Intel präsentiert zwei neue Oberklasse-Prozessoren (Update: Jetzt auch mit Benchmarks)
Quelle: PC Games Hardware
Der QX6850 von oben
Neues von Intel: Nach dem QX6800 soll der neue, QX6850 getaufte Prozessor die Rolle des bisherigen Flagschiffs übernehmen. Zudem hat der Chiphersteller heute den ersten Extreme-Prozessor für Notebooks vorgestellt.
Genau wie beim Dual-Core-Prozessor E6750 verfügt auch das neue Quad-Core-Modell QX6850 über 333 statt 266 MHz Frontside-Bustakt. Im Zusammenspiel mit einem Multiplikator von 9 erreicht der neue Intel-Chip somit eine Taktrate von 3.000 MHz. Im Gegensatz zum QX6800 mit 2.933 MHz ist dies keine beachtliche Steigerung und so fallen auch die Benchmarkergebnisse erwartungsgemäß nicht viel höher aus:
In Spielen ist zwischen den beiden Intel-Boliden kaum ein Unterschied auszumachen. Bei Anno 1701 ermittelten wir identische Ergebnisse, in Gothic 3 kletterte die durchschnittliche Framerate von 41 auf 42 Fps. Etwas deutlicher, wenn auch ein wenig verwirrend, waren die Werte der synthetischen Benchmarks. Während im CPU-Benchmark des 3D Mark 2006 das Ergebnis von 4.598 Punkten auf 4.670 Punkte gesteigert werden konnte, erreichte der QX6850 beim Cinebench 9.5 nur 1.501. Der QX6800 schafft hier rund 50 Punkte mehr.
Kaum erwähnenswert sind auch die Ergebnisse unserer Stromverbrauchsmessung. Hier gönnt sich die Neuheit im Idle-Modus unter Windows fünf Watt mehr als sein Vorgänger, spart eben diesen Wert aber unter Last wieder ein. Die Ergebnisse liegen also fast gleichauf.
Da nicht alle Mainboards FSB333 unterstützen, sollten Sie vor dem Kauf des Prozessors im BIOS der Platine oder der Internetseite des entsprechenden Herstellers nachschlagen. Keine Probleme werden Sie bei Boards mit Intels neuen Bearlake-Chips P35, X38 und G33 haben. Auch Nforce-6-Platinen (außer 650i Ultra) machen die Erhöhung des FSB ohne Murren mit. So erkannte unsere Testplatine N680SLI-DQ6 (BIOS: F3) von Gigabyte mit Nvidias Top-Chip Nforce 680i SLI den QX6850 problemlos und setzte den FSB-Takt sofort auf 333 MHz.
Auch Platinen mit P965-Chipsatz unterstützen per Übertaktung FSB333 - gewöhnlich müssen Sie dafür nicht einmal die Chipsatz-Spannung anheben. Manche Hersteller garantieren daher bei ihren P965-Platinen per BIOS-Update 333 MHz FSB-Takt. Manchmal fehlt dann allerdings der passende Teiler für DDR2-800.
Praktisch für leistungsgierige Übertakter: Der Multiplikator ist wie bei allen Extreme Editions nach oben offen.
Fazit: Der QX6850 bietet gegenüber seinem Vorgänger eine kaum messbare Performance-Steigerung und bietet sich bei einem OEM-Preis von 999 US-Dollar eher für Enthusiasten an, die über das nötige Kleingeld verfügen, um immer die aktuelle Recheneinheit auf ihrem Mainboard zu haben.
Der Mobilprozessor Core 2 Extreme X7800 basiert auf dem Zweikern-Design "Merom" und ist für den Einsatz in Notebooks gedacht. Der Prozessor wird bei einem FSB von 200 MHz mit 2,6 GHz getaktet, er verfügt zudem 4 MByte L2-Cache. Bei Abnahme von 1.000 Stück kostet der Chip 851 US-Dollar. Ein Testmuster bzw. Notebook stand uns bis zum Stichtag leider nicht zur Verfügung.
Update: In unserer Galerie finden Sie nun auch die Benchmarks von Intels neuem Top-Modell im Vergleich zu bisherigen Chips.
Update2: Wie uns Nvidia mitgeteilt hat, soll spätestens Anfang der nächsten Woche ein BIOS-Udpate für Mainboards mit Nforce 650i Ultra kommen und FSB333-Unterstützung ermöglichen.