Leistungsvergleich zwischen Ivy Bridge, Sandy Bridge und Nehalem aufgetaucht

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Die asiatische Webseite PC-POP hat einen ausführlichen Vergleichstest zwischen den CPU-Generationen von Intel veröffentlicht. Ivy Bridge, Sandy Bridge und Nehalem müssen gegeneinander antreten und zeigen erste Ergebnisse von Ivy Bridge und Ansätze für Verbesserungsmöglichkeiten.

Als Testsample für die neue 22-Nanometer-Architektur wurde eine Dualcore-CPU mit 2,3 GHz Taktfrequenz und 4 MiByte L3-Cache verwendet, welche auf bis zu vier Threads zurückgreifen kann. Die zum Vergleich heran gezogenen Vertreter der älteren Generationen sind ein Core i3-2100 (Sandy Bridge), der zum Vergleich auf eine Taktfrequenz von 2,3 GHz heruntergetaktet wurde. Aus der Nehalem-Fraktion startete ein Core i3-530. Beide CPU arbeiten mit zwei Kernen, die dank SMT mit vier Threads arbeiten können. Beim Lesen der Testergebnisse ist zu beachten, dass der Core-i3-2100 über 1 MiByte L3-Cache weniger verfügt. Als Mainboard diente für Ivy Bridge und Sandy Bridge ein Z68-Mainboard von Gigabyte mit Sockel 1155. Der Westmere-Chip musste sich mit einem H55-Board (Sockel 1156) begnügen. Anstelle der integrierten Grafikeinheiten wählte PC-POP eine dedizierte AMD Radeon HD 6570.

Bei den synthetischen Benchmarks konnte das "Ivy Bridge"-Sample erwartungsgemäß seine Konkurrenten auf die Plätze verweisen. Die Ergebnisse der Benchmarks wie Super Pi, Wprime, Cinebench R11.5, PC Mark 7 und Fritz Chess schwankten zwischen einem knappen und bis zu zehnprozentigen Vorsprung, wobei hier vermutlich der 25 Prozent niedrigere L3-Cache des Sandy Bridge-Modells auch seinen Anteil dazu beitragen dürfte. Überraschend schlecht schloss das "Ivy Bridge"-Sample im WinRar-Benchmark ab. Die Vermutung liegt nahe, dass hier noch Optimierungsbedarf bei der Treiber und Software liegen könnte.

Die Spiele-Benchmarks werden von der schwachen Grafikkarte in Kombination mit der hohen Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln ausgebremst. Die drei Testkandidaten bewegen sich daher überwiegend auf einer Ebene. Allerdings kann sich Ivy Bridge in Call of Duty Black Ops und Bad Company 2 stärker absetzen. Die Autoren des Tests können sich letzteres sehr stark nach oben abweichendes Ergebnis aber nicht erklären und spekulieren auf Optimierungen beim Multi-Threading.

Zuletzt nehmen die Tester von PC-POP noch die Leistungsaufnahme unter die Lupe. Das Westmere-Sample kann dank der schwächer ausgestatteten Hauptplatine hier immens punkten. Ein direkter Vergleich ist daher nur begrenzt möglich. Dank gleichem Untersatz ist jedoch ein Vergleich zwischen Sandy Bridge und Ivy Bridge möglich. Hier offenbart Ivy Bridge noch Mängel. Das Testsample zieht im Idle, als auch unter Last mehr Strom. Die Kollegen erklären sich diesen Lapsus anhand noch nicht richtig funktionierenden Stromsparmechanismen (Idle) bzw. einer eventuell höher liegenden Spannung unter Last, die bei fertigen Produkten im Handel dann niedriger liegen könnte.

Die Ergebnisse sind mit Vorsicht zu genießen. Die scheinbar noch nicht erfolgten Optimierungen beim "Ivy Bridge"-Sample und die etwas unglücklich erfolgte Hardware-Zusammenstellung, insbesondere bei den Spiele-Benchmarks, lassen noch keine endgültigen Schlüsse auf das fertige Produkt zu. Es werden sicherlich Verbesserungen erfolgen, doch Auswirkungen können bisher nur grob eingeschätzt werden. Sie finden sämtliche Benchmarks in unserer Bildergalerie unter dem Artikel.

Quelle: PC-POP

Bildergalerie

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    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Sturmtank
        selbst wenns möglich wäre, würds viel zu viel strom brauchen.
        da kann man dann nicht von Effizienz reden.
        Vor allem in Zeiten wo Energie immer teurer wird.

        Ich mag das immer wenn Leute bei PCs so über Energie reden
        Sicher ist es so, dass PCs immer mehr Energie fressen und auch nicht sonderlich effizient sind (in unserem Gamer oder gar OC Bereich).

        Man sollte aber im Hinterkopf haben, dass Private Computer nur einen sehr sehr kleinen Bruchteil des Gesamtverbrauchs aller Computer ausmachen und dass selbst alle Computer zusammen vernichtend wenig Energie verbrauchen (etwa 1%) verglichen mit zum beispiel dem Transportsektor oder der (Schwer-)Industrie.

        natürlich hilft einem das alles wenig wenn die Stromrechnung wegen der neuen Grafikkarte wieder angestiegen ist, aber der tolle eco-Green-PC-Werbezug der überall durchs Land fährt und anscheinend massig Kundschaft ranschafft ist bei privaten Nutzern nur eines: Bauernfängerei. Wenn jeder Deutsche am Tag 1km weniger Auto fahren würde würde das weitaus mehr Energie sparen und der Umwelt helfen als wenn jeder sich ne ecoGreen Festplatte kauft die 2W weniger verbraucht als ihre nicht-eco Schwester.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Sturmtank
        selbst wenns möglich wäre, würds viel zu viel strom brauchen.
        da kann man dann nicht von Effizienz reden.
        Vor allem in Zeiten wo Energie immer teurer wird.

        Ich mag das immer wenn Leute bei PCs so über Energie reden
        Sicher ist es so, dass PCs immer mehr Energie fressen und auch nicht sonderlich effizient sind (in unserem Gamer oder gar OC Bereich).

        Man sollte aber im Hinterkopf haben, dass Private Computer nur einen sehr sehr kleinen Bruchteil des Gesamtverbrauchs aller Computer ausmachen und dass selbst alle Computer zusammen vernichtend wenig Energie verbrauchen (etwa 1%) verglichen mit zum beispiel dem Transportsektor oder der (Schwer-)Industrie.

        natürlich hilft einem das alles wenig wenn die Stromrechnung wegen der neuen Grafikkarte wieder angestiegen ist, aber der tolle eco-Green-PC-Werbezug der überall durchs Land fährt und anscheinend massig Kundschaft ranschafft ist bei privaten Nutzern nur eines: Bauernfängerei. Wenn jeder Deutsche am Tag 1km weniger Auto fahren würde würde das weitaus mehr Energie sparen und der Umwelt helfen als wenn jeder sich ne ecoGreen Festplatte kauft die 2W weniger verbraucht als ihre nicht-eco Schwester.
      • Von Ion Kokü-Junkie (m/w)
        Ich bin schon sehr gespannt auf Ivy
        Auf die Screens würde ich nichts geben, das kennen wir bereits.
        Dauert ja nicht mehr lang bis Ivy da ist
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Schaffe89

        Ich bin mal gespannt ob amn irgendwann die angekündigten 10 bis 12 ghz der Netburst Architektur bei einer anderen sehen wird.
        Eine 22nm Variante der Netburst Architektur würde vielleicht die 10 GHZ schaffen, die Frage ist eher, ob es Sinn macht. @10 Ghz könnte dieser Singlecoreprozessor dann nicht mit einem 1 Core Sandy Bridge @3 Ghz mithalten : Prozessorkerne analysiert: Ein Performance-Vergleich bei 3 GHz mit einem Kern : Der einzig wahre Performance-Vergleich

        Ganz zu schweigen von den 4 GHZ die Sandy Bridge leicht erreicht und das mit 4 Cores
      • Von Sturmtank Freizeitschrauber(in)
        Zitat von PCGH_Raff
        10 GHz sind derzeit nicht mal mit flüssigem Helium stabil. Trockeneis ist dagegen Sahara.

        MfG,
        Raff

        selbst wenns möglich wäre, würds viel zu viel strom brauchen.
        da kann man dann nicht von Effizienz reden.
        Vor allem in Zeiten wo Energie immer teurer wird.
      • Von PCGH_Raff Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Bartmensch
        Kannst Du jetzt schon haben, vorrausgesetzt, Du hast eine Trockeneiskühlung

        10 GHz sind derzeit nicht mal mit flüssigem Helium stabil. Trockeneis ist dagegen Sahara.

        MfG,
        Raff
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