intel einen klar höheren Markanteil als beim Desktop-Gaming. Die aktuelle Lage als Spiegelbild der FX-Ära zu bezeichnen, ist also pure Polemik die nichts mit der Realität zu tun hat.
        Das liegt dann aber wohl eher an OEM-Geräten wie Dell & Co., die nach wie vor auf Intel setzen. Viele Consumer sind eben keine selbstbau-Enthusiasten, sondern gehen zum Händler um die Ecke oder bestellen sich im Netz einfach einen Laptop oder Fertig- (OEM-) PC. Das erklärt natürlich entsprechende Marktanteile, wie du ja auch selbst schreibst.

        Ich selbst bezeichne da auch nichts als Spiegelbild der FX-Ära. Wer das reininterpretiert, ist dann dem sein Bier, nicht meins

        Zudem wissen wir ja, dass von Steam-Umfragen allgemein nicht viel zu halten ist, ganz sachlich und neutral gesehen.
      • Von BestNoob Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von PCGH-Redaktion
        Die aktuelle Steam-Hardwareumfrage setzt den bisherigen Trend fort: Intels Vorsprung schwindet immer weiter, der Marktanteil markiert einen neuen Tiefpunkt. Freuen darf sich darüber AMD, denn der Moment des Überholens naht.

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        Intel hat die User von 2015 bis 2019 nur verarscht und alte Technik als neu verkauft.

        War für mich der Grund zu AMD zu wechseln und das Thema Sicherheit… hab bei AMD das Gefühl die haben da große Ambitionen
      • Von etg Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Ich zock mit einem 5700X3D
        Bin durchaus zufrieden! Was aber sicher auch daran liegt, dass ich alle Games auf 60 fps limitiere (wegen den Stromkosten) und dafür reicht der Prozessor noch. Nur unter 60 fps darf es bei mir nicht fallen. Stört mich sonst tatsächlich massiv!
        Aufrüsten kann ich mir in diesem Jahr (und vielleicht auch die nächsten Jahre ) eh nicht mehr leisten, von daher muss es jetzt sowieso so passen
        Sorgen mache ich mir nur beim Thema Haltbarkeit des X570-Kühlers (hab ein MSI MPG Gaming Edge WiFi-Mainboard). Der Lüfter ist semipassiv, aber auf wieviele Jahre Haltbarkeit sind die eigentlich ausgelegt?
        Na, nicht zu viel nachdenken! Wird schon alles halten.
      • Von 7seven7
        Ich kauf dann eine neue CPU wenn irgendwas mit Qubit in der Werbebroschüre steht
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