Intel rechtfertigt sich zum 22-nm-Fertigungsverfahren - Pentium-Haswell für IoT-Geräte

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Intel rechtfertigt sich zum 22-nm-Fertigungsverfahren - Pentium-Haswell für IoT-Geräte (1)
Quelle: Intel

Chiphersteller Intel hat in einer Stellungnahme erläutert, dass man sich niemals vom Pentium G3420 (Hasel in 22 nm) verabschiedet habe. Die ursprüngliche Meldung von der Einstellung der CPU bzw. der Wiederaufnahme sei ein Missverständnis gewesen.

Intel kämpft seit einiger Zeit darum, moderne Fertigungsverfahren für die Chips nutzen zu können. Es hat lange gedauert, ehe in diesem Jahr mit der Ice-Lake-Familie erstmals CPUs im 10-nm-Verfahren produziert werden. Jüngst berichteten wir, dass Intel gar einen Prozessor im alten 22-nm-Fertigungsprozess wieder baut. In einer Stellungnahme erklärt Intel nun, dass man bisher nie gesagt hätte, dass der Pentium G3420 nicht mehr produziert werde. Die ursprünglich von Intel verbreitete Meldung zur Wiederaufnahme des Haswell-Prozessors aus dem Jahr 2013 sei schlicht ein Fehler gewesen. Es gebe gar keine neue Roadmap. Passend dazu gibt es auch eine neue Product Change Notification mit der Nummer 117291-02.

Apollo Lake wird auch weiter produziert und "neue Roadmap"

Der Intel Pentium G3420 ist nicht der einzige Prozessor im Einsteigersegment, der weiter produziert wird. Auch die offizielle Stellungnahme von Intel, nach dem verschiedene Apollo-Lake-Chips eingestellt und mit einem anderen Stepping veröffentlicht werden, hat der Hersteller mittlerweile korrigiert.

Im Einstiegssegment wird Intel nun also den Prozessor Pentium G3420 als Neuware fertigen. Der Haswell-Prozess wurde bereits im Jahr 2013 erstmals auf den Markt gebracht und sollte eigentlich sein End of Life längst erreicht haben. Intel bezeichnet den Pentium G3420 in der aktualisierten Stellungnahme als "IOTG long life product". So wird also der Haswell-Chip nun für IoT-Geräte eingesetzt werden können und in diesem Zuge erweiterten Produktsupport genießen können.

Ebenfalls lesenswert: Intel mit neuem altem Fertigungsverfahren: 22-nm-Prozessor wird neu produziert

Fakten zur Stellungnahme zum 22-nm-Prozess bei Intel:

  • Intel hat nun verlauten lassen, dass man nie vorhatte, den Pentium G3420 nicht weiter zu produzieren. Der Haswell-Prozessor wird im 22-nm-Verfahren hergestellt und stammt aus dem Jahr 2013.
  • Die letzte Woche veröffentliche öffentliche Meldung seitens Intel zur erneuten Produktion aufgrund einer geänderten Roadmap sei falsch gewesen, so Intel.
  • Der Intel Pentium G3420 soll als Prozessor für IoT-Geräte genutzt werden können und bekommt kein neues EOL-Datum.

Quellen: Intel, Tomshardware (1), Tomshardware (2)

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    • Kommentare (15)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Intel rechtfertigt sich zum 22-nm-Fertigungsverfahren - Pentium-Haswell für IoT-Geräte

        Zitat von empy
        Für so was werden bei vernünftigen Herstellern aber eigentlich Microcontroller verwendet. Wobei ich mal einen abgestürzten Kippenautomat gesehen habe, bzw. dessen POST-Screen. Da war wohl einer dieser Stromspar-X2 drin. BE-irgendwas.
        Das hast du schön gesagt: bei einer vernünftigen Firma. Nur gibt es viele Läden bei denen es anders läuft, da Zeit und Geld dort extrem knapp sind. Da stellt man entweder einen zusammengepfuschten Prototypen (Hauptsache das Design ist gut) vor oder garnichts, dann geht entweder dieser Prototyp leicht verbessert in die Fertigung oder garnichts. Es ist leicht zu erraten, wofür sich die Leute dann entscheiden.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Intel rechtfertigt sich zum 22-nm-Fertigungsverfahren - Pentium-Haswell für IoT-Geräte

        Zitat von empy
        Für so was werden bei vernünftigen Herstellern aber eigentlich Microcontroller verwendet. Wobei ich mal einen abgestürzten Kippenautomat gesehen habe, bzw. dessen POST-Screen. Da war wohl einer dieser Stromspar-X2 drin. BE-irgendwas.
        Das hast du schön gesagt: bei einer vernünftigen Firma. Nur gibt es viele Läden bei denen es anders läuft, da Zeit und Geld dort extrem knapp sind. Da stellt man entweder einen zusammengepfuschten Prototypen (Hauptsache das Design ist gut) vor oder garnichts, dann geht entweder dieser Prototyp leicht verbessert in die Fertigung oder garnichts. Es ist leicht zu erraten, wofür sich die Leute dann entscheiden.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        AW: Intel rechtfertigt sich zum 22-nm-Fertigungsverfahren - Pentium-Haswell für IoT-Geräte

        Zitat von Pu244
        Für einen smarten Kühlschrank oder irgendetwas anderes ist die Leistung der CPU absoluter Overkill.
        Für so was werden bei vernünftigen Herstellern aber eigentlich Microcontroller verwendet. Wobei ich mal einen abgestürzten Kippenautomat gesehen habe, bzw. dessen POST-Screen. Da war wohl einer dieser Stromspar-X2 drin. BE-irgendwas.
      • Von wuselsurfer Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Intel rechtfertigt sich zum 22-nm-Fertigungsverfahren - Pentium-Haswell für IoT-Geräte

        Zitat von shootme55
        Ich kann mich an Zeiten erinnern da wars umgekehrt und man brauchte für den Pentium einen Kühlschrank
        Ja, der Pentium 4 war eine ordentliche Herdplatte.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Intel rechtfertigt sich zum 22-nm-Fertigungsverfahren - Pentium-Haswell für IoT-Geräte

        Zitat von Freakless08
        Hatte das nicht auch mit der NASA zu tun, da die 386 und 486 aufgrund der größeren Strukturbreite weitaus weniger fehleranfälliger waren bezüglich kosmischer Strahlung?
        Das waren ganz spezielle 8086er, die gegen extra Strahlung besonders widerstandsfähig gemacht wurden. Irgendwann ist der NASA der eigene Vorrat an diesen CPUs ausgegangen, man hat nicht gerechnet, dass die Spaceshuttle solange im Einsatz bleiben. Neue herzustellen wäre extrem teuer gewesen, die ganze Elektronik umzubauen ebenfalls. Die Lösung war weltweit anzufragen, ob noch in irgendwelchen Laboratorien u.a. solche CPUs herumgurken, parallel hat man noch Mitarbeiter damit beauftragt weltweit eBay, nach diesen CPUs und Geräten, in denen sie verbaut sind, umzupflügen.

        Zitat von Tolotos66
        @Pu224: Wenn mein Kühlschrank einen Pentium braucht, mache ich mir ernsthaft Gedanken
        Gruß T.
        Ich zitiere mich mal selbst:
        Zitat von Pu244
        Gemäß dem Gesetz maximaler Faulheit wird alles was zur Verfügung steht von den Programmierern bereitwillig aus dem Fenster geschmissen.
        Warum sollte man teures Know How investieren und für billige 8Bit Chips die Software gut anpassen (spezielles Linux u.a., wenn man doch einfach etwas in Windows hinpfuschen kann, am besten in Java Script, Zeit ist Geld ).

        Ein Kühlschrank ist jetzt ein wenig überspitzt, aber es gibt unglaublich viele Dinge, bei denen das so gemacht wird.
      • Von Casurin BIOS-Overclocker(in)
        AW: Intel rechtfertigt sich zum 22-nm-Fertigungsverfahren - Pentium-Haswell für IoT-Geräte

        Intel hat für vile der Chips Langzeit-Support - teils werden noch Core2Duo unterstützt und Westmere produziert.

        Zitat von -ElCritico-
        Ist doch egal, wie klein oder groß die Teile sind, solange sie den Job erledigen und der Kunde zahlt. Einzig wäre der Siliziumverbrauch pro Chip höher.
        Absolut nicht egal.
      Direkt zum Diskussionsende
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