China-CPU: Loongson 3C6000 mit 16 Kernen und 32 Threads steht in den Startlöchern
Nachdem dem chinesischen Chipentwickler Loongson Technology mit der Quad-Core-CPU Loongson 3A6000 eine echte Überraschung gelungen ist, steht jetzt bereits der neue Loongson 3C6000 mit 16 Kernen und 32 Threads in den Startlöchern.
Nachdem dem chinesischen Chipentwickler Loongson Technology, hinter dem die Chinesischen Akademie der Wissenschaften steht, erst im November 2023 mit der überraschend schnellen Quad-Core-CPU Loongson 3A6000 eine echte Überraschung gelungen ist, steht jetzt bereits der neue Loongson 3C6000 mit viermal so vielen Prozessorkernen und Threads in den Startlöchern und feiert den "Tape-Out".
Loongson 3C6000 zielt auf den Server ab
Die vom chinesischen Hersteller Loongson Technology erdachte 16-Core-CPU Loongson 3C6000 basiert auf insgesamt 16 LA664-Prozessorkernen, die wiederum die hauseigene Loong-Architektur ("Loong Arch") als Basis nutzen. Dank dem Support für Simultaneous Multithreading ("SMT") sowie seiner vergleichsweise hohen IPC, ist dem kleineren Schwestermodell der "China-CPU" bereits ein echter Achtungserfolg gelungen, welcher als große Überraschung angesehen wird. Im Hinblick auf die Instruktionen pro Taktzyklus, den sogenannten Instructions per Cycle ("IPC"), konkurrierte der 3A6000 sogar mit Raptor Lake-S. Aufgrund derselben Prozessorarchitektur sollte der 3C6000 hier anknüpfen können.
Server-CPU feiert ihren Tape-Out
Wie die chinesische Website MyDrivers jetzt berichtet hat, konnte der neue Loongson 3C6000 jetzt erfolgreich sein "Tape-Out" feiern und hat somit das Ende seines Design-Prozesses erreicht. Außerdem soll mit dem 3D6000 noch in diesem Jahr eine Variante mit 32 LA664-Prozessorkernen und 64 Threads. Die beiden CPUs sollen neben dem Server-Segment auch auf Rendering-Workstation abzielen und einen großen Schritt im Hinblick auf die Binärkompatibilität zu den beiden Betriebssystemen Windows und Linux gemacht haben, so Loongson.
Quelle: Loongson
Während der 3A6000 für den Einsatz in Desktop-PCs prädestiniert ist, soll der 3C6000 und der 3D6000 insbesondere die Einsatzgebiete HPC-Computing und Rechenzentren adressieren. Die beiden CPUs laufen bei einem unbekannten chinesischen Fertiger in 12 Nanometern vom Produktionsband. Der Umstieg auf eine 7-nm-Node ist noch für 2024 geplant und soll mit dem Loongson 3A7000, 3C7000 und 3D7000 erfolgen.
Loongson 6000 und 7000*
| Kerne/Threads | Taktfrequenzen | L3-Cache | TDP | Node | |
|---|---|---|---|---|---|
| Loongson 3A6000 | 8/16 | 2,0 - 2,5 | 16 MiByte | 50 Watt | 12 nm |
| Loongson 3C6000 | 16/32 | 1,8 - 2,3 | 32 MiByte | - | 12 nm |
| Loongson 3D6000 | 32/64 | 1,6 - 2,1 | 64 MiByte | - | 12 nm |
| Loongson 3A7000 | 8/16 | - | 16 MiByte | - | 7 nm |
| Loongson 3C7000 | 16/32 | - | 32 MiByte | - | 7 nm |
| Loongson 3D7000 | 32/64 | - | 64 MiByte | - | 7 nm |
*) vollständige Spezifikationen bislang nicht verfügbar
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Quelle: Loongson via MyDrivers

Europa würde das wohl nicht einmal als Gemeinschaftsproduktion so schnell oder überhaupt mal auf die Beine gestellt bekommen.