Nova Lake: Intel weckt Hoffnung auf längeren Sockel-Support

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Nova Lake: Intel weckt Hoffnung auf längeren Sockel-Support
Quelle: Intel

Intel unterstützt in der Regel lediglich zwei CPU-Generationen pro Prozessor‑Sockel oder wie beim Sockel LGA1700 maximal zwei Generationen plus ein Refresh. Jetzt weckt eine Aussage des Unternehmens die Hoffnung auf längeren Sockel-Support.

Intel unterstützt in der Regel lediglich zwei CPU-Generationen pro Prozessor‑Sockel oder wie mit den Core-i-12000 ("Alder Lake") und Core-i-13000 ("Raptor Lake") sowie Core-i-14000 ("Raptor Lake Refresh") für den Sockel 1700 ("LGA1700") maximal zwei Generationen plus ein Refresh. Jetzt weckt eine Aussage des US-Unternehmens aus Santa Clara die Hoffnung auf einen längeren Sockel-Support für seine kommenden CPUs. Robert Hallock, seines Zeichens Vice President und General Manager im Enthusiast Channel von Intel hat sich nun gegenüber Club386 geäußert.

Eine klare Aussage hierzu gab es zwar nicht, denn diese kann es über zukünftigen Produkten auch nicht geben. Aber zumindest hat Robert Hallock die Frage klar bejaht, ob er sich eine Zukunft vorstellen kann, in der Intel mehr CPU-Generationen auf einem Sockel unterstützen als bisher. "Das tue ich", sagte der Intel-Manager und fügte dann hinzu, "Wir hören zu". Sollte der kommende Sockel 1954 ("LGA1954"), welcher mit Nova Lake-S und den 900er-Chipsätzen seine Premiere feiern wird, mehrere Generationen unterstützen, wäre das völlig opportun zu dem aktuellen Prozessorsockel LGA1851, welcher nur Arrow Lake beheimatet.

  • Sockel 1700 ("LGA1700")
    • Core-i-12000 ("Alder Lake")
    • Core-i-13000 ("Raptor Lake")
    • Core-i-14000 ("Raptor Lake Refresh")
  • Sockel 1851 ("LGA1851")
    • Core Ultra 200 ("Arrow Lake")
    • Core Ultra 200 Plus ("Arrow Lake Refresh")
  • Sockel 1954 ("LGA1954")
    • Core Ultra 400 ("Nova Lake")
    • Core Ultra 500 ("Razor Lake")

Nach aktuellem Stand der Dinge wird der kommende Sockel 1954 ("LGA1954") nach den Core Ultra 400 ("Nova Lake") auch Core Ultra 500 ("Razor Lake") beheimaten. Alle nachfolgenden Generation wie "Titan Lake", "Serpent Lake" und "Hammer Lake" sind aber eher Spekulation. Die Website 3DCenter.org hat schon einmal vorgedacht.

Intels CPU-Gens und Sockel Quelle: 3DCenter.org Ob es letztlich so kommt wie Club386 spekuliert und der nächste Sockel wirklich bis zu vier CPU-Generationen unterstützt oder nicht, so wie es scheint, könnte Intel seine Sockel-Strategie zukünftig deutlich anpassen.

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Quelle: Club386 via 3DCenter.org

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    • Kommentare (71)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Der 5820K war halt nur der Einstieg in die große Plattform. Nach oben gab es Eingangs Achtkerner, zum Broadwell-Refresh 2016 bis zu 10 Kerne im Sockel 2011-v3. Das war dann wirklich deutlich teurer und vor allem stromhungriger. Zusammen mit den vielen CPU-Lanes und dem breiten Speicherinterface (weil es noch keinen hochtaktenden RAM gab), brauchte man also zwingend zwei Plattformen, denn einen dafür geeigneten Unterbau hätte ein Einsteiger nie nutzen oder bezahlen wollen. Das ist ein weitestgehend universelles Prinzip, nur die Trennlinie wird zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlicher Stelle gezogen.

        So ein paar Beispiele:
        ~1995: Intel Sockel 8 über Sockel 7 = Workstation über ~Enthusiast (hieß damals noch High End^^)
        2003: AMD 940 über 754 = Enthusiast über High-End
        2008: Intel 771 über 775 und AMD F über AM2 = Enthusiast über High-End (Quadfather vs. Skulltrail)
        2010: Intel 1366 über 1156 = High-End über Oberklasse
        2013: AMD AM3+ über FMx = Mittelklasse über Einsteiger
        2015: Intel 2011-v3 über 1150 = Oberklasse über Mittelklasse
        2017: AMD TR4 über AM4 = ~Enthusiast über Oberklasse (eigentlich konnte Zen1 kein Enthusiast, nur Workstation)
        2018: Intel 2066 über 1151 (CFL) = Enthusiast über High-End

        Seit ~2021 haben wir im Prinzip durchgängig Workstation über Enthusiast: WRX8 versus späte AM4, TRX5 über AM5, 4677 über 1700, 4710 über 1854.
        Das ist aber nur eine Verschiebung der Plattformgrenzen. Wenn man wissen will, was innerhalb eines Marktes zu verschiedenen Zeitpunkten angeboten wurde, muss man erst gucken, welche Plattform denn damals welchen Markt bedient hat. Sonst hat man "ewigen Stillstand" mit vier x86-Kernen im System. Angefangen beim ersten Pentium-Pro-Server bis hin zum letzten, verlöteten Embedded-Mikrocontroller auf Basis dieser Technologie, der vielleicht irgendwann in den 2030er oder 2040ern erscheint. Ich glaube, bislang sind nicht einmal Dualcores komplett ausgestorben, wenn man weit genug unten im Bodensatz stochert.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Der 5820K war halt nur der Einstieg in die große Plattform. Nach oben gab es Eingangs Achtkerner, zum Broadwell-Refresh 2016 bis zu 10 Kerne im Sockel 2011-v3. Das war dann wirklich deutlich teurer und vor allem stromhungriger. Zusammen mit den vielen CPU-Lanes und dem breiten Speicherinterface (weil es noch keinen hochtaktenden RAM gab), brauchte man also zwingend zwei Plattformen, denn einen dafür geeigneten Unterbau hätte ein Einsteiger nie nutzen oder bezahlen wollen. Das ist ein weitestgehend universelles Prinzip, nur die Trennlinie wird zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlicher Stelle gezogen.

        So ein paar Beispiele:
        ~1995: Intel Sockel 8 über Sockel 7 = Workstation über ~Enthusiast (hieß damals noch High End^^)
        2003: AMD 940 über 754 = Enthusiast über High-End
        2008: Intel 771 über 775 und AMD F über AM2 = Enthusiast über High-End (Quadfather vs. Skulltrail)
        2010: Intel 1366 über 1156 = High-End über Oberklasse
        2013: AMD AM3+ über FMx = Mittelklasse über Einsteiger
        2015: Intel 2011-v3 über 1150 = Oberklasse über Mittelklasse
        2017: AMD TR4 über AM4 = ~Enthusiast über Oberklasse (eigentlich konnte Zen1 kein Enthusiast, nur Workstation)
        2018: Intel 2066 über 1151 (CFL) = Enthusiast über High-End

        Seit ~2021 haben wir im Prinzip durchgängig Workstation über Enthusiast: WRX8 versus späte AM4, TRX5 über AM5, 4677 über 1700, 4710 über 1854.
        Das ist aber nur eine Verschiebung der Plattformgrenzen. Wenn man wissen will, was innerhalb eines Marktes zu verschiedenen Zeitpunkten angeboten wurde, muss man erst gucken, welche Plattform denn damals welchen Markt bedient hat. Sonst hat man "ewigen Stillstand" mit vier x86-Kernen im System. Angefangen beim ersten Pentium-Pro-Server bis hin zum letzten, verlöteten Embedded-Mikrocontroller auf Basis dieser Technologie, der vielleicht irgendwann in den 2030er oder 2040ern erscheint. Ich glaube, bislang sind nicht einmal Dualcores komplett ausgestorben, wenn man weit genug unten im Bodensatz stochert.
      • Von IguanaGaming Freizeitschrauber(in)
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] danke dir für die ausführliche Antwort und dem raussuchen der Preise, hatte es noch irgendwie anders im Sinn gehabt und dachte diese waren noch um einiges höher im Gegensatz zu den Mainstream Plattformen,

        aber warum hatte Intel da extra zwei Plattforem gefahren, wenn es auch mit einer gegangen wäre ?
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von IguanaGaming
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] waren halt Enthusiasten, aber nicht ansatzweise Mainstream Plattformen, so wie sie dann AMD mit der ersten Ryzen Gen. gebracht hat und das hätte Intel, wenn sie denn gewollt hätten, schon etliche Jahre vor AMD umsetzen können,

        wie gesagt nen Q6600 gab es schon 2007 mit vier Kernen und fast 11 Jahre später kam dann erst der 8700K und auch nur auf Druck seitens AMD, so wie [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] in Beitrag #33 schon richtig anmerkte
        Also wenn ein Zweihundert-Euro-X99-Mainboard für dich "Enthusiast" ist, als was zählst du dann das Groß der AM5-Angebote? Luxus? Halo? Dubai-Edition? Traumschloss-Vaporware?
        Ein 5820K plus z.B. X99 SLI-Plus war deutlich billiger als zuvor der Q6600 alleine oder später ein X1800X plus AX370 Gaming 5, von einem (beliebten) Crosshair VII ganz zu schweigen. Klar konnten 2014er Sechskerner preislich nicht mit einer Einsteiger-Krücken-Kombination aus Ryzen 1600 und B350M-Pro4 konkurrieren. Dafür waren sie aber halt auch 15 Prozent schneller, drei Jahre früher verfügbar und boten die Ausstattung, die Interessenten an neuen High-End-CPUs erwarten.

        Funfacts, weil ich die Preise nachschlagen musste, mal 1:1 aus der 07/2017, jeweils bestes (nicht teuerstes) Board im EKF:
        5820K + X99 Taichi: 660 Euro, 86 Prozent Gaming-/65.8 Prozent Anwendungs-Leistung, 3.0 GPU + M.2 + sharing-freier ×8-Slot für mehr M.2.
        X1800X + VII Hero: 740 Euro, 80,3 Prozent Gaming-/85,2 Prozent Anwendungs-Leistung, 3.0 GPU + M.2 + 2.0-Schrott.
        AMD teurer, aus Spielersicht langsamer, schlechter ausgestattet und das selbst nach drei Jahren Entwicklungsvorsprung. (Zugegebenermaßen signifikant sparsamer. 4× 4 GiB DDR4 waren im EKF übrigens auch billiger als 2× 8 GiB mit gleichen Specs, von 4× 8 versus 2× 16 GiB unter Berücksichtigung des höheren Takts, denn AM4 für volle Leistung brauchte, ganz zu schweigen.)

        2011-v3 war nicht ohne Grund eine Zeit lang die beliebteste Plattform von der Oberklasse an aufwärts. Wer das ignoriert hat, weil es ihm zu teuer war sollte nicht mit Q6600 oder i7-8700K ankommen. Erster hat alleine schon so viel gekostet, wie oben genannte CPU-Board-Kombinationen und letzterer lag immerhin auf Augenhöhe mit den kleinsten 2011-v3lern; Z370 versus X99 nahm sich auch wenig. Wenn man nach den besten CPUs fragt, hat man es eben einfach nicht mit Einsteiger-Hardware zu tun. Da verlief die Entwicklung vom Pentium E5000 über A10-APUs zu Ryzen 1000G und man müsste kritisieren, dass Intel 2017 immer noch Dual-Core-i3 verkauft hat. (Das die in Spielen dennoch schneller als 2016er AM4 waren, spricht aber halt Bände über "keine Entwicklung".)
      • Von IguanaGaming Freizeitschrauber(in)
        Zitat von IguanaGaming
        die ich mich richtig erinnere, auch irgendwo bei 300€ aufwärts losging
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] waren halt Enthusiasten, aber nicht ansatzweise Mainstream Plattformen, so wie sie dann AMD mit der ersten Ryzen Gen. gebracht hat und das hätte Intel, wenn sie denn gewollt hätten, schon etliche Jahre vor AMD umsetzen können,

        wie gesagt nen Q6600 gab es schon 2007 mit vier Kernen und fast 11 Jahre später kam dann erst der 8700K und auch nur auf Druck seitens AMD, so wie [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] in Beitrag #33 schon richtig anmerkte
      • Von GOOFY01 Kabelverknoter(in)
        Zitat von Incredible Alk
        Aber davon abgesehen - persönlich halte ich die Aufrüstbarkeit von Sockeln ehrlich gesagt für ziemlich unwichtig.
        Prinzipiell hast du recht, ich habe lange Zeit AM4 benutzt. Über die Jahre habe ich 6 CPUs gewechselt. Vom Ryzen 1700 bis hin zum 5950X, dreimal habe ich das Board mit gewechselt, weil ich auch von den neuen Chipsätzen profitieren wollte. Ich bin zwar etwas enttäuscht darüber, das kein Nova Lake mehr auf mein Board passt, aber zur Not wechsele ich es einfach mit, denn meinen DDR5 Speicher kann ich schließlich behalten.
      Direkt zum Diskussionsende
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