Intel erläutert den Stand zur 7-nm-Fertigung und Pläne mit der Chip-Produktion
Eines der großen Themen während der Finanzberichterstattung von Intel war der Status zur Fertigung in 7 nm. Zudem steht die Frage im Raum, was und wieviel Intel extern fertigen lassen will.
Eines der großen Themen während der Bekanntgabe der Quartals- und Jahreszahlen von Intel war der Fortschritt beim 7-nm-Prozess. Noch-CEO Bob Swan äußerte sich hier positiv und sieht Intel wieder im Fahrplan zum Jahr 2023. Produktionsprobleme, die zu zahlreichen Defekten führten, seien identifiziert und behoben worden. Sie stammen aus nicht näher definierten Schritten in der Produktion, die eingeführt wurden und welche die Defekte verursachten. Sechs Wochen verbringt ein Chip im Schnitt im einem Halbleiterwerk - irgendwo auf der Reise dieser zahlreichen Schritte scheint sich Intel ein paar Gremlins eingefangen zu haben.
Aufmerksamkeit bekam die Aussage, dass im Zuge der Fehlerbehebung der Prozess auch rationalisiert und vereinfacht wurde - im Englischen sprach man von "streamlined and simplified". Das sorgte für Spekulationen, was hiermit gemeint ist. Eine Theorie ist, dass man sich beim Dichteverhältnis der Transistoren von Faktor 2,4 verabschiedet hat und auf 2,0 zurückgegangen ist, um die Ausbeute-Ziele zu erreichen.
Klar ist, dass Intel für den Moment auf keinen Fall die Produktion aufgeben wird. Denn trotz Problemen hat die Unabhängigkeit auch Vorteile. Pat Gelsinger betonte, dass Intel schon zuvor solchen Zyklen ausgesetzt war. In der Tat gab es immer wieder Situationen, wo Hauptmitbewerber AMD das bessere Ende für sich beanspruchen konnte. Gelsinger habe den 7-nm-Prozess vergangene Woche selbst in Augenschein genommen und sei mit dem Stand zufrieden. Grundsätzlich schließt er aber auch nicht aus, dass Intel künftig mehr als bisher von externen Zulieferern einkauft. Auch 2023 soll die Mehrheit der Prozessoren aus eigenen Fabriken kommen, aber es ist am Ende auch nur rational zu sagen, man lässt beispielsweise die Grafikchips bei TSMC in einem etablierten Prozess fertigen, der von allen Parteien beherrscht wird und gute Ergebnisse liefert.
Für den Moment jedenfalls steht der Fahrplan für 7 nm da, wo er zuvor auch schon stand: 6 Monate Verzögerung, aber Start der Volumenfertigung in 2023. Langfristig will man in der Fertigung auch wieder ganz oben mitspielen und das Feld anführen. Das Geld dafür hat Intel ohne Frage - dafür muss man sich "nur" das nötige Know-how in Form von Personal und Technik kaufen. Vom CFO gibt's dafür Rückhalt: Die Ausgaben für die Fertigung sollen erhöht werden. Weitere Details werden erwartet, wenn Gelsinger dann offiziell den Posten von Swan übernommen hat. Der will sich auf vier Elemente konzentrieren: Marktführende Produkte, "manische Ausführung", Innovation und Rückkehr zur transparenten, datengetriebenen Kultur unter Andy Grove.
Quelle: Intel

Bei 2-3 nm soll ja Schluss sein. Taktraten lassen sich dann auch nicht mehr großartig erhöhen.
Dann müssen sich die Hersteller etwas anderes einfallen lassen.
Ich denke in 5 -10 Jahren ist es so weit.
Mal gucken wie weit die Graphen-Technologie dann ist. Oder Quantencomputer.
Technisch gesehen hat die Angabe 7nm und 14nm oder sonst was, nichts mit der Fertigung zu tun. Die letzte Echte Angabe der Fertigungsgröße war 90nm. Danach wurde es zu einem Namen und mehr auch nicht. Und 90nm hatten wir wann? 2005 etwa! 15 Jahre später haben wir CPUs wie den 3990X! Aber gehen wir mal 15 Jahre von 2005 zurück. Da waren wir 1990 bei wenigen MHz! Der reine Leistungsunterschied von 1990 zu 2005 ist trotzdem geringer als von 2005 zu 2020. Rein auf die spitzen CPUs bezogen.
Es wird noch spannend was die nächsten Jahre kommt, aber ein Ende ist noch weit, weit entfernt.
Intels aktuelle "10 nm"-Notebook-Designs stehen besser da und eine weitere dramatische Verbesserung gegenüber diesen würde AMD in die Schranken weisen – aber nicht, wenn sie erst Ende 2022 oder gar erst 2023 kommt, denn von AMD wird für Frühjahr 2022 neben architektonischen Verbesserungn auch ein Wechsel auf TSMC "5nm" erwartet. Der dürfte zwar nicht ganz so fein wie Intels "7 nm" sein, aber die Unterschiede sind kleiner als dass man mit 1,5 Jahren Vorlauf und über CPU-Architekturgenerationen hinweg schon jetzt einen Sieger kühren könnte.
Das Gespräch mit "demnächst geht nicht mehr kleiner!" gibts in Foren seit 20 Jahren in gefühlt jedem Thread über Fertigungsbreiten. Genau wie das "x86 geht nicht mehr viel schneller/ist ausoptimiert" und ähnliches. Und das wird sich wahrscheinlich auch die nächsten 20 Jahre nicht ändern.
14 nm <= 22 nm <= 32 nm <= 45 nm <= 65 nm (!) <= 90 nm <= 130 nm <= 180 nm (!)
Uns erwartet also mindestens noch einmal so viel Fortschritt, wie seit der zweiten Pentium-D-Generation und möglicherwiese soviel wie seit Einführung des Sockel 370 zur Jahrtausendwende. Und in heutigem Tempo wird das keine 15-20, sondern 30 respektive 40 Jahre dauern. "Kleiner geht es nicht mehr"? Nach aktuellem Stand der Dinge irgendwann 2050 oder 2060. Wenn sich bis dahin keine neue Wege auftun. Wer wohl 1980 korrekt vorausgesagt hat, wie heutige CPUs aussehen und ob es nach diesen noch weitergehen "kann"?
Ich war mir sicher das dieser für Jahrzehnte ausreichen würde, weil die Wissenschaft sich einig war, das das Nahe dem Ende der physikalischen Fahnenstange ist..... es sollte aber ganz anders kommen.....
TSMC produziert dann irgendwann in 5nm und packt dann ~147 Millionen auf den mm² und Intel packt dann mit dem namentlich schlechteren 7nm Prozess 242 Millionen Transistoren auf den mm².
Wer nun vorne ist, kann man wohl gut erkennen.
Und selbst wenn Intel nicht den faktor 2,4 nimmt sondern nur 2,0 ist man immer noch deutlich vor TSMC trotz 7nm Prozess.
Gut das ich Intel Aktien halte
Das ist alles am Ende Spekulation