Intel rechnet (wegen Ryzen?) mit sinkenden Prozessorpreisen
Intel hat seine Quartalszahlen veröffentlicht und im Anschluss darf immer etwas mit den Vertretern vor Ort geplauscht werden. CEO Brian Krzanich stellte auf Anfrage in Aussicht, dass die Chippriese wegen der Marktdynamik sinken werden. Marktdynamik kann man wohl mit Konkurrenz durch Ryzen übersetzen.
Schaut man sich die vergangenen Quartalsmeldungen von Intel an, so ließ sich feststellen, dass die Kalifornier mit Prozessoren stets gutes Geld verdienten, obwohl die Stückzahlen sanken. Das lag an steigenden Preisen für die Produkte, die Intel aufgerufen hat - insbesondere bei den Premium-Modellen. Bisher ging diese Strategie auf und auch in den jüngsten Zahlen kann man noch einmal punkten. Allerdings erwartet Intel das Ende dieses Trends.
Für die kommenden Monate rechnet man nicht mehr damit, dass man die bisherigen Margen halten kann, also ein Preisverfall bei den Einzelpreisen eintreten wird. Zwar nennt CEO Brian Krzanich das Kind nicht beim Namen, weist aber schon auf die Marktdynamik hin, die Intel bei den projektierten Chip-Preisen in die Karten spielt.
Marktdynamik, das kling so ökonomisch, heißt im Klartext aber nichts anderes als Mitbewerber AMD hat ein Produkt auf dem Markt, auf das Intel reagieren muss. Dem informierten Leser ist die Sachlage klar: Bei AMD bekommt man mit Ryzen derzeit bis zu 8 Kerne und 16 Threads zu Preisen, die teils mehr als deutlich unter denen von Intel liegen. Ein Ryzen 7 1800X kostet die Hälfte von dem was Intel für einen Core i7-6900K aufruft. 500 US-Dollar kann man nicht wegdiskutieren und machen es mehr als verzeihbar, wenn vielleicht in einen oder anderen Spiel ein paar einstellige Frames auf das Intel-Modell fehlen - zumal die Plattform auch günstiger ist.
| Merkmal | Core i7 6900K | Ryzen 7 1800X |
|---|---|---|
| Codename | Broadwell-E | Summit Ridge |
| Sockel | LGA 2011-3 | AM4 |
| Kerne physikalisch/logisch | 8/16 | 8/16 |
| Kerntakt | 3.200 MHz | 3.600 MHz |
| Turbomodus | 4.000 MHz | 4.000 MHz |
| TDP | 140 Watt | 95 Watt |
| Fertigungs-Prozess | 14 nm | 14 nm FinFet |
| UVP zum Release (US-Dollar) | 1.089 | 499 |
| Preisvergleich | PCGH-Preisvergleich | PCGH-Preisvergleich |
Und nicht nur im High-End-Segment weht Intel Wind von AMD entgegen. OEM-Partner verbauen wieder AMD-Prozessoren im zwar nicht ganz so margenträchtigen, aber voluminösen Systemmarkt. Für die Systemanbieter sind die günstigeren AMD-Preise nämlich selbst der Marge zuträglich. Aktuell ist es für ein finales Fazit der Auswirkungen von Ryzen auf den Markt noch etwas zu früh, aber zumindest bei Intel kann man die ersten Reaktionen erkennen. Den ursprünglichen Fahrplan von Coffee Lake, Skylake-X und Kaby Lake-X zu ändern, macht man nicht einfach ohne Not.
So sehen das auch Analysten, die genau das sagen, was schon vielerorts im PCGH-Forum diskutiert wurde: Wettbewerb belebt den Markt, weshalb die Bemühungen von AMD auch für treue Intel-Käufer wichtig sind. Und dabei hat AMD noch gar nicht Low-End-Desktop-CPUs, Mobil-Prozessoren und Serverableger auf den Markt gebracht, die Intel weiter zusetzen könnten. Spannend wird, wie Intel auf die neue Situation reagiert. Wirtschaftlich wird man wohl erst einmal versuchen, die Preise möglichst zu halten, aber schnellere Chips zu bieten. Wenn das aber nicht ausreicht, könnte es auch preislich deutlicher nach unten gehen. Mit geringeren Preisen für schnelle Prozessoren würde sich Intel auch einen größeren Markt erschließen, der dann über das Volumen die Kasse klingeln lässt.

Also nicht 499 Dollar, sondern eher 699 Dollar für das Topmodell. Das weiß AMD.
Das zweite Design wird hoffentlich den Pferdefuß Infinity Fabric angehen und dann wird auch AMD, sofern sie an Intel vorbeiziehen, stramme Preise aufrufen.
Ich glaube kaum, dass es eine Abzock-Taktik war. Die IPC bzw Leistung pro Takt zu steigern ist ein äußerst schweres Unterfangen und trotzdem hat Intel im Gegensatz zu AMD über Jahre hinweg immer wieder zugelegt und ist immernoch vorne. AMD hat lediglich den riesigen Rückstand auf ein Minimum reduziert.
Ob das jetzt bei AMD mit den Steigerungen so weitergeht oder ob sie dann auch in eine "Abzock, bzw Salami-Taktik" umschwenken ist denke ich ziemlich klar.
Die große IPC Steigerung kam mit Zen, alles danach wird genauso eine Abzock und Salami Taktik sein, hoffe mal deine übertriebene Kritik fällt hierzu genauso unreflektiert aus.
Das Urteil wird aber bei Release gebildet und nicht Monate später. Mit den Ryzen 5 Prozessoren wurde sowieso nochmal neu getestet.
Auch wird man dann mit Ryzen 3 sehen wo man steht. Und ich denke kaum dass sich an den Ergebnissen irgendetwas ändert.
Bekannt ist mir nur etwas von 2 Spielen die einen Bug auf Ryzen behoben, von pauschal "ein wenig zugelegt" habe ich noch nix gelesen.
Der Ryzen 1600 ist Overall die bessere Wahl, weswegen ich mich auch dafür entschieden habe, aber in Spielen wird der übertaktet noch lange Zeit etwas unterhalb eines i5 7600k OC liegen.
Jener liegt übertaktet ja etwa 5 bis 10% vor einem Ryzen 7 1800x OC, zumindest wenn man Performanceratings heranzieht die die Leistung im Schnitt (Siehe 3D Center) zeigen und keine Kirschen pickt.
Die wird sich wiederholen, aber garantiert nicht so schnell wie einige User das sehen, sondern erheblich langsamer.
Muss man diesen zusammengesponnenen Unsinn immer wieder verlinken? Der Post beschäftigt sich im wesentlichen damit nur die Spiele zuzulassen in denen Ryzen gut abschneidet und die anderen möglichst zu ignorieren.
Deshalb gibt es dort auch nur einen einzigen Test der gefeiert wird. Der CB Test mit neuen Spielen.
Dass es da schon lange ein Update mit schnellerer Grafikkarte gegebene hat, wo ein Stock i5 7600k auf das Niveau eines stock 1800x aufgeschlossen hat und somit übertaktet immernoch mehr FPS liefert, wird natürlich nicht ergänzt.
In der Theorie kommen laut dem TE dort alle neuen Spiele jetzt nur noch multithreaded und das obwohl vielleicht 1 von 30 Spielen die released werden das halbwegs erfüllen.
Leider bist du selbst mit einem i5 7600k OC in den allermeisten Fällen besser beraten, währe da nicht die tendenzielle Entwicklung nach vorne bzw der gute Preis des Ryzen 5 1600 und die deutlich bessere Anwendungsleistung.
Intel muss den Preis des 7600k imho auf 200 Euro senken.
Hier mal ein kurzes Zitat:
"Soviel zur "Spieleschwäche",... ähmmm ich meinte "Redaktionsschwäche". "
Er sieht also die Spieleschwäche von Ryzen lediglich als Redaktionsschwäche, liefert aber keine eigenen Tests, sondern stützt sich auf ein paar Einzelfälle wo Nvidia Ryzen unter Directx12 etwas ausbremst. (Relevanz vll 2% in den Tests)
Muss man sonen Quatsch immer ernst nehmen?
Apropos aktuelle Games, hier mal ein ganz aktuelles, sehr beliebtes Spiel.
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Läuft offenbar auf maximal 4 Threads wie Arma 3.
Als mal lass ich mein Rechner crunchen(Seti, Rosetta, GPUGRID). Ich werde mich trotzdem für den AMD Ryzen 1700X entscheiden, da er doch tatsächlich mehr Rohleistung hat, als ein aktueller i7 Kabylake. 3,8-4.0ghz bringen noch ein paar FPS mehr bei Singlethread lastige Spiele.
Allmählich möchte ich mich von einem nativen Quadcore verabschieden. Nach über 8 Jahren wird es Zeit für ein Hexa oder Octacore. Zukünftige Spiele bis 2021(solange muss der Ryzen dienen) haben ganz klar eine Tendenz->Multithreading.