Hardware 2017: Ryzen und AM4 im Fokus, Wasserkühlung auf dem Vormarsch
In einer großangelegten Umfrage wollte die Redaktion von PC Games Hardware wissen, welche Hardware bei den PCGH-Lesern daheim steht und wie die Pläne für die Zukunft aussehen. Nach über 1.000 Teilnehmern wird es Zeit für ein erstes Fazit. Heute fassen wir den Bereich CPU zusammen. Hier gibt es interessante Infos zu Ryzen, AM4 und Wasserkühlungen.
2016 war ein ereignisreiches Jahr und 2017 verspricht dank AMD, nicht minder spannend zu werden. Das zeigt sich auch beim Auswerten der aktuellen Jahresumfrage. Knapp 1.250 Teilnehmer haben daran teilgenommen und heute wollen wir Ihnen die interessantesten Ergebnisse aus den Bereichen Prozessor und Kühlung vorstellen, die durch den Vorjahresvergleich deutlich an Brisanz gewinnen.
Ryzen und AM4 im Fokus
Der Klassiker bei CPU-Umfragen ist die Frage nach dem Hersteller. Hier liegt Intel schon länger bei über 80 Prozent und hier hat sich auch nicht viel verändert. Intel kommt bei der jüngsten Umfrage unter den PCGH-Lesern auf 86, AMD entsprechend auf 14 Prozent. Vor einem Jahr waren es noch 84 versus 16 Prozent, AMD hat also weiter verloren. Das zeigt sich 1:1 auch bei den verwendeten CPU-Sockeln, hier stellt der aktuelle Mainstream-Sockel 1151 (Skylake, Kaby Lake) mit 28 Prozent nun die größte Gruppe, nachdem ein Jahr zuvor noch der Sockel 1150 (Haswell, Broadwell) mit 36 Prozent auf Platz 1 stand. Insgesamt ist die Intel-Sockel-Verteilung sehr fragmentiert: 28 Prozent Sockel 1151, 25 Prozent Sockel 1150, 17 Prozent Sockel 1155 - hier liegt alles recht eng beisammen. Der aktuelle High-End-Sockel 2011-v3 von Intel weist leicht steigende Zahlen auf, was aber allein daran liegen dürfte, dass Haswell E und Broadwell E grundsätzlich denselben Sockel nutzen.
Erstaunlich wenig Veränderungen gibt es bei den Kernzahlen, wenn man die aktuelle und die ältere Umfrage vergleicht. Die Gruppe der Nutzer von Vierkern-CPUs mit SMT ist zwar leicht gewachsen, aber vor allem zu Lasten der Vierkern-Nutzer ohne SMT. Fast gar keine Änderungen gibt es bei zwei, sechs oder acht CPU-Kernen. Hier stagniert der Markt gewissermaßen, zumindest bei den PCGH-Lesern. Das relative Desinteresse bei Prozessoren zeigt sich auch den Komponentenkäufen. Haben 2015 noch 6 Prozent der Teilnehmer eine AMD-CPU und 36 Prozent der Teilnehmer einen Intel-Prozessor erworben (in Summe: 42 Prozent), waren es 2016 nur noch 3 Prozent bei AMD und 32 Prozent bei Intel (35 Prozent).
Ganz anders sieht der Blick auf die Kaufwünsche für das aktuelle Jahr aus. Gaben 2015 noch 41 Prozent der Umfrageteilnehmer an, im kommenden Jahr eine CPU kaufen zu wollen (AMD: 15 Prozent, Intel: 26 Prozent), sind es 2016 schon 47 Prozent. 29 Prozent wollen demnach 2017 eine AMD-CPU kaufen, nur 18 Prozent eine Intel-CPU - verkehrte Welt. Noch deutlicher zeigt sich die AMD-Dominanz bei der geplanten Plattform für die nächste Aufrüstung, die nicht zwingend dieses Jahr vollzogen werden muss. Hier kann sich AMD beim AM4 innerhalb eines Jahres von 28 Prozent auf aktuell 46 Prozent verbessern. Der Sockel 2011-v3 würde bei den Kaufwünschen von 23 auf 15 Prozent abstürzen, der Sockel 1151 von 48 auf 39 Prozent sinken. Die AM4-Plattform wäre demnach langfristig die interessanteste Plattform für PCGH-Leser, auch wenn Intel in Summe weiter die Mehrheit stellen würde.
Bemerkenswertes bei Kühlung und Overclocking
Doch wir wollen an dieser Stelle nicht nur die Prozessoren an sich, sondern auch das "Drumherum" auswerten. Zum Beispiel Overclocking: Mittlerweile übertaktet die Mehrheit der PCGH-Leser ihren Prozessor, um genau zu sein 55,8 Prozent der Umfrageteilnehmer. Das sind immerhin rund fünf Prozentpunkte mehr als noch im Vorjahr. Dabei investieren die PCGH-Leser auch immer mehr in die CPU-Kühlung. Während im Vergleich zum Vorjahr vor allem der Bereich der günstigen Luftkühler deutlich Federn lassen muss, wachsen Kompakt- und modulare Wasserkühlung immer weiter. Rund 27 Prozent nutzen bereits eine der beiden Optionen, die größte Gruppe mit knapp 41 Prozent stellen aber immer noch die Besitzer von Luftkühlungen zwischen 30 und 60 Euro. Der Blick in die Kaufwünsche offenbar noch deutlichere Tendenzen: Demnach soll sich die Gruppe der Nutzer einer modularen Wakü verdoppeln, in Summe wären die Wakü-Nutzer (Kompakt + Modular) damit bei 46 Prozent. Der große Verlierer wäre demnach die Gruppe der Luftkühler-Nutzer bis 60 Euro. Ob sich die Kaufwünsche aber wirklich so realisieren lassen, bleibt abzuwarten. Schon 2015 wollten 39 Prozent der Umfrageteilnehmer auf eine Wakü wechseln, ein Jahr später haben das aber nur 27 Prozent auch wirklich umgesetzt. Der Trend stimmt aber grundsätzlich.

früher wurden viele Spiele exklusiv für PC entwickelt , heute eher für die beiden großen Konsolen .
Also irgendwie lese ich immer komische Vorstellungen. Vllt liegts aber auch an mir?
Ist ein 2 Kerner nicht auch schon ein Multi Core Prozessor? Oder geht das prinzipiell erst ab 5 Kernen los?
Die Producer warten also auf eine ausreichende Verbreitung von 8 Core CPUs und dann setzen Sie den Haken in der Engine bei "8 Core Support", oder wie läuft das? Und läuft so eine Entwicklung eines Games nicht über mehrere Jahre?
Ich kenne noch die Zeit, da haben die Entwickler einen Shice darauf gegeben, welche Hardware verbreitet war. Da hiess es, regelmäßig aufrüsten oder zusehen. Also entweder sind die Entwickler heute dümmer und fauler geworden, oder Programmierung ist doch ein etwas komplexeres Thema.
Aber ich glaub, meine Gedanken sind einfach zu naiv.
Da gebe ich dir absolut recht. Ich habe meine CPU immer nach PreisLeistung ausgesucht . Ich würde mich freuen wenn AMD wieder am Ball wäre weil das für uns alle auf die Preise nur Positives bringen kann.
Für den GPU SEktor hoffe ich auf ähnliches .
Und wie immer sehr Amüsiert über das gegenseitige Gezanke
Momentan hat Intel die Nase noch vorn das kann sich ändern oder auch nicht das hängt stark von der Leistung und den Preisen der neuen AMD Serie ab, dazu kommen dann noch Faktoren wie Hitzeentwicklung Leistungsverlust bei zuviel Wärme usw usw Stromverbrauch.
Unabhängige Test´s die nicht aus dem Hause AMD kommen werden wohl mehr Klarheit bieten hoffentlich.
Somit ziehen moderne Spiele bereits Nutzen von 6 und 8 Kern CPUs, da die meisten Spiele bereits auf 8 Threads/Kerne optimiert werden. Und das das Indie Entwickler diese Kerne nicht nutzen können oder wollen ist auch falsch. Die meisten Indie Entwickler nutzen nämlich die fertigen Engines der großen Entwickler und bauen darauf ihr Spiel auf. Und diese Engines supporten 6 und 8 Kern CPUs.
Seht es ein, die Zeiten ändern sich! Die meisten von euch können es nur nicht ertragen, weil ihr sehr viel Geld in eure überteuerte Intel Plattform gesteckt habt, und nicht einsehen wollt, das eure Quad Cores nur noch überteuerte Mittelklassecpus(maximal!) sind.
Aber das hätte jedem klar sein müssen, das Intel Leistungssteigerungen für Profit künstlich zurück gehalten hat. Jetzt sind alle überrascht, weil diese Stagnation endlich vorbei ist.
PS: Ich warte nur auf den Ryzen Sechskerner, der den i5 ablösen soll ?