Intel zeigt 28-Kerner auf der Computex mit 5,0 GHz und "vergaß", die Übertaktung zu erwähnen
Auf der Computex 2018 zeigte Intel einen neuen Core i9-Prozessor, der mit 28-Kernen aufwartet und im vierten Quartal erhältlich sein soll. In der gezeigten Demo, einen Durchlauf des Cinebench-Benchmarks, lief die CPU mit 5,0 GHz auf allen 28 Kernen beziehungsweise 56 Threads. Dabei habe Intel "vergessen" zu erwähnen, dass man deutlich am Takt geschraubt habe.
Intel überraschte zur diesjährigen Computex-Pressekonferenz mit der Ankündigung eines neues Desktop-Prozessor mit 28 Kernen, der als Core i9 noch im vierten Quartal dieses Jahres veröffentlicht werden soll. Im Zuge der Vorführung zeigte man auch einen Cinebench-Durchlauf. Alle 28 Kerne beziehungsweise 56 Threads liefen dabei mit 5,0 GHz. Folglich resümierten einige der mehrere tausend Anwesenden und die zahllosen Zuschauer des Live-Streams, ungeachtet der technischen Unmöglichkeit in einem Standard-System, dass es sich dabei um die tatsächliche Geschwindigkeit ab Werk handle. Dem ist aber nicht so.
Auf Nachfrage von tomshardware.com stellte Intel klar, dass man "im Eifer des Gefechts" schlichtweg "vergessen" habe, zu erwähnen, dass man dem 28-Kerner eine satte Übertaktung verpasst hat. Dadurch wirkten die Worte von Intel-Mitarbeiter Gregory Bryant missverständlich. Nachdem er die Single-Thread-Leistung von 5,0 GHz erwähnte und betonte, dass keine Multi-Thread-Performance dafür geopfert werden müsse, hieß es vom ihm: "Wollt ihr, dass wir das Ding produzieren? Ich sag euch was: Wir bringen das Produkt im vierten Quartal auf den Markt und ihr könnt es kaufen." Bei der Wiedergabe der vorgetexteten Präsentation wurde jedoch gepatzt und das Wort "Overclock" ausgelassen, wie Intel erklärt.
Wolle man den kommenden Intel Core i9 tatsächlich mit solchen Geschwindigkeiten betreiben, braucht es einen industriellen Wasserkühler, der den Prozessor extrem herunterkühlt. Ein solcher kam bei der Demo zum Einsatz. Das gesamte Setup war abseits der verwendeten Hardware ziemlich teuer, aber effektiv genug und geschickt versteckt, um zumindest technisch weniger bewanderte Zuschauer zu überzeugen. Aus den Zuschauerrängen war der Anschluss für die Kühlung nämlich nicht ersichtlich und auch beim Live-Stream brauchte es ein Auge für Details.
Das vollständige und blanke Setup machte tomshardware.com am Folgetag ausfindig. Für den Betrieb der Hardware des Testsystems brauchte es ein 1.300-Watt-Netzteil. Den Stromverbrauch des gesonderten Kühlers schätzt man auf rund 1.000 Watt.
Quelle: PC Games Hardware
Intel zeigt 28-Kerner auf der Computex mit 5,0 GHz und "vergaß" den Overclock zu erwähnen (1)
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Naja, anscheinend werden sie 2 28er ein ein BGA packen. Wobei mich BGA etwas irritiert. Bedeutet das dann verlötete 1HE Server?
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Anscheinend geht bei Intel doch die schlimme Angst um , das eine weitaus kleinere Firma ihnen zu Nahe treten könnte , was mit Ryzen ja auch passiert ist. Deshalb verkauft man den Lemmingen auch den größten Besch...ss.Und diese fressen es mit Begeisterung. Ist bei Intel aber ja nicht das erste Mal , kam ja schon öfter vor.Und nein , auch AMD ist bestimmt nicht ohne Sünde.
Gruß
Johnny05
Bei AMD kannst du 23.000 Watt reinstecken und kommst mit derselben Kühlung nicht auf 5,0 GHZ
Das sollte sich inzwischen auch in den hintersten Dörfern rumgesprochen haben und gehört eigentlich zum Grundwissen auf PCGH.
Was wäre wenn man vom Chiller direkt in die CPU geht - von der CPU dann in den AGB und dann wieder zurück in den Chiller?
Dann wäre doch die Kühlflüssigkeit durch die CPU aufgeheizt und würde somit erhitzt in den AGB laufen.
Ob das so einen rießen Unterschied macht, kann ich leider nicht beurteilen, habe noch nie in solchen Temperaturregionen agiert.