Intel Xeon 6E bläst mit 576 E-Cores zum Angriff auf AMD Epyc

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Intel Xeon 6E bläst mit 576 E-Cores zum Angriff auf AMD Epyc
Quelle: Intel

Intel hat auf der Computex 2024 in Taipeh seine neuen Server-CPUs der Generation Xeon 6 vorgestellt, die ab sofort in der Serie Xeon 6700 mit bis zu 144 und später als Xeon 6900 mit bis zu 288 E-Cores an den Start gehen sollen.

Intel hat auf der Computex 2024 in Taipeh seine neuen Server-CPUs der Generation Intel Xeon 6 ("Sierra Forest") vorgestellt, welche ab sofort in den beiden neuen Serien Xeon 6700 ("Sierra Forest-SP") mit bis zu 144 und Xeon 6900 ("Sierra Forest-AP") mit bis zu 288 Efficency-Cores an den Start gehen und AMDs Epyc-Prozessoren unter Druck setzen sollen. Dank Support für Dual-Sockel-Setups ("2S") kann Intel mit beeindruckenden 576 E-Cores aufwarten, los geht es nun mit 144 E-Cores.

Xeon 6700 Quelle: Intel Xeon 6900 Quelle: Intel

Zum Start kommen gleich zwei Modelle mit dem Vollausbau von Sierra Forest-SP aus der Serie Xeon 6700E, die sich lediglich Basistakt ("Base") und maximalen Takt auf alle Prozessorkerne ("Turbo") und somit bei der TDP voneinander unterscheiden.

Xeon 6700E ('Sierra Forest-SP') Quelle: Intel Unterhalb der beiden Spitzenmodelle Xeon 6780E und Xeon 6766E mit ihren jeweils 144 E-Cores, die bekanntlich ohne SMT ("Simultaneous Multithreading") auskommen müssen, skaliert die Serie Xeon 6700E bis hinab auf 64 E-Cores, während DDR5 mit 5.600 respektive 6.400 MT/s unterstützt wird. Die TDP beläuft sich dabei von 205 Watt bis hinauf auf 330 Watt, während der L3-Cache 96 bis 108 MiByte beträgt.

Xeon 6 Quelle: Intel Xeon 6 Quelle: Intel

Während Intel jetzt mit den Xeon 6700E ("Sierra Forest-SP") und später dann mit den Xeon 6900E ("Sierra Forest-AP") insbesondere auf AMD Bergamo zielt, vergleicht das Unternehmen aus Santa Clara seine Server-CPUs in ersten Hersteller-Benchmarks merkwürdigerweise mit einem AMD Epyc 9534 ("Genoa") mit 64 Zen-4-Cores.

Benchmarks Quelle: Intel Im direkten Vergleich zum AMD Epyc 9534 ("Genoa") mit 64 Kernen und 128 Threads sieht sich Intel im Hinblick auf die Effizienz in Front. Die Realität ist aber, die Xeon 6 werden an AMD Bergamo mit bis zu 128 Zen-4c-Kernen und 256 Threads sowie anschließend an dessen Nachfolger mit Zen 5c gemessen. Hier könnten die Ergebnisse durchaus anders ausfallen, denn AMDs Vorsprung ist enorm.

Gemessen an den eigenen Vorgängergeneration fällt der Leistungs- und Effizienzsprung aber durchaus beachtlich aus, wie Intel in weiteren Benchmarks im Vergleich mit einem Dual-Sockel-Setup aus zwei Intel Xeon Platinum 8280 der Generation "Cascade Lake" demonstriert.

Benchmarks Quelle: Intel Benchmarks Quelle: Intel

Unter dem Strich lässt sich sagen, dass die Xeon 6E der Serie 6700E und 6900E ein großer Schritt für Intel sind. Ob diese sich erfolgreich gegen AMD Bergamo mit Zen 4c und dessen Nachfolgern mit Zen 5c behaupten können, wird sich aber dennoch erst noch abschließend zeigen müssen. Ein spannendes Duell steht definitiv bevor.

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Quelle: Intel

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    • Kommentare (33)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von BigBoymann
        Aber das ist es ja, zwischen den beiden Prozessen liegen 6 Monate und sie werden komplett eigenständig entwickelt (so sagt Intel ja selber). Ich sehe die Symbiose zwischen den Prozessen nicht und sehe auch nicht, wie Intel dies schaffen wollen würde.

        Selbst 14A ist doch wohl schon in der Testfertigung, ich glaube auch hier nicht daran, dass man grundlegendes noch ändern kann.

        Meines Erachtens nach hat Intel bereits jetzt (also mit Luna Lake) einen Vorsprung, sie werden in TSMCs 3nm produziert, teilweise im eigenen 20A. Beide Prozesse sollten aber der N4 Fertigung von TSMC überlegen sein (wäre komisch, wenn N3 nicht besser als N4 wäre).

        Sehe ich nicht, rein bezogen auf die Fertigung. Das man AMD abhängt OK, aber TSMC ist selbst jetzt schon in einer Liga, in die Intel ja erst in zwei Jahren kommt. 2025 kommt bereits N2, 2026 N2P, 2027 N1,6 mit NanoSheets. Damit wird TSMC in 2027 bereits in Bereichen sein, in denen Intel eben auch sein will.
        Die Abstände in der Prozessentwicklung kann man nicht an der Endkunden-Hardware fest machen. Da ist viel Marktstrategie im Spiel. Lunar Lake wurde z.B. vor einem halben Jahr noch von Intel selbst nach Arrow Lake geführt, wurde als Reaktion auf Strix Point jetzt aber doch zuerst vorgestellt. Das erste 18A-Design, vielleicht Panther Lake, soll Anfang diesen Jahres an die Fabs gegangen sein; die grundlegende Entwicklung des Prozesses dürfte somit seit letztem Sommer abgeschlossen sein, wesentliche Eckdaten waren schon 2021 festgelegt. Wieviel Abstand bei den jeweiligen Meilensteinen zu 20A besteht, lässt sich von außen kaum sagen, weil Intel diesen rein internen Prozess viel schlechter kommuniziert hat. Aber es erscheint gut möglich, dass 18A schlich die Vollversion von 20A ist: Ehe man die Feinheiten optimiert, braucht man erstmal grundlegende Bibliotheken für erste komplexe Designs, anhand derer man die Eigenschaften austestet. 20A ist dieser erste Schritt, 18A die gereifte Ausgabe. Genauso ist N2P nichts weiter als N3 in funktionierender und aufpolierter Fassung.

        Von daher könnte 2026 (an 25 glaube ich im Desktop auf beiden Seiten nicht) spannend werden, wenn dann beide Fabs mit x86-Designs in ausgereifter Fertigung zwei Full-Nodes nach der ITRS-10-nm-Generation (Intel 7/TSMC N7) gleichzeitig auf den Markt kommen könnten. Alder Lake vs. Zen 3 und Meteor Lake vs. Phoenix (+Rebrands) waren zwar auch formell auf Augenhöhe, aber mit erheblichem zeitlichen Abstand unterwegs.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von BigBoymann
        Aber das ist es ja, zwischen den beiden Prozessen liegen 6 Monate und sie werden komplett eigenständig entwickelt (so sagt Intel ja selber). Ich sehe die Symbiose zwischen den Prozessen nicht und sehe auch nicht, wie Intel dies schaffen wollen würde.

        Selbst 14A ist doch wohl schon in der Testfertigung, ich glaube auch hier nicht daran, dass man grundlegendes noch ändern kann.

        Meines Erachtens nach hat Intel bereits jetzt (also mit Luna Lake) einen Vorsprung, sie werden in TSMCs 3nm produziert, teilweise im eigenen 20A. Beide Prozesse sollten aber der N4 Fertigung von TSMC überlegen sein (wäre komisch, wenn N3 nicht besser als N4 wäre).

        Sehe ich nicht, rein bezogen auf die Fertigung. Das man AMD abhängt OK, aber TSMC ist selbst jetzt schon in einer Liga, in die Intel ja erst in zwei Jahren kommt. 2025 kommt bereits N2, 2026 N2P, 2027 N1,6 mit NanoSheets. Damit wird TSMC in 2027 bereits in Bereichen sein, in denen Intel eben auch sein will.
        Die Abstände in der Prozessentwicklung kann man nicht an der Endkunden-Hardware fest machen. Da ist viel Marktstrategie im Spiel. Lunar Lake wurde z.B. vor einem halben Jahr noch von Intel selbst nach Arrow Lake geführt, wurde als Reaktion auf Strix Point jetzt aber doch zuerst vorgestellt. Das erste 18A-Design, vielleicht Panther Lake, soll Anfang diesen Jahres an die Fabs gegangen sein; die grundlegende Entwicklung des Prozesses dürfte somit seit letztem Sommer abgeschlossen sein, wesentliche Eckdaten waren schon 2021 festgelegt. Wieviel Abstand bei den jeweiligen Meilensteinen zu 20A besteht, lässt sich von außen kaum sagen, weil Intel diesen rein internen Prozess viel schlechter kommuniziert hat. Aber es erscheint gut möglich, dass 18A schlich die Vollversion von 20A ist: Ehe man die Feinheiten optimiert, braucht man erstmal grundlegende Bibliotheken für erste komplexe Designs, anhand derer man die Eigenschaften austestet. 20A ist dieser erste Schritt, 18A die gereifte Ausgabe. Genauso ist N2P nichts weiter als N3 in funktionierender und aufpolierter Fassung.

        Von daher könnte 2026 (an 25 glaube ich im Desktop auf beiden Seiten nicht) spannend werden, wenn dann beide Fabs mit x86-Designs in ausgereifter Fertigung zwei Full-Nodes nach der ITRS-10-nm-Generation (Intel 7/TSMC N7) gleichzeitig auf den Markt kommen könnten. Alder Lake vs. Zen 3 und Meteor Lake vs. Phoenix (+Rebrands) waren zwar auch formell auf Augenhöhe, aber mit erheblichem zeitlichen Abstand unterwegs.
      • Von Shinna Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von BigBoymann
        wäre komisch, wenn N3 nicht besser als N4 wäre
        Besser in Hinblick auf Performance/Effizienz sicherlich. Allerdings sind bei N3 die Wafer und Masken teurer. Und Yield dürfte (anfangs) geringer ausfallen im Vergleich zu N4.

        Generell sind die CPUs IMO schon interessant. Es gibt genug Anwendungen die ein "per Socket" Lizenzmodel nutzen. Und Workloads die hervorragend mit Cores skalieren. Nicht umsonst verkauft AMD entsprechend gute Stückzahlen ihrer Zen4 Dense Core EPYC CPUs. Genau so wie AMD mit EPYC auf AM5 Basis ihr Portfolio nach unten abrundet macht Intel das nun in einem anderen Segment.
      • Von BigBoymann BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Rollora
        Alles was man azs 20A lernt landet später in 18 und 14A.
        Aber das ist es ja, zwischen den beiden Prozessen liegen 6 Monate und sie werden komplett eigenständig entwickelt (so sagt Intel ja selber). Ich sehe die Symbiose zwischen den Prozessen nicht und sehe auch nicht, wie Intel dies schaffen wollen würde.

        Zitat von Rollora
        14A die komplett überarbeitete Variante bei der dann auch slles wirklich gemeinsam funktioniert, inklusive High NA Fertigung.
        Selbst 14A ist doch wohl schon in der Testfertigung, ich glaube auch hier nicht daran, dass man grundlegendes noch ändern kann.

        Zitat von Rollora
        Hier wird Intel dann bei den CPUs wieder einen Fertigungsvorsprung haben.
        Meines Erachtens nach hat Intel bereits jetzt (also mit Luna Lake) einen Vorsprung, sie werden in TSMCs 3nm produziert, teilweise im eigenen 20A. Beide Prozesse sollten aber der N4 Fertigung von TSMC überlegen sein (wäre komisch, wenn N3 nicht besser als N4 wäre).

        Zitat von Rollora
        TSMC wird (sofern die Zeitpläne halten) maximal gleichauf sein,
        Sehe ich nicht, rein bezogen auf die Fertigung. Das man AMD abhängt OK, aber TSMC ist selbst jetzt schon in einer Liga, in die Intel ja erst in zwei Jahren kommt. 2025 kommt bereits N2, 2026 N2P, 2027 N1,6 mit NanoSheets. Damit wird TSMC in 2027 bereits in Bereichen sein, in denen Intel eben auch sein will.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von BigBoymann
        Ist was dran, ich frage mich nur, warum sie dann nicht alles auf 18A setzen, denn am Ende haben sie ja keine Zeit von 20A zu lernen, so schnell wie 18A kommt.
        18A ist der weiterentwickelte 20A Prozess mit High IO Fins/Libraries. Alles was man azs 20A lernt landet später in 18 und 14A.
        20A ist, wenn man so will Early Access mitvielen Neuigkeiten (GAA...), aber noch nicht ausgereift,18 A die leicht überarbeitete Variante mit weiteren Neuheiten (Backside Power), 14A die komplett überarbeitete Variante bei der dann auch slles wirklich gemeinsam funktioniert, inklusive High NA Fertigung. Es wird der Prozess sein wo man erstmals wirklich sieht was an Intels Bestreben dran ist und was High NA bringt. TSMC wird (sofern die Zeitpläne halten) maximal gleichauf sein, und dann werden dort wie bislang 2 Jahre lang Apple und Handy Chips gefertigt, vevor Desktop CPUs und GPUs dran sind.
        Hier wird Intel dann bei den CPUs wieder einen Fertigungsvorsprung haben.
        AMD wird wohl 2025 frühestens auf N3P wechseln
        Mit Zen 6 (~2026) auch noch verwenden, in 2027 wird man aber vielleicht schon auf N2 wechseln, vielleicht erst 2028 (N2 hat kein Backside Power, erst später)
        Sagen wir Zen 7 kommt 2028, gemeinsam mit der PS6,dort wird man dann auf jeden Fall N2P sehen evtl schon mit Backside Power und anderen Verbesserungen

        Intel WILL(ob wird... Schau ma mal)
        2024: 20A in kleinen Stückzahlen (Chiplets fpr Arrow, aber nicht alle)
        2025 18A in größeren Mengen (alle Chiplets für Panther), Arrow Refresh wohl weiter TSMC und Intel
        2026 Nova Lake, Prozess unbekannt, vielleicht 14A, das seh ich aber eher vom Gefühl her in 2027

        Zitat von BigBoymann
        Ja, sehe ich ähnlich. Aber ehrlicherweise ist der Markt derer die mehr Leistung SC brauchen extrem klein. Den allermeisten reicht die E Core Performance mehr als aus.
        Richtig, und brauchen tut mans selbst nur in den Spielen die wenig optimiert wurden
      • Von BigBoymann BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Rollora
        in hroßen Chips einsetzbar nochmal ein riesen Unterschied ist.
        Ich weiß gar nicht ob es um die Größe geht, denn die Apple M3 sind meines Wissens nach schon echte Brocken.

        Zitat von Rollora
        Es wird schon seine Fründe haben, warum Intel über diese Prozesse drüberspringt und alles auf 18A und später setzt
        Ist was dran, ich frage mich nur, warum sie dann nicht alles auf 18A setzen, denn am Ende haben sie ja keine Zeit von 20A zu lernen, so schnell wie 18A kommt.

        Zitat von Rollora
        Im Desktopeinsatz ist ordentliche Parallelisierung immer noch ein feuchter Traum...
        Ja, sehe ich ähnlich. Aber ehrlicherweise ist der Markt derer die mehr Leistung SC brauchen extrem klein. Den allermeisten reicht die E Core Performance mehr als aus.
      Direkt zum Diskussionsende
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