Ice Lake-SP: Intel stellt CPU-Architektur auf Sunny-Cove-Basis vor
Hardware-Hersteller hat vor Kurzem im Rahmen der HotChips 2020 Konferenz Ice Lake-SP für das Server-Segment ausführlich vorgestellt. Ice Lake-SP wird eine der ersten Architekturen von Intel, die die neuen Sunny-Cove-Kerne nutzen. Zuvor kamen nur Notebooks in Form von Ice Lake in den Genuss der neuen Technik.
Im Rahmen der virtuellen Konferenz "HotChips 2020" hat Hardware-Hersteller Intel erste Details zu Ice Lake-SP hervorgebracht. Die neue Architektur soll erstmals die Sunny-Cove-Kerne in das Server-Segment bringen, während diese bislang nur für Mobile- und Client-Kunden nutzbar waren. Im Vergleich zu den Skylake-Kernen, welche erstmals im Jahre 2015 vorgestellt wurden, sollen hier deutliche IPC-Verbesserungen zum Tragen kommen.
Ice Lake-SP: 28 Kerne und 18 Prozent mehr IPC
Die CPU, von der Intel im Rahmen der "HotChips 2020" gesprochen hat, nutzte insgesamt 28 Kerne. Es ist davon auszugehen, dass es sich hierbei um einen High-End-Prozessor handelt. Es kommen wie beim Client-Ableger 48 KB L1D-Cache zum Einsatz, jedoch wurde der L2-Cache auf 1.25 Megabyte erhöht. Zudem stehen den Kernen eine zweite multiplay/add (FMA-512) Einheit zur Verfügung. Daneben gibt es zahlreiche Neuerungen wie AVX-512, VPMADD52, Vector-AES, Vector Carry-less Multiply, GFNI, SHA-NI, Vector POPCNT und Vector BMI.
Im Vergleich zu Cascade Lake-SP soll Ice Lake-SP IPC-Verbesserungen durch die Neuerungen in Höhe von 18 Prozent erhalten. Zudem erhält die Architektur eine verbesserte I/O-Einheit. So erhält die CPU ein achtkanäliges DDR4-Interface, ermöglicht durch vier unabhängige Memory-Controller. Zum Einsatz kommt ebenfalls ein PCI-Express 4 Bus mit vier unabhängigen PCIe root-complex Abschnitten. Die Kern-Zwischenverbindung geschieht bei Ice Lake-SP durch ein weiterentwickeltes Mesh-Interconnect, welches deutlich geringere Latenzen aufweisen soll. Aktuellen Informationen zufolge erscheint Ice Lake-SP noch im zweiten Halbjahr 2020.
Quelle: techpowerup
